Lizenzkosten im peer to peer oder c/s

Hallo

mein Professor meinte in einer der Vorlesungen, dass ein peer to peer Betrieb Kostenintensiver ist als ein Client Server Betrieb.
Als Bsp. erwähnte er,
dass bei 5 Computern im Peer to Peer auf jedem eine Vollversion installiert werden muss. --> hohe Kosten, da 5 Lizenzen notwendig sind
beim Client Server genügt jedoch die Installation auf einen Server. Niedrigere Kosten, da eine Lizenz ausreicht.

Heute jedoch erzählt mir jemand, dass wenn im Client Server Betrieb 5 Rechner auf den Server zugreifen und die Anwendung nutzen, so benötige man für jeden zugreifenden Server eine Lizenz. Also ebenfalls 5.

Was von beiden stimmt nun? Ich tendiere ja zur Aussage meines Profs. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass ich die Argumentation falsch aufgefasst habe.

Vielleicht könnte jemand Licht ins Dunkle bringen?
Worin bestehen nun die Kostenvorteile des c/s gegenüber p to p?

lg Sarah

Hallo,

das kommt auf die Lizenzen an, und in dieser generellen Form ist jegliche Aussage über Kosten einfach nur falsch, um nicht zu sagen hochgradiger Bullshit.

Entweder verschweigst Du uns hier wichtige Zusammenhänge, oder die Fragestellung an sich ist schon völlig sinnfrei.

Gruß,

Malte

Hallo nochmal,

Vielleicht könnte jemand Licht ins Dunkle bringen?
Worin bestehen nun die Kostenvorteile des c/s gegenüber p to
p?

nochmal ganz anders geantwortet:

Was für Lizenzkosten? Warum sollte jemand Lizenzkosten bezahlen müssen, und wofür?
Computer lassen sich im Normalfall ohne irgendwelchen ominösen „Lizenzkosten“ betreiben.

M.

Hallo

okay. Tut mir Leid. Ich meine Lizenzen für Anwendungsprogramme die von Dritten bezogen und unternehmensintern genutzt werden sollen.
Lässt sich damit arbeiten? oder bleibt es bei der Aussage, dass verallgemeinert dazu nichts gesagt werden kann?

lg Sarah

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

okay. Tut mir Leid. Ich meine Lizenzen für Anwendungsprogramme
die von Dritten bezogen und unternehmensintern genutzt werden
sollen.

auch die kosten nicht zwingend Lizenzgebühren. Schonmal was von Open Source gehört?

Lässt sich damit arbeiten? oder bleibt es bei der Aussage,
dass verallgemeinert dazu nichts gesagt werden kann?

Es bleibt dabei. Selbst wenn wir von dem abstrusen Fall kostenpflichtiger Software ausgehen, gibt es so viele unterschiedliche Lizenzmodelle, dass das nur im Einzelfall betrachtet werden kann. Verallgemeinernde Aussagen sind daher zwingend FALSCH.

Allein schon Micro$oft hat so viele verschiedene Lizenzmodelle, dass es einen eigenen Le{e,h}rgang samt Zertifizierung braucht, um da halbwegs durchzublicken.

Andere Softwarehersteller wie bspw. Adobe stehen dem nur in wenig nach.

Gruß,

Malte

Vielleicht könnte jemand Licht ins Dunkle bringen?
Worin bestehen nun die Kostenvorteile des c/s gegenüber p to
p?

Kommt auf die Anwendung an, auf den Hersteller und welche Preise er aufruft. Es gibt Server, für die man für jeden Client eine Lizenz erwerben muss. Es gibt auch Server, wo man das nicht muss. Es gibt sogar Unternehmen, die beide Modelle anbieten.

Es gibt auch Unternehmen, das zahlt man gar nichts für die Datenbank und auch nichts für die Clients.

Der Prof hat natürlich Recht wenn er behauptet, dass man auf fünf Maschinen fünf Volllizenzen für P2P braucht. Das muss aber nicht teurer sein als eine Client-Serverlösung.

Stefan

Hallo,

auch die kosten nicht zwingend Lizenzgebühren. Schonmal was
von Open Source gehört?

Lässt sich damit arbeiten? oder bleibt es bei der Aussage,
dass verallgemeinert dazu nichts gesagt werden kann?

Es bleibt dabei. Selbst wenn wir von dem abstrusen Fall
kostenpflichtiger Software ausgehen, gibt es so viele
unterschiedliche Lizenzmodelle, dass das nur im Einzelfall
betrachtet werden kann. Verallgemeinernde Aussagen sind daher
zwingend FALSCH.

Was soll denn der Unfug mit „abstruser Fall“? Der ganze OS Kram ist ja ganz nett und es gibt auch einige Einzellösungen, die es mit kommerzieller CS Software zumindest in Teilbereichen aufnehmen können. Aber wo wäre da z.B. alleine schon ein leistugesfähiges, modulares ERP-System mit Finanz-, Lohn- und Anlagenbuchhaltung? Wer mehr als nur Briefe mit Open Office schreiben muss und nicht Heerschaaren von Programmierern beschäftigen kann, die ihm irgendwas individuelles und damit auf Dauer Unbezahlbares auf Basis von irgendwelchen OS-Datenbanken bauen, kommt schon allein in diesem für die Verwaltung zentralen Bereich nicht ohne kommerzielle CS Software aus.

Bei Workgroup-Lösungen sieht es nicht anders aus. Alles was es da an OS gibt ist vom Funktionsumfang meilenweit von Outlook/Exchange, Notes oder Groupwise entfernt (ich schreibe dies nicht, weil ich diese Lösungen für perfekt halte, sondern weil es sie wenigstens gibt und sie einen im gewerblichen Bereich notwendigen Funktionsumfang mitbringen, was man gerade zu diesem Thema leider bislang noch von keiner OS-Lösung auch nur ansatzweise sagen kann).

Von Geräte- und Anlagensteuerungen z.B. im Labor- oder Produktionsbereich wollen wir erst gar nicht anfangen, und was RZ-Automatisierung angeht, …

Also bleiben wir doch bitte mal bei den Fakten und beschränken uns auf die Ausgangsfrage:

  1. Ja, ohne Lizenzen kommt man bei Closed Source nicht aus, und es gibt genug Bereiche, wo man ohne Closes Source auch auf lange Sicht noch nicht (und wahrscheinlich nie) auskommen wird.

  2. Lizenzmodelle gibt es wie Sand am Meer und eine generelle Aussage dazu zu machen, dass alleine die Frage der Installations- und Betriebsweise einen Rückschluss auf die Lizenzkosten erlauben würde, ist falsch.

Gruß vom Wiz

Hallo,

auch die kosten nicht zwingend Lizenzgebühren. Schonmal was
von Open Source gehört?

Lässt sich damit arbeiten? oder bleibt es bei der Aussage,
dass verallgemeinert dazu nichts gesagt werden kann?

Es bleibt dabei. Selbst wenn wir von dem abstrusen Fall
kostenpflichtiger Software ausgehen, gibt es so viele
unterschiedliche Lizenzmodelle, dass das nur im Einzelfall
betrachtet werden kann. Verallgemeinernde Aussagen sind daher
zwingend FALSCH.

Was soll denn der Unfug mit „abstruser Fall“?

Lass mich doch ein bisschen dagegen sticheln, dass die Fragestellerin Lizenzen als grundsätzlich und immer kostenpflichtig vortaussetzt… :wink:

  1. Lizenzmodelle gibt es wie Sand am Meer und eine generelle
    Aussage dazu zu machen, dass alleine die Frage der
    Installations- und Betriebsweise einen Rückschluss auf die
    Lizenzkosten erlauben würde, ist falsch.

Sag ich doch die ganze Zeit.

Gruß,

Malte

Hallo Sarah,

Vielleicht könnte jemand Licht ins Dunkle bringen?
Worin bestehen nun die Kostenvorteile des c/s gegenüber p to
p?

Wie die anderen schon schrieben, ist die Aussage so, einfach nur falsch.

Zudem muss man bei den Kosten die Anschaffung, den Unterhalt und den Datenschutz betrachten.

Weiterhin sind 5 PC ein schlechtes Beispiel, weil hier die Kosten/Nutzenrechnung, besonders beim Personal und Arbeitsaufwand, noch keine eindeutigen Vorteile bringt.

Grundsätzlich sollte ein Netzwerk sowieso geplant werden. Das fängt irgendwo bei den baulichen gegebenheiten an und endet bei der Sicherheit und dem Datenschutz.

Ein P2P Netzwerk ist relativ ausfallsicher, auch wenn das Netzwerk zusammenbricht, kann an den einzelnen Arbeitsplätzen, wenn auch eingeschränkt, noch gearbeitet werden.
Andererseits ist der Wartungsaufwand bei P2P höher. Bei z.B. einem Update, müssen diese unter Umständen auf jedem PC einzeln installiert werden. Auch die Datensicherung ist mit mehr AUfwand verbunden, bzw. verlangt von jedem Mitarbeiter eine entsprechende Disziplin.

Bei C/S hat man eine zentrale Komponente, den Server, ohne die nichts geht. Ein Serverausfall kann den ganzen Betrieb stilllegen. Man benötigt also noch einen zweiten Server, was bei 5 Clients nicht gerade kostengünstig ist, bei 100 oder mehr Clients aber kostenmässig ganz anders aussieht.
Theoretisch ist die Softwarepflege, was Updates sngeht, bei C/S einfacher. Einfach die neue Version auf dem Server installieren … und bei einem Problem steht auch der halbe oder ganze Betrieb still !!
Die Datensicherung macht man einfach auf dem Server, allerdings hat man höhere Kosten für die Backup-Hardware zu berücksichtigen, als bei P2P. Die Tagesdaten, lassen sich nicht mehr einfach auf eine CD brennen, da sind Medien mit Speichervolumen im TB-Bereich gefragt.

Desweiteren ist der Unterhalt eines Servers mit viel Fachkenntnis verbund, benötigt also teureres Personal.

Jetzt bion ich zu faul noch mehr zu schreiben …

MfG Peter(TOO)

Hallo,

mein Professor meinte in einer der Vorlesungen, dass ein peer
to peer Betrieb Kostenintensiver ist als ein Client Server
Betrieb.

Hier ist schon mal ein grundsätzlich falscher Ansatz festzustellen, weil hier jemand offensichtlich den Unterschied zwischen P2P und C/S nicht verstanden hat. Bei P2P handelt es sich um eine Architektur gleich ausgestatteter und für sich lauffähiger Systeme. D.h. von fünf PCs hat jeder ein vollständiges Office installiert und jeder PC kann daher auch ohne Netz autark arbeiten. Ggf. gibt es nur gemeinsame Dateiablagen und einzelne Dienste, die auf bestimmten Geräten liegen und nur verwendbar sind, wenn die entsprechende Maschine in Betrieb ist (z.B. ein an einem PC angeschlossener und für alle freigegebener Drucker). Speziell für P2P-Betrieb ausgerichtete Programme wie Filesharing-Systeme können darüber hinaus z.B. dafür sorgen, dass Datenbestände auf den unabhängigen Systemen konsistent gehalten werden.

Bei einer C/S-Architektur ist es jetzt aber nicht so, dass einfach nur die sonst auf jedem PC individuell installierte Software auf einem zentralen Server installiert wird, sondern C/S heißt ja, dass es eine Client- und eine Serverkomponente der Software gibt. Es liegt also keine echte C/S-Architektur dadurch vor, dass ich auf einem Server Office installiere und alle PCs hierauf zugreifen lassen, sondern diese ist erst dann gegeben, wenn es eine Software gibt, die sich auf eine Server- und eine Clientkomponente aufteilt, wobei eben die Serverkomponente zentral nicht nur auf dem Server installiert ist, sondern dort auch läuft und von den Arbeitsplätzen dann mittels eines speziellen Clientprogramms hierauf Zugriff genommen wird. Klassischer Fall sind Datenbanken, bei denen eben nicht nur die verwalteten Daten in Dateiform auf dem Server liegen, sondern dort auch eine Software-Komponente läuft, die Anfragen der Clients an entgegen nimmt, bearbeitet und beantwortet.

D.h. es gibt eben einerseits Programme mit einer C/S-Architektur und andererseits Programme ohne eine solche Architektur.

Als Bsp. erwähnte er,
dass bei 5 Computern im Peer to Peer auf jedem eine
Vollversion installiert werden muss. --> hohe Kosten, da 5
Lizenzen notwendig sind
beim Client Server genügt jedoch die Installation auf einen
Server. Niedrigere Kosten, da eine Lizenz ausreicht.

Das ist vollkommener Blödsinn. Wie oben ausgeführt braucht es bei C/S eine Clientkomponente und die muss ja pro Anwender betrieben werden. Üblicherweise wird daher bei C/S-Architekturen ein Lizenzmodell gewählt, bei dem genau nach diesen Clients abgerechnet wird (und ggf. zusätzlich noch die Serverkomponente lizenziert werden muss). Dabei gibt es für die Clients insbesondere zwei wichtige und miteinander konkurrierende Lizenzsysteme: „Named User“ setzt voraus, dass ich für jeden namentlich bekannten potentiellen Nutzer der Software eine Lizenz kaufen muss, während „Concurrend User“ auf die Zahl der gleichzeitig aktiven Verbindungen zum Server abhebt. D.h. wenn 100 Leute mit einer Software arbeiten können sollen, brauche ich bei NU 100 Lizenzen, und kann bei CU ggf. mit 80 auskommen, weil nie mehr als 80 Leute gleichzeitig mit der Software arbeiten (20 haben gerade anderes zu tun, sind krank, im Urlaub oder auf Dienstreise).

Heute jedoch erzählt mir jemand, dass wenn im Client Server
Betrieb 5 Rechner auf den Server zugreifen und die Anwendung
nutzen, so benötige man für jeden zugreifenden Server eine
Lizenz. Also ebenfalls 5.

Jep, üblicherweise schon

Was von beiden stimmt nun? Ich tendiere ja zur Aussage meines
Profs. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass ich die
Argumentation falsch aufgefasst habe.

Also ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Prof solchen Unfug verbreiten würde. Ich denke, es geht hier eher um ein Verständnisproblem. Vermutlich war die Aussage anders gemeint oder bezug sich auf einen speziellen Fall, den wir hier nicht kennen.

Vielleicht könnte jemand Licht ins Dunkle bringen?
Worin bestehen nun die Kostenvorteile des c/s gegenüber p to

Es gibt keine grundsätzlichen Lizenzkostenvorteile bei C/S-Architekturen, weil man eben nicht Äpfel (Programme in C/S-Architektur) und Birnen (Programme ohne C/S-Architektur) miteinander vergleichen kann. Was würde es bringen zu sagen, dass ein Office pro Anwender (unabhängig davon ob es lokal oder zentral installiert ist) € X kostet und eine SAP R3 pro Client € Y?

Gruß vom Wiz