'Löschen'-Taste im männlichen Gehirn

Hallo,

Männer sind Genies, erobern den Weltraum etc., leisten Pionierleistungen auf allen Gebieten, sind maßgeblich in Politik und Wissenschaft usw. usf.

JEDOCH:

Das Kurzzeitgedächtnis ist dem der Frau unterlegen.

Wie kann ich als Mann mein Hirn trainieren?

Danke f. Tipps!

PS: Z.B. verspreche ich oft etwas, was ich WIRKLICH erledigen will, aber die „Löschen“-Taste in meinem Hirn lässt es mich nach einiger Zeit wieder vergessen. Erst bei einer Erinnerung fällt mir wieder ein „achso, ja…“.

Dagegen vergisst meine Freundin absolut NICHTS!! Einmal kurz erwähnt, denkt sie Stunden später immer noch dran während ich SEHR OFT den doppelten Weg gehen muss, weil ich mal wieder etwas VERGESSEN habe.

Ich möchte also meinen „Arbeitsspeicher“ optimieren :0)

Dann fütter google doch einfach mal mit „Gehirnjogging“
oder „Gedächtnisübungen“ (-training) oder ähnlichem

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Männer sind Genies, erobern den Weltraum etc., leisten
Pionierleistungen auf allen Gebieten, sind maßgeblich in
Politik und Wissenschaft usw. usf.

JEDOCH:

Das Kurzzeitgedächtnis ist dem der Frau unterlegen.

Du verwechselst da was:
DEIN Kurzzeitgedächtnis ist (wenn wir dir glauben) dem
DEINER Frau unterlegen.
Die Genies, die den WEltraum erobern, etc. das sind andere.

Gruß
Elke

Hallo timekiller,

du kannst nur etwas löschen, wenn du etwas abgespeichert hast. Ich vermute aber, dass du entweder das Speichern vergißt oder die Daten unvollständig irgendwo versteckt auf deiner „Festplatte“ ablegst.
Man merkt sich das, was einen beeindruckt. So könntest du in deiner Phantasie zu jeder Sache, die du dir merken willst einen Namen/Titel oder ein Bild merken, möglichst etwas, was dir Spaß macht. z.B. Getränke holen = Oktoberfest - Maßkrug mit schäumendem Bier, oder Mantel von der Reinigung abholen = Herbstspaziergang - hoch geschlagener Kragen… Der Einsatz von Sinnesorganen und Gefühlen verhelfen zur verbesserten Merkfähigkeit.
Manchmal ist das Gehirn mit der Verarbeitung von Infos überfordert (dich beschäftigt nachhaltig ein Gespräch, gleichzeitig siehst du etwas, was du schon lange erledigen wolltest, und deine Freundin bittet dich um einen Gefallen), dann nimm dir Zeit, zur Not mithilfe eines Notizzettels.
Sich Zeit nehmen ist sowieso eine ganz gute Sache, wenn man etwas erlernen will. Wenn du dich mit der Verbesserung deiner Merkfähigkeit bewußt beschäftigst, wirst du immer routinierter und brauchst immer weniger Hilfsmittel (Wörter, Gefühle, Zettel). Aber paß auf, dass du dabei nicht zu einer Frau mutierst :wink:

grüße
ricarda *glaubt nicht an geschlechtsspezifische Unfähigkeiten*

Hi!

Mache dir die Sachen, die du dir kurzfristig merken willst BEWUSST.
Beispiel: du wirst einer dir unbekannten Person vorgestellt. Diese Person sagt ihren Namen, du antwortest: „Guten Tag, mein Name ist xy“
Das ist falsch!
Denn der Name der Person wird nach wenigen Sekunden aus deinem Gedächtnis gelöscht sein. Besser wäre es so: Nennt die Person ihren Namen, wiederhole den Namen - und zwar direkt! Entweder nur im Geiste, oder laut: „Guten Tag, Herr xy, mein Name ist…“

Analog verhält es sich mit anderen Dingen, die du dir merken willst. Mache sie dir im Geiste bewußt, z.b. in dem du sie wiederholst oder sie dir vorstellst: z.b sollst du vom Einkaufen etwas bestimmtes mitbringen, dann stelle dir vor, wie du vor diesem Regal stehst und dieses Produkt in den Einkaufswagen legst.

Wenn dich deine Freundin z.b. um etwas bittet, kannst du auch zum bewußt-machen gezielte Nachfragen zu dem Thema stellen - auch das hilft beim merken.

Gruß,
Sharon

hi timekiller,

ich kenne genies. und die haben alle ein gutes kurzzeitgedaechtnis. und ein gutes langzeitgedaechtnis. es sind halt eben genies.

zu deinem problem: es gibt tonnenweise uebungsmaterial fuer 08/15-buerger. vielleicht schimmert bei dir ja doch noch etwas vom genie durch und du kannst eine einfache buecherrecherche durchfuehren…

gruessli
coco

ps: ich habe weder ein gutes langzeit- noch ein gutes kurzzeitgedaechtnis. hat ueberigens auch vorteile: man kann immer wieder ueber die wunder dieser welt neu staunen :wink:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Nachdem ich natürlich erst einmal Elkes Artikel zustimmen möchte, glaube ich aber auch, dass hier eine Begriffsverwirrung vorliegt?

Kurzzeitgedächtnis vs. Arbeitsgedächtnis

In der Psychologie gibt es Gedächtnismodelle, welche auch eine funktionelle Instanz mit dem Namen Kurzzeitgedächtnis (KZG) includieren (vgl. Atkinson & Schiffrin, 1968).

Dieses Modell ist zwischenzeitlich erweitert worden, so dass der Begriff des KZG nicht mehr verwendet wird. Man spricht statt dessen von einem Arbeitsgedächtnis (vgl. Baddeley, 1974, 2002, 2003), da nach verschiedenen Performanzen unterschieden wird.

Dabei ist die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses stark begrenzt: es werden lediglich ca. 5 bis 9 „Chunks“ zur Zeit memoriert. Wird der Gedächtnisinhalt im Arbeitsgedächtnis nicht aufrecht er halten, muss die Information also entweder im Langzeitgedächtnis (LZG) biochemisch gespeichert worden sein, oder der Inhalt wird vergessen.

Geschlechtsunterschied

Ein signifikanter Geschlechtsunterschied bei der funktionellen Instanz des Arbeitsgedächtnisses in bezug auf die Kapazität ist mir bis jetzt noch nicht begegnet. Vielleicht kannst Du näher ausführen, woher Du auf einen Unterschied schliesst. Eventuell meinst Du die Steuerung der Aufmerksamkeit - welche eine Vorstufe zu Gedächtnis darstellt. Oder aber es geht um den Zusammenhang der Verknüpfungen zwischen den einzelnen Instanzen des Arbeitsgedächtnisses?

Gedächtnistraining

Zum Thema Gedächtnistraining gibt es sehr viel auch Populärliteratur.Generell steigert natürlich intensives Lernen (also z.B. auch VHS-Kurse in Sprache oder relevante Lerninhalte), sowie auch Jogging die Plastizität des Gedächtnisses.

Motivation

Mal fernab der wissenschaftlichen Seite mal das was ich glaube: Bei allem, was man tut, sollte die richtige Motivation im Spiel sein. Persönlich halte ich die Motivation, „besser als jemand anders sein zu wollen“ für sehr fraglich. Es ist zweifelhaft, ob Dein Gedächtnis im Focus Deiner Selbstentwicklung primär stehen sollte.

Ich würde erst einmal dieses - aus meiner Sicht - Defizit ausgleichen zu versuchen („Den Drang besser sein zu wollen“). Wann immer man etwas an sich verändern möchte, sollte die primäre Motivation sein, dass man mit etwas selbst & für sich unzufrieden ist. Der Vergleich mit anderen ist gerade dann müßig, wenn man bei der Selbstinspektion feststellt, dass man mit sich & für sich gut leben kann.

Lieben Gruß
Patrick

Das hat nix mit Männlein oder Weiblein zu tun. Ich (Frau) bin auch manchmal sehr zerstreut, und mein Mann ist der Schlaubi-Schlumpf, der „nie was vergisst“. Bei mir liegt die Zerstreutheit oft an der Wertigkeit der Tätigkeit. Mache ich etwas halbherzig, vergesse ich garantiert etwas dabei. Ich muss mir die Wertigkeit bewusst machen, dann vergesse ich nichts. Was auch hilft: Tätigkeiten im Geist durchgehen, bevor man sie startet. (Wie Rennfahrer oder Skiläufer, die die Piste durchdenken)
Wenn das nicht funzt: Willkommen im Club der Zerstreuten. Nicht jede Vergesslichkeit ist Alzheimer :smile:

Moin!

PS: Z.B. verspreche ich oft etwas, was ich WIRKLICH erledigen
will, aber die „Löschen“-Taste in meinem Hirn lässt es mich
nach einiger Zeit wieder vergessen. Erst bei einer Erinnerung
fällt mir wieder ein „achso, ja…“.

Ganz einfach: Versprich halt nichts!
Was man nicht verspricht, kann man auch nicht brechen!

Ansonsten viel Erfolg beim Hirnjogging!
Sebastian