Ich möchte gerne in ein Trinkglas (0,35 L Longdrinkglas Bodenstärke 10mm) ein Loch einlassen. Am besten wäre ein Loch von ca. 30 mm Durchmesser. Und ich könnte schon mehrere von diesen Gläsern brauchen (mehr als 12, deswegen kann ich das finanziell nicht mehr beim Glaser machen lassen - 1 Loch 25 Euro…) Wie mache ich das am besten? Bohren? Geht dann ja nur einseitig, weil des Glas 12 cm hoch ist und man dann mit dem Bohrer von innen nicht mehr ran kommt. Oder geht auch schneiden? Es gibt ja so Kreisschneider mit denen man Löcher in Glasscheiben schneiden kann. Geht das auch bei nem Trinkglasboden (Durchmesser Boden: 6 cm Durchmesser Loch: 3 cm)??
Was ist am Besten und auf was ist jeweils zu achten?? Vielen Dank!!!
Hi,
es gibt entsprechende Diamantbohrkronen mit denen dürfte es machbar sein. Bei Ebay gibt es dies leider nur bis 24 mm. Aber die gibt es bestimmt auch größer.
z.B.:
http://cgi.ebay.de/Bohrkrone-Cedima-EasyCut-EC140-ga…
MFG
Klaus
Hallo,
komt natürlich auf die Glassorte an, bei den allermeisten Gläsern wird „peng“ machen.
Gruß
André
Hallo
Der Tipp mit der Bohrkrone ist sehr gut.
(ob die Bohrkronen von e-Bay gut sind kann ich aber nicht sagen)
Weitere Hinweise:
Standbohrmaschiene o.ä. benutzen
Glas nicht auf den Rand stellen, sondern
über einen Runden „Dorn“ stülpen dass das Glas
auf der innenseite des Bodens aufliegt.
Dann:
Viel umdrehungen!
Viel Kühl/Schmierwasser!!
Ganz viel vorsichtig!!!
Die Bohrkrone bohrt nicht, sie schleift!
Und zwar ganz langsam.
Das ganze darf nicht trockenlaufen!!!
Wenn das passiert wird es sehr heiß, dadurch dehnt sich das Glas aus
und durch die thermischen Spannungen reißt das Glas ein.
Wenn es aber kalt bearbeitet wird ist die Glassorte ziemlich egal.
Viel spaß beim Bohren
Uwe
Hallo,
vor Jahren habe ich mal zusehen duerfen wie ein Lehrmeister ein Loch in Glas bohrte:
Er nahm als Bohrer ein Rundmessing im gewuenschten Durchmesser, dann eine Saeulenbohrmaschine, und spannte das Glas am Bohrtisch fest, so dass es nicht verrutschen konnte. In dem Fall einfacher, da Flachglas. Dann hatte er einen Brei aus Wasser, Oel, und viel feinem Quarzsand. Mit dem Pinsel wurde staendig dieser Sandbrei zwischen Messung und Glas aufgetragen und mit dem drehenden Messingstab angedrueckt. Der Quarzsand schliff das Loch ins Glas. Die Schleifwirkung am Messing war staerker als am Glas. Die Drehzahl war nicht hoch, der Vorschub fast Null. Nach zig Minuten war das Loch im ersten Versuch fertig. Besondere Vorsicht liess er gegen Ende erkennen, damit der duenne Rest von Glas nicht herausgebrochen, sondern geschliffen wurde.
Gruss Helmut