Hallo liebe www-ler!
Ich weiß nicht, ob dass das richitge Brett ist. Aber ich probier’s mal hier…
Ich habe in einer Literaturgeschichte gelesen, dass als die Exilautoren nach dem zweiten Weltkrieg wieder nach Deutschland kamen, sie sich hauptsächlich in der sowjetischen Besatzungszone niederliesen. Leider habe ich nicht verstanden, warum das so war. Sicherlich hat auch die politische Ausrichtung eine Rolle gespielt. Aber das kann ja wohl nicht der alleinige Grund gewesen sein? Und wenn es politische Gründe hatte: warum waren sich die Autoren darin so einig?
Danke vorab für Antworten.
Gruß
Micky
Hallo Micky,
Sicherlich hat auch die politische Ausrichtung eine Rolle gespielt.
Aber das kann ja wohl nicht der alleinige Grund gewesen sein?
Warum nicht?
Es geht bei einer politischen Ausrichtung um Überzeugungen. Diese Autoren waren überzeugte Kommunisten oder Sozialisten (oder sind es geworden) und sahen in der neu gegründeten Bundesrepublik wegen der vielen braunen Überreste für sich keine Lebensgrundlage. Das ist doch verständlich nach den üblen Erfahrungen, die sie mit dem Naziregime gemacht haben. Viel zu viele Leute in hohen Positionen wurden allzuleicht „entnazifiziert“, für viele Menschen, die damals ins Exil gehen mußten, war es daher undenkbar, in den immer noch naziverseuchten Teil Deutschlands zurückzukehren.
Das beantwortet wohl auch den zweiten Teil Deiner Frage.
Grüße,
MrsSippi