Literatur über Rechte von Vätern?

Hallo, ich habe eine 2-jährige Tochter, lebe aber von ihrer Mutter, meine Exfreundin, getrennt. In letzter Zeit habe ich nur noch Probleme mit der Mutter, wir vertragen uns einfach nicht und streiten ständig (sonst wären wir ja auch noch zusammen…). Eigentlich liegt es an uns beiden. Aber die Mutter setzt mich oft unter Druck: Du darftst die Kleine nur sehen, wenn Du auch nett zu mir bist. Ich möchte aber nicht nett sein zu Ihrer Mutter und möchte so wenig wie möglich mit ihr zu tun haben. Da ich mich mit der Kleinen toll verstehe und auch meinen Unterhaltspflichten nachkomme, sehe ich eigentlich keine Veranlassung, mich mit ihrer Mutter gut verstehen zu müssen. Aber ich zieh einfach den kürzeren bei der Geschichte. Auch sonst fühl ich mich ziemlich als Depp. Einfach so nebenbei erzählt mir meine Ex, das sie ein paar Tage zuvor einen Ausflug in die Schweiz/Österreich gemacht. Sie muss mich ja nicht fragen, das weiss ich selber, aber ich wünsche mir schon zu wissen, wenn sich meine Tochter im Ausland aufhält. Letzten Freitag ist sie zu Ihren Eltern gefahren, mittags erzählt sie mir beiläufig am Telefon, das sie gleich ne Ladung Möbel mitnimmt, da sie dorthin (ca. 700 km!!) umziehen will. So langsam verstehe ich Michael Douglas in Falling Down…So, der erste Frust ist weg. Weiss von Euch jemand gute Literatur oder Websites zu diesem Thema? Habe ich überhaupt Rechte? Zum Jugendamt oder Rechtsanwalt möcht ich noch nicht gehen, es liegt mir fern, womöglich vor einem Gericht um meine Tochter zu streiten.
Danke
Armin

Hab doch was gefunden!
Bin doch noch fündig geworden: Vatersein.de!

Hallo,

willst du wahrscheinlich nicht hören:
Bei allem Verständnis für deinen Frust -

Ich möchte aber nicht
nett sein zu Ihrer Mutter und möchte so wenig wie möglich mit
ihr zu tun haben.

wirst du daran arbeiten müssen, wenn du das gute
Verhältnis zu deiner Tochter aufrechthalten willst.
Nichts ist destruktiver als Eltern, die sich
bekämpfen, übereinander herziehen, die Kinder als
Waffe gegen den anderen gebrauchen.
Ich weiß schon, du willst sagen, du reagierst nur
und eigentlich macht das deine Ex. Das funzt nicht
auf Gegenseitigkeit. Musst du deiner Tochter zuliebe
über deinen SChatten springen und mehr als 50% leisten
und von dem „wenn … dann“ wegkommen.

Gruß
Elke
Tochter zulieb abe

Hallo

Aber die
Mutter setzt mich oft unter Druck: Du darftst die Kleine nur
sehen, wenn Du auch nett zu mir bist. Ich möchte aber nicht
nett sein zu Ihrer Mutter und möchte so wenig wie möglich mit
ihr zu tun haben. Da ich mich mit der Kleinen toll verstehe
und auch meinen Unterhaltspflichten nachkomme, sehe ich
eigentlich keine Veranlassung, mich mit ihrer Mutter gut
verstehen zu müssen.

Die Eltern sind gesetzlich dazu verpflichtet, alles Zumutbare zu unternehmen, um sich über die Erziehung des Kindes zu einigen und abzusprechen. Es ist nicht gerade gut für ein Kind, wenn die Eltern nicht in der Lage sind, sich über irgendetwas abzusprechen. Das Kind wird damit total überfordert und wird zur Pufferzone zwischen den Eltern.

Denk dran, dass das Kind existenziell abhängig ist von der Mutter. Du kannst nicht gegen die Mutter und für das Kind sein; wenn du gegen die Mutter bist, bist du automatisch auch gegen das Kind, das ist leider so.

(Das gilt natürlich auch umgekehrt was den Vater betrifft, aber das steht ja hier nicht zur Diskussion.)

Denk dran, dass die Mutter als Erziehungsberechtigte regelrecht dazu verpflichtet ist, psychische Belastungen von ihrer Tochter fernzuhalten. Wenn du also nicht willens bist, deine Probleme mit der Mutter auch mit der Mutter selbst zu klären, kann es leicht sein, dass sie keine andere Möglichkeit sieht als deinen Kontakt mit der Tochter weitgehend zu unterbinden, weil sie sonst vielleicht eine zu große Belastung für das Kind befürchten muss.

Viele Grüße
Th.

Missverständlich ausgedrückt…
Hallo, ich habe mich nicht ganz richtig ausgedrückt. Ich möchte mich nicht streiten mit der Mutter, aber für mich reicht es, wenn ich freundlich Hallo sage und frage wie es ihr geht, die Kurze schnappe und wieder gehe. Aber zur Zeit läuft das so ab: Ich muß mich mit der Kleinen in der Wohnung meiner Ex beschäftigen und die putzt dann oder renoviert oder sonstwas. Sobald die Kleine ein interessantes Geräusch hört flitzt sie zur Mama. Nach dreimal heißt es, kannst Du nicht auf die Kleine aufpassen, ich kann nicht einmal in Ruhe die Vorhänge abhängen/das Bad putzen/oder sonstwas. Das ist der Kleinen aber egal, die rennt alle paar Minuten zu Mama, ist ja auch klar, aber ich habe keine Lust, innerhalb zwei Stunden 30 mal der Kleinen nachzulaufen und mich von Ihrer Mutter immer drastischer anpflaumen zu lassen. Dann bin ich eben nicht mehr nett zu Ihr und sage, das ich entweder jetzt die Kleine mitbekomme oder alleine gehe, bevor wir uns Teller an die Köpfe werfen. Meistens gehe ich dann…Eine Zeitlang war ihr neuer Freund da, solange ich die Kleine besucht habe, die vergnügen sich (NEIN, nicht so :smile:), das macht nicht wirklich Spaß, auch noch vor ihrem neuen angepflaumt zu werden. Da will man nicht wirklich nett sein, sondern nur noch weg.
Hoffe mich verständlicher ausgedrückt zu haben…

Grüße Armin

Hallo Armin,

dann wäre es an die Zeit neue Regeln aufzustellen.
Klarer und deutlicher und präziser.
Abholung am zB Freitag 14 Uhr, Rückbringung am Sonntag 18 Uhr.
Das nennt sich Umgangsregelung :wink:.
Auch als unverheirateter hast du ein Recht dazu.
Und wenn es zwischen euch beiden nicht klappt, dann musst du das eben mit Hilfe des Jungendamts als Vermittler regeln :frowning:.

Schau dir die Seiten an:

http://vaeterseiten.de/
http://www.daddy-at-kiddy.de/
http://www.carookee.com/forum/VAfK-Forum
http://www.trennungskinder.de
http://www.vev.ch/lit/jugrecht.htm

Gruß,
Maja

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Hallo,

ach so, ich hatte mir die Situation auch völlig anders vorgestellt.

Ich muß mich mit der Kleinen in der Wohnung meiner
Ex beschäftigen …

Weißt du denn, warum sie dich nicht gehen lassen will mit der Kleinen? Irgendeine Vorstellung, wieso sie das so macht? Hast du sie schon mal gefragt? - Liegt es wohl eher daran, dass sie es so am praktischsten findet, oder dass sie dir misstraut, oder dass sie eigentlich gar keinen Kontakt zwischen dir und dem Kind haben will? (mehr Möglichkeiten fallen mir nicht ein)

Sobald die Kleine ein interessantes Geräusch hört
flitzt sie zur Mama. Nach dreimal heißt es, kannst Du nicht
auf die Kleine aufpassen, ich kann nicht einmal in Ruhe die
Vorhänge abhängen/das Bad putzen/oder sonstwas.

  • Hast du sie schon mal gefragt, wie sie sich das praktisch vorstellt? Das Kind festhalten, oder ständig spannende Unterhaltung liefern, oder was?
  • Weiß sie, dass ein Kind in dem Alter die Anwesenheit der Mutter fast immer bevorzugt, und dass das keineswegs ein Zeichen dafür sein muss, dass du dich in dem Moment nicht um das Kind gekümmert hast?

Dann bin ich eben nicht mehr
nett zu Ihr und sage, das ich entweder jetzt die Kleine
mitbekomme oder alleine gehe, bevor wir uns Teller an die
Köpfe werfen. Meistens gehe ich dann…

Das ist natürlich ein schlechter Moment, um ein Ultimatum zu setzen. Das sollte man besser in einem Gespräch machen, wenn das Kind nicht anwesend ist. Schon mal probiert?

Ich würde empfehlen, zu sagen: Ich möchte das Kind regelmäßig bei mir haben, ich schlage dann und dann um soundsoviel Uhr vor. *)

Wenn sie das nicht will, kannst du ja mal fragen, warum nicht. Die Begründung solltest du dir aber kommentarlos anhören, da sie wahrscheinlich mit wohlbekannten Angriffen gespickt sein wird, und wenn du darauf einsteigst, erfährst du wieder nichts. Du könntest dir ja zu Hause dann für dich rausfiltern, was reiner Angriff, und was eine Information war. Vielleicht kommst du so weiter.

Wenn das nichts bringt, dann wäre vielleicht eine Mediation ganz gut. Vielleicht macht das ja das Jugendamt.

Viele Grüße
Sm

*(Am besten finde ich übrigens in diesem Alter regelmäßig einmal täglich, und wenn es nur für eine halbe Stunde ist. Das ist für die Eltern allerdings meistens weniger praktisch.)

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