Mit Entscheidungen tue ich mir schwer. Besonders wenn es mich, andere Menschen oder Tiere betrifft. Samstag hatte ich mich also entschieden und es in die Wege geleitet. Es ist keine Frage, ob sie richtig war oder nicht. Ich stehe zu meinen Entscheidungen! Doch die Gefühle danach waren hart: Ich fühlte mich unglaublich traurig. Nicht geweinte Tränen wollten geweint werden. Danach fühlte ich mich irgendwie erleichtert.
Das hatte ich nicht erwartet, daß ich so heftig reagiere! So heftig hatte ich noch nie erlebt. Ich lerne, wie man Entscheidungen trifft, doch niemand bereitet mich auf die Gefühle vor, die es auslöst.
Hei,
eine Entscheidung wäre keine, wenn man nicht damit rechnen müsste, dass es einem im Nachhinein eventuell schlecht(er) geht. Vorher weiß man nie, ob es richtig ist oder nicht - und selbst wenn man später weiß, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, bedeutet das nicht, dass man dadurch nicht trotzdem einen Verlust (in welcher Weise auch immer) erlitten hat.
Du kannst weinen, das ist einiges wert, so kommen die negativen Gefühle raus. Und ich denke, dass es auch ein wenig hilft, wenn man feststellt, dass man das Richtige getan hat.
Grüßlis
Natascha
Entscheidungen
Hallo Sylvia,
Ich lerne, wie man Entscheidungen trifft, doch niemand bereitet mich auf die Gefühle
vor, die es auslöst.
Kontrolle über das eigene Leben zu gewinnen ist keineswegs leicht und manchmal ist es sogar äußerst schmerzvoll. Aber das Leben stellt - wie Du selbst sagst - „keine unlösbaren Aufgaben sondern nur Aufgaben, die ich bewältigen und daran reifen kann.“
Entscheidungen zu treffen heißt, sich nicht von unbekannten Kräften herumstoßen zu lassen, sondern einzugreifen und den Dingen eine gewollte Richtung zu geben. Das bringt nicht notwendigerweise angenehme Gefühle mit sich.
Triff Deine Entscheidungen, mach Deine Erfahrungen. Jede einzelne bereitet vor, verfeinert die Wahrnehmung und lässt Dich besser verstehen, was Du tust und spüren, ob es stimmt.
Gruß
Birgit
„Unsäglich Schweres wird von mir verlangt. Aber die Mächte, die mich so verpflichten, sind auch bereit, mich langsam aufzurichten.“
Rainer Maria Rilke