Literaturverzeichnis: Sammelband separat nennen

Hallo,

würde gerne eure Meinung wissen.

Ich stelle momentan das Literaturverzeichnis meiner Magisterarbeit zusammen. Werden Sammelbände, aus denen ich Artikel benutzt habe, im LitVerz auch separat genannt?

Warum ich überlege:

Leeuwen 2006a: Jacoba Van Leeuwen, Introduction, in: Leeuwen, Jacoba van (Hg.), Symbolic communication in late medieval towns (=Mediaevalia Lovaniesia 1/37), Leuven 2006, S. VII-XVI.
Leeuwen 2006b: Jacoba van Leeuwen, Balancing Tradition and Rites of Rebellion. The Ritual Transfer of Power in Bruges on 12 February 1488, in: Jacoba van Leeuwen (Hg.), Symbolic communication in late medieval towns (=Mediaevalia Lovaniesia 1/37), Leuven 2006, S. 65-81.

Wenn ich also den Sammelband

Jacoba van Leeuwen (Hg.), Symbolic communication in late medieval towns (=Mediaevalia Lovaniesia 1/37), Leuven 2006.

hinzunehme, habe ich drei Einträge Leeuwen untereinander.

Wie würdet ihr das lösen, alle 3 nennen oder es bei den 2 Beiträgen belassen?

Gruß und Danke vorab,
Kristine

Hallo,

ich würde es sicherheitshalber dazuschreiben, zu viel angeben kann man nicht.

Viele Grüße,

Die Franziska

Hallo,

ich würde es sicherheitshalber dazuschreiben, zu viel angeben
kann man nicht.

Hallo sorry da muss ich wiedersprechen, angegeben wird nur, was man auch verwendet hat, wenn also in dem ganzen Rest des Sammelbandes nix verwertbares mehr steht, dann nicht.
Wenn man es zwar nicht direkt verwendet hat, aber er dennoch irgendwie das Thema berührt dann doch.

Ist zB mit Festschriften so, wenn nur ein Artikel (Biograpisches zu xy)zur Arbeit (eben auch was Biograpisches über denselben) passt und in diesem Fall halt auch die Einleitung (wir feiern xy) der Rest aber andere Gebiete betrifft (eher aktuelle Forschungen der Kollegen aus den Gebieten A,B, und C, in denen xy vor Jahren auch forschte) und daher völlig irrelevant sind für die Biographie des Hernn xy, dann nimmt man nicht die ganze Festschrift nochmal mit rein.

Denn, ja, man kann zuviel Literatur angeben, kommt auch ein bisschen drauf an, wie es Dozent und Prüfungsordnung sehen, manch einer mag kein zuviel an Literaturangaben.

Alternativvorschlag:

Dingens, v. (Hg.): Festschrift zum Jubiläum von xy, irgendein Untertitel vielleicht, Ort, Jahr; darin:

  • Dingens, V.: Introduction, S. 1-3
  • Dingens, V.: Die Synthese von A und B als Lebenswerk des xy, S. 145-165

Wobei du das irgendwie an deine Zitierweise im Text anpassen musst.

Dingens, v. (Hg.): Festschrift zum Jubiläum von xy, irgendein Untertitel vielleicht, Ort, 2006; darin:

  • Dingens 2006a: Dingens, V.: Introduction, S. 1-3
  • Dingens 2006b: Dingens, V.: Die Synthese von A und B als Lebenswerk des xy, S. 145-165
  • Bumm 2006: Bumm, M.: xy und das große C, S. 15-17

Oder

  • Dingens 2006 c: Bumm, M.: xy und das große C, S. 15-17

Aber das ist eine Geschmacksfrage die du evtl mal in ner Sprechstunde mit dem Dozenten klären solltest.

Ansonsten wenn der Rest des Sammelbandes doch irgendwie verwertbar ist, dann nimm ihn als Komplettes Ding mit rein, sowie du es vor hattest.
Wenn nicht, dann nur die beiden Artikel, der Sammelband ist dann in deiner Version (also die Artikel, in: Hg, irgendwas…=Zeitschrift, Band…)wie eine Zeitschrift zu behandeln (die er ja offenbar zusätzlich auch noch ist), aber Zeitschriften führst du vermutlich ja auch nicht extra nochmal im ganzen an, oder?

Drum bei uns gab es für jedes Institut eine Zitierrichtline, die man sich im Sekretariat oder so abholen konnte.
Habt ihr sowas nicht auch?
Hab beide nochmal nachgeschaut, sofern sie im Netz verfügbar waren, die eine gleicht deiner, aber da tät ich den Komplettband weglassen, wenn er nicht auch anderswie gebraucht wurde.
Die andere entspricht meinem Vorschlag, da es dort öfters solche Vielschreiber und zugleich Hg. gab.

Wenn es bei euch keine Zitier- oder sonstigen richtlinien zum Verfassen von Wissenschatlichen Arbeiten gibt, güldet die Vorliebe des Dozenten/Prüfers, und die würde ich tunlichst mit ihm absprechen.

Gruß Susanne

Hallo und danke für die wertvollen Tipps und Meinungen.

Ich denke, ich lasse den Sammelband selbst entfallen, da dies a) so wirken könnte, als wollte ich Titel der Masse wegen nennen, was ich nicht nötig habe, und b) wird er ja, wenn auch zweitrangig, als Ort des Artikels schon erwähnt.

Der Hinweis auf die Festschriften ist eindeutig, der Großteil geht in völlig andere Richtungen, wie wahr…

Manchmal braucht man nur einen Schubs, damit man wieder versteht, was man da gerade macht - danke an euch.

Gruß,
Kristine
www.krimikiste.com

Hallo,

Denn, ja, man kann zuviel Literatur angeben,

ja, haste recht, … habe nur an dieses eine Werk gedacht und zu schnell geantwortet :smile:

Die Franziska