LKW mit Anhänger im Schnee, merkwürdige Erfahrung

Hi!

Heute war ich im Schneechaos mit dem LKW unterwegs, ging recht gut.
Das war so ein relativ langer 11,99 Tonner.
Hatte den dann heute abend mit so vielleicht 4,5 Tonnen beladen.
Dann ging es zu einem weiteren Stützpunkt, da hab ich den leeren Anhänger angekuppelt,
und bin an die Laderampe gefahren, um den Hänger ( Drehkranz) zu beladen.
Vor der Rampe ist ein Anstieg, da räumt auch keiner Schnee, oder streut…
Jedenfalls bin ich da den Berg hoch hoch ganz schön gerutscht, bei so 10 cm Schnee, mit Eis drunter.
Hab den Hänger dann zum Glück ganz fix rangebracht,
und dann gedacht, das wird ja lustig, wenn ich den Hänger voll hab, komme ich bestimmt nicht wieder hoch.

Dann hab ich den Hänger auch noch mal mit so 4,5 t beladen.

Komischerweise binn ich dann völlig problemlos wieder den Berg hoch gekommen ???

Kann mir das jemand erklären?
Zieht der Hänger durch das Gewicht die Antriebsachse des LKW stärker auf den Boden,
oder war das reiner Zufall,
weil ich vielleicht in den vorher festgefahrenen Spuren gefahren bin?

Grüße, E !

Moin,

je nach Winkel und Länge der Steigung könnte tatsächlich das Gewicht des Anhängers die Antriebsachse des Zugfahrzeugs mehr belastet haben.
Aber das ist natürlich alles graue Theorie. Auch die andere Möglichkeit wäre denkbar.

Gruss Jakob (der Dir weiterhin gutes Durchkommen bei dem Wetter wünscht)

In der Tat tut er das, vor allem wenn das Zugfahrzeug über einen „langen Überhang“ hinter der Triebachse verfügt…
Allerdings macht die veränderte Schwerpunktverteilung am Zugfahrzeug durch den Anhänger nur einen relativ geringen Unterschied aus, besser ist es, von vorneherein (im Winter, bzw. wenn mit „Schneefahrbahn“ zu rechnen ist) bei der Beladung (des Zugfahrzeuges) darauf zu achten (sofern möglich), daß sich die „Hauptlast“ (im Rahmen der zulässigen Achslast) direkt über, bzw. hinter der Antriebsachse befindet.
Der Anhänger hingegen sollte möglichst gleichmäßig beladen sein, um ein „Ausbrechen“ zu vermeiden.
Und schlimmstenfalls gibts ja auch Ketten, auch wenn das Zeitverzögerung und Mehrarbeit bedeutet…
Wobei sich in Deinem speziellen Fall etwa auch eine Veränderung der Schneetemperatur und -beschaffenheit oder einfach Glück und korrekte Fahrweise (niedere Motordrehzahl, kein „ruckartiges“ Gasgeben, etc.) zu Buche geschlagen haben könnte.
Naja, Schnee ist für Fahrer meistens lästig und gelegentlich auch „Scheiße“, aber irgendwie schaffen sie den Winter deshalb nicht ab…

komm gut heim
nicolai

Hallo,

In der Tat tut er das, vor allem wenn das Zugfahrzeug über einen „langen Überhang“ hinter der Triebachse verfügt…

Einfache Mechanik : Dafür - jedenfalls bei einem konventionellen Deichselanhänger - kommt es überhaupt nicht auf die Länge des Überhanges an. Vielmehr ist es das Verhältniss von Kupplungshöhe zu Achsabstand des ziehenden Fahrzeuges. Bei den üblichen Werten und gängiger Steigung ist die zusätzliche Belastung der Antriebsachse eher so gering gegenüber anderen möglichen Einflussgrößen (zB Haftung zwischen Reifen und Fahrbahn), als dass es den höheren Antriebskraft-Bedarf aus der höheren Anhängerlast kompensieren könnte.

Wobei sich in Deinem speziellen Fall etwa auch eine Veränderung der Schneetemperatur und -beschaffenheit oder einfach Glück und korrekte Fahrweise (niedere Motordrehzahl, kein „ruckartiges“ Gasgeben, etc.) zu Buche geschlagen haben könnte.

Zustimmung. So ist es.

Gruß
Karl