Locker werden im Hirn

Hallo,

manchmal ist es so, da sitze ich fast ne Stunde da um auf einen Artikel zu antworten. Das Denken und Formulieren und ggf. Umformulieren und ggf. Verbessern…

Dann schicke ich meinen Artikel ab und muss feststellen, dass inzwischen jemand anderes genau das gleiche geantwortet hat! Und zwar, während ich einen halben Roman geschrieben habe, in ein oder zwei knackigen Sätzen, die mein Gelaber klar und knackig auf den Punkt bringen!! :frowning:
Und da frage ich mich, wieso gelingt mir das nicht?

War ja lange Zeit in meinem Leben gut und schön und wichtig, dass ich alles analysiert habe,
aber jetzt, wo es mir gelingt, nicht mehr in der Vergangenheit sondern in der Gegenwart zu leben, möchte ich auch endlich mal frei im Kopf sein, einfach mal locker sein.

In meinem Verhalten gelingt mir das langsam aber zunehmend mehr, mich frei zu verhalten, im Denken und im Schreiben bin ich noch stets (viel zu) sehr verkopft.

Freue mich über Analysen, Möglichkeiten, wie ich es schaffen kann, im Kopf lockerer zu werden, Erfahrungsberichte…

Grüße,
jeanne

Hi Jeanne,

wir teilen beide ein schweres Schicksal im schrif. Ausdrücken. Bei mir genau das gleiche Problem. Ich kann mit jemanden ein gutes Fachgespräch führen. Wenn ich aber in den letzten 2 Jahren eine Arbeit schreiben soll, dann ist das erstmal leserlich(gut das war es schon immer ^^) und ein Verständnisproblem der Fall.
Diese Sache mit dem Ausdrücken, ist einfach eine Macke, die oft aus einfach drauf los schreiben passiert und mit Zeit nehmen verhindert werden kann.
Nun weiss ich leider auch, das man Zeit nicht immer hat, z.B. in Klausuren.

mfg,

Hanzo

Hi Jeanne,

Freue mich über Analysen, Möglichkeiten, wie ich es schaffen
kann, im Kopf lockerer zu werden, Erfahrungsberichte…

„Erfahrungsberichte“ kann ich Dir nicht liefern, denn ich muss eher aufpassen, dass ich nicht alles, was da vom Kopf und sonstwoher in die Tastatur fließt, völlig ungefiltert „abliefere“.

Was aber hilfreich sein könnte: Nehme dir jeden Tag ein kleines Thema vor. Z.B.: Meine blöde Nachbarin, das zu früh reife Getreide, die Flut der Kochshows im Fernsehen u.v.a. mehr. Also Themen, wo Du nicht gezwungen bist, „intellektuell“ und „fachlich korrekt“ rüberzukommen, sondern wo Du einfach frei von der Leber weg assoziierst und beschreibst. Mach Dich damit locker und Du wirst sehen, das überträgt sich nach und nach auch auf die „wichtigen“ Themen, über die Du schreiben möchtest.

Gruß,

Anja

Hallo,

manchmal ist es so, da sitze ich fast ne Stunde da um auf
einen Artikel zu antworten. Das Denken und Formulieren und
ggf. Umformulieren und ggf. Verbessern…

Tztztz, nicht gerade beneidenswert.

Oder doch? Bin schließlich auch so einer :smile:, manchmal.

Dann schicke ich meinen Artikel ab und muss feststellen, dass
inzwischen jemand anderes genau das gleiche geantwortet hat!
Und zwar, während ich einen halben Roman geschrieben habe, in
ein oder zwei knackigen Sätzen, die mein Gelaber klar und
knackig auf den Punkt bringen!! :frowning:

Bist du sicher? Oder kommt es dir nur so vor, weil es möglicherweise für dich „besser formuliert“ klingt? Deine Tendenz, aber letztendlich doch nicht so ganz deine Gedanken?

Kurz und knackig ist für mich eher ein „geschäftliches“ Unternehmen. Wenn ich etwas mitteilen möchte ohne Begründung, ohne Bedürfnis nach einer Begründung, als reine Feststellung nach dem Motto „so isses und so bleibts für mich“. Immer abhängig vom Thema und dem eigenen Wissen/Erfahrung um desselben, und es kommt bei dem einen oder anderen häufig nur „unhöflich“ an.

Ausführliche Beiträge haben den Nachteil, dass sehr viele einzelne Stellen heraus gepickt werden können und Angriffsfläche bieten. Ein beliebtes Instrument hier und anderweitig, welches ich gelegentlich auch sehr gerne benutze (nicht zum lächerlich machen oder ähnlichem, eher als Ansatzpunkt, die Basis und Vordergründigkeit eines Beitrages ins Wanken zu bringen).

In einem ausführlichen Beitrag stecken und entwickeln sich viele Gedanken, Hintergedanken, Ideen, Argumente des Schreibenden, obgleich anfangs meist nur ein erster Gedanke, ein erstes Gefühl vorhanden ist. Dann wird es schwieriger, den kurzen roten Faden zu Beginn zu behalten. Und sie haben daher den Nachteil der Nichtnachvollziehbarkeit für den Lesenden, wenn man sie nur einmal und oberflächlich liest.

Ausführliche Beiträge haben den Vorteil, dass sie dem Lesenden Einblick verschaffen, Einblick in die Gedankenwelt des anderen, in nicht so offensichtliche Zusammenhänge. Ich liebe sie (sofern sie einigermaßen gedankliche Absätze enthalten und zumindest versuchsweise den Grundregeln der Groß-/Kleinschreibung entsprechen).

Und da frage ich mich, wieso gelingt mir das nicht?

Weil du vermutlich überwiegend emotional denkst und schreibst. Und dir Mühe gibst, diese Emotionen in Worte zu fassen. Ein sehr schwieriges Unterfangen grundsätzlich.

Freue mich über Analysen, Möglichkeiten, wie ich es schaffen
kann, im Kopf lockerer zu werden, Erfahrungsberichte…

Da kann und würde ich, wenn ich wirklich könnte, keine Tipps geben. Schreib wie du bist. Es gibt nur ein Brett hier (Plauderei), in welchem man sich nicht bemühen braucht.

Grüße
Tommy
(der sich gerne kurz fasst und nur etwa 60min jetzt benötigt hat :smile:

PS:
„im Kopf lockerer zu werden“
Lass dich nicht von negativen oder fehlenden Reaktionen in einem Forum irritieren. Wenn du schreibst, was und wie du es denkst oder fühlst, dann ist es immer richtig (sofern du nicht aggressiv oder beleidigend wirst).

„mein Gelaber“: Lass dich nicht zu sehr beeindrucken von anderen. Lies in Ruhe, versuche dein Bestes, was du ja eh schon machst, und lerne immer wieder ein wenig dazu. Du kommst zwar nicht bei denen an, die dir „Angst machen“ mit ihren Antworten. Aber dennoch bei vielen anderen, und immer wieder mal bei dem Betreffenden, dem du geantwortet hast.

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