ein paar Fragen zur Lösichkeit, die mich beschäftigen:
Nimmt die Lösligkeit eines Stoffes ab, wenn im Lösungsmittel schon ein anderer Stoff gelöst ist? In Wasser sind zB 1,5 mg Helium/l gelöst. Kann man jetzt immer noch die maximalen 1,6 mg Wasserstoff lösen?
Wenn man einen oben offenen, mit Wasser gefüllten Behälter in eine CO2-Atmosphäre stellt, dann löst sich das CO2 im Wasser. Bis zum Erreichen der Sättigung müsste doch am Boden des Gefäßes immer CO2-haltigeres Wasser sein, da C02-haltiges Wasser schwerer ist als normales. Findet tatsächlich so eine Sättigungs-Konvektion statt?
Bei Wikipedie steht, dass Ethan „nur schlecht in Wasser löslich [ist]: 47 g/l bei 20 °C.“ Ich finde das allerfings recht hoch, bei Wasserstoff sind es zB ur 0,0016 g und bei Sauerstoff auch irgendwas unter 1. Oder ist es tatsächlich gering? Vllt ist auch der Wert falsch…
ein paar Fragen zur Lösichkeit, die mich beschäftigen:
Nimmt die Lösligkeit eines Stoffes ab, wenn im Lösungsmittel
schon ein anderer Stoff gelöst ist?
Bei Ionen ist es umgekehrt. Da steigt die Löslichkeit eines Salzes durch fremdionige Zusätze, weil dadurch die Ionenstärke der Lösung steigt.
In Wasser sind zB 1,5 mg
Helium/l gelöst. Kann man jetzt immer noch die maximalen 1,6
mg Wasserstoff lösen?
Das kann ich Dir allerdings nicht beantworten.
Wenn man einen oben offenen, mit Wasser gefüllten Behälter in
eine CO2-Atmosphäre stellt, dann löst sich das CO2 im Wasser.
Bis zum Erreichen der Sättigung müsste doch am Boden des
Gefäßes immer CO2-haltigeres Wasser sein, da C02-haltiges
Wasser schwerer ist als normales. Findet tatsächlich so eine
Sättigungs-Konvektion statt?
Das halte ich für unwahrscheinlich. Ich würde erwarten, dass die Diffusion dominiert und die führt zu einem Konzentrationsausgleich.
Bei Wikipedie steht, dass Ethan „nur schlecht in Wasser
löslich [ist]: 47 g/l bei 20 °C.“ Ich finde das allerfings
recht hoch, bei Wasserstoff sind es zB ur 0,0016 g und bei
Sauerstoff auch irgendwas unter 1. Oder ist es tatsächlich
gering? Vllt ist auch der Wert falsch…
Ja, der Wert ist falsch. Er liegt drei Größenordnungen zu hoch. Ich habe für 20°C einen Wert von 64 mg/l gefunden.
Mir ist noch was eingefallen.
Man findet dazu überhaupt NICHTS.
Wie verändert sich die Dichte des Wassers, wenn ich darin irgendwas löse?
Die Masse kann man leicht bestimmen, aber das Volumen nicht, da beide Volumen nicht einfach addiert werden.
Mir ist noch was eingefallen.
Man findet dazu überhaupt NICHTS.
Wie verändert sich die Dichte des Wassers, wenn ich darin
irgendwas löse?
Dass man dazu überhaupt nichts findet, ist übertrieben. Ich habe hier ein Tabellenwerk („Tabellenbuch Chemie“ VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustie, Leipzig 1985) in dem zumindest die Dichten für einige wäßrige Lösungen in abhängigkeit von der Konzentration gegeben sind. Aber es stimmt, dass solche Werte oder gar die partiellen molaren Volumina nicht leicht zu finden sind. Ich wüßte jetzt auf Anhieb auch nicht, wo ich danach suchen müsste. Außerdem muss man damit rechnen, dass solche Daten nicht ganz billig sind.
Man findet dazu überhaupt NICHTS.
Wie verändert sich die Dichte des Wassers, wenn ich darin
irgendwas löse?
Im Netz vielleicht nicht, ich hab jetzt aber nicht gesucht. Im echten Leben gibt es aber eine Unzahl von Tabellenwerken, die solche Dichtetabellen enthalten.
Kostenlos sind z.B. die ‚Labortabellen‘ der Firma Merck
Hallo, Paul,
Darf ich mal noch eine Frage dazu anschließen?
Wodurch wird denn einglich überhaupt die Löslichkeit begrenzt?
Denn ein einzelnes Molekül, das sich ‚entscheiden‘ soll, obs nu in Lösung geht oder nicht, kann doch nur dadurch vom sich-lösen abgebracht werden, dass es auf irgendeinem Wege mit zu vielen gelösten Teilchen der selben Sorte ‚in Verbindung steht‘ (in dem Sinne, dass sie sich gegenseitig beeinflussen), oder? Das hieße ja also z.B., dass genau dann sich nichts mehr löst, wenn „alle“ Lösungsmittelmoleküle schon mit dem Solvatisieren der gelösten Teilchen ‚bescheftigt‘ sind.
So kanns aber ja nich wirklich sain, da sich ja sonst nicht noch ein anderer Stoff (also jenfalls im Falle von Salzen, wie unten jemand schrieb) lösen könnte, und schon garnicht sogar noch mehr vom anderen Salz!
Wobei mich die Erklärung, dass die Löslichkeit des anneren Salzes durch die schon vorhandenen Ionen noch steigt, weil die Lösung polarer wird, verwirren tut: Wenn nur eine Salzsorte gelöst ist, dann müsste doch auch (beim langsamen nach-und-nach-Zugeben) die Aufnahmebereitschaft für NOCH mehr Ionen immer größer werden, weil die Lösung immer polarer wird? Eventuell bis sie fast ein nasser Kristall ist? Bei Honig gehts ja!
Es müsste also eventuell ein simples Glaichgewicht sein, das zwischen (evtl. eben schon vorhandenem Kristall) und Ionen in der Lösung besteht; umso mehr Ionen an die Kristalloberfläche stoßen, umso mehr lagern sich auch an, während sich weniger ablösen, wenn weniger Lösungsmittel drankommt. [Und wieder: Bei zweitem gelösten Salz ist die Dranstoßwahrscheinlichkeit doch genauso hoch?]
DANN ist es mir allerdings unlogisch, dass sich manche sehr schwerlöslichen Salze so furchtbar schwer lösen können… Gut, wenn die Gitterenergie so groß ist, braucht es eben eine Weile (und notfalls eben Wärmeenergie von außen), bis ein paar Ionen in Lösung sind, aber das wäre dann ja immernoch nur ein kinetisches Problem, es macht doch einglich keinen Unterschied mehr, ob sich nun ein oder zwei Ionen in 1Mia Lösemittelmoleküle befinden?
Kann man Löslichkaiten berechnen? Und aus was? Würde die Gitterenergie und die Solvatationsenergie (und die Temperatur eben noch) dafür ausreichen?
Liebe Grüße, moinmoin, Giogio