Hallo, ich habe folgendes Anliegen.
Meine Bekannte hat sich vor 1,5 Jahren einen Rechner neu gekauft.
Jetzt funktionierte mal wieder nichts mehr, der Monteur von der Lieferfirma kam, stellte fest das die Lithium-Batterie defekt sei und verschwand wieder, da er keinen Ersatz bei hatte. Einige Tage später kam er wieder, baute die Batterie ein, CR2032, und jetzt stellte die Firma eine Rechnung über 44,90 EURO. 4,90 € die Batterie, 1/4h Anfahrt(Firma ist eine Straße weiter), 1/2h Reparatur. Garantie, 2 Jahre sind vereinbart, will die Firma, mit den Hinweis Batterien seien Verbrauchsmaterial, nicht gewähren. Ist dies richtig?
Wenn wir bei uns in der Firma Lithium Batterien für SPS kaufen, geben die eine Mindeststandzeit von 5 Jahren an. Die neu Batterie auf dem Board hat eine Standzeit von 10 Jahren.
Wer kann mir dazu etwas sagen.
Karl-Heinz
Hallo,
Punkt 1:
die Frage wäre im Rechts-Brett besser aufgehoben
Punkt 2:
die w-w-w-Bedingungen für Rechtsfragen sollten eingehalten werden (FAQ:1129)
Punkt 3:
lies die Garantiebedingungen des Rechners (Garantie ist etwas anderes als gesetzliche Gewährleistung)
Gruß, Niels
hi,
garantie und standzeit haben in meinen augen nicht viel miteinander zu tun.
ob es rechtens ist, dass keine garantie auf eine batterie gegeben wird, die von jemandem gegen bezahlung eingebaut wurde, weiß ich nicht. die CR2032 gibt es aber überall (ebay, conrad oder anderes ansässiges elektrogeschäft) für 2-4 € (2,75 bei conrad), es dürfte also nicht das problem dabei sein, sich alle paar jahre eine neue zu besorgen und einzusetzen.
ich würde als techniker ehrlich gesagt auch keine garantie auf kleinteile/verbrauchsgegenstände geben.
45€, um sie sich einbauen zu lassen, sind ebenfalls zu viel, denn wenn man die batterie selber aus- und einbaut dauerts auch nur 5 minuten. alles, was man dafür benötigt, ist ein kleiner schraubendreher (oder ähnlicher gegenstand. kann sogar ein holzzahnstocher sein).
nagut, wenn man das nicht weiß oder nicht traut, ist das natürlich etwas anderes.
die standzeit für die CR2032 wird je nach informationsquelle und verwendungszweck mit 2 bis 10+ jahren angegeben. beim PC würde ich sagen, dass man mit 3-5 jahren rechnen kann. oft hält sie sich auch länger und manchmal eben nicht. ich musste sie bisher bei allen mainboards in den letzen ~14 jahren auch nur 2 oder 3 mal auswechseln. lagerbar sind sie ab herstellung ebenfalls etwa 10 jahre (oft aber länger). woran das alles genau im einzelnen liegen kann, könnte jemand anderer bestimmt besser erklären.
harl / (…)
[Team] Name entfernt
Hallo (…),
die standzeit für die CR2032 wird je nach informationsquelle
und verwendungszweck mit 2 bis 10+ jahren angegeben. beim PC
würde ich sagen, dass man mit 3-5 jahren rechnen kann. oft
hält sie sich auch länger und manchmal eben nicht. ich musste
sie bisher bei allen mainboards in den letzen ~14 jahren auch
nur 2 oder 3 mal auswechseln. lagerbar sind sie ab herstellung
ebenfalls etwa 10 jahre (oft aber länger). woran das alles
genau im einzelnen liegen kann, könnte jemand anderer bestimmt
besser erklären.
Eine Primärzelle (Das sind „Batterien“ welche nicht wieder aufgeladen werden können) kann nur eine endliche Zeit gelagert werden. Auch wenn sie nirgends angeschlossen wird, leidet sie unter Selbstentladung.
Bei Li-zellen, wie der CR2032, beträgt die Selbstentladung 1-2% in 10 Jahren. Also nach 10 Jahren hat sie nur noch etwa 98% der ursprünglichen Ladung.
Die Standzeit in einem Gerät hängt im wesentlichen von zwei Dingen ab:
- Vom Strom welcher der Zelle entnommen wird.
- Von der Zeit über welche der Strom entnommen wird.
Zu 1. Dieser hängt im wesentlichen von den Bauteilen und der Temperatur ab. Zudem gibt es bei den einzelnen Bauteilen noch grosse Streuungen.
Zu 2. Wenn der PC eingeschaltet ist wird der Zelle kein Strom entnommen. Normalerweise ist die Schaltung sogar so, dass wenn das Netzteil im Standby betrieben wird, die Zelle schon keinen Strom mehr liefern muss. Bei den Li-Zellen besteht aber das Problem, dass Leckströme, also eigentlich ganz kleine Ladeströme, die Zelle auch entladen. Diese Leckströme unterliegen auch einer grossen abhängigkeit von der Temperatur.
Bei der Berechnung der Standzeiten kann man nun diverse Werte einsetzen, wodurch man zu entsprechend unterschiedlichen ergebnissen kommt.
Nimmt man nur die typischen Werte für den Strom und rechnet damit, dass der PC immer mit dem Stromnetz verbunden ist (Standby-Betrieb) kommt man zu sehr langen Zeiten, da nur die Leckströme und die Selbstentladung massgebend sind.
Nimmt man die maximalen möglichen Extremwerte (Stichwort: ‚worst case‘) für den Strom und rechnet zudem damit, dass der PC nie mit dem Stromnetz verbunden ist, kommt man zu viel kürzeren Zeiten. Bei worst case wird natürlich, in diesem Fall, auch noch die höchste Temperatur angenommen.
MfG Peter(TOO)
[Team] Name entfernt
danke für die erklärung/ergänzung (oT)
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