Mineralien wie Bergkristall werden manchmal gebildet, weil sich das Ursprungsmineral (hier Si2) in Wasser (oder überkritischem Wasser?!) gelöst hat und wieder auskristallisierte.
Wie heißt dieser Vorgang.
Unter welchen Bedingungen löst sich Si2 in Wasser oder überkritischem Wasser?
Mineralien wie Bergkristall werden manchmal gebildet, weil
sich das Ursprungsmineral (hier Si2) in Wasser
(oder überkritischem Wasser?!) gelöst hat und wieder
auskristallisierte.
Wie heißt dieser Vorgang.
Unter welchen Bedingungen löst sich Si2 in Wasser
oder überkritischem Wasser?
Lieber Gandalf,
bist Du sicher, daß sich Si2 in Wasser löst ?
Meines bescheidenen Wissens nach (ich bin KEIN Geologe) löst sich das SiO2 unter druck und Hitze in Wasser zum Hydrat, formal Sliziumhydroxid oder in alkalischen Wässern zu Silikaten (Natrium- oder Kaliumsilikat, Ca- und Mg-silikate sind unlöslich) und fallen um pH 7 und höher wieder aus. Wieder unter Druck und Temperatur bilden sich dann die Kristalle aus dem amorphen Präzipitat.
ja, bin ich. Immerhin hab ich jetzt doch den Namen gefunden, die der Vorgang heißt:
Hydrothermalsynthese. So nennen das wenigstens die Chemiker das, ob die Geologen das auch so nennen, hab ich bisher nicht herausbekommen.
Wieder unter Druck und Temperatur bilden sich dann die
Kristalle aus dem amorphen Präzipitat.
Alles Amethystdrusen sind so entstanden. Weiterhin kann man große Einkristalle(!) auf diese Art herstellen, es wird kommerziell auch durchgeführt. Allerdings hab ich im ganzen Netz bisher keine exakten Bedingungen gefunden.
in deinem Ursprungsposting war zweimal von Si2 die rede, das hat mich so irritiert.
Daher habe ich auch mehr auf hydrothermale Lösung abgestellt, die es aber m.E. nur für Siliziumdioxid und nicht für Silizium gibt, zumal letzteres in der Natur eh´ extrem selten sein dürfte.
Gruß
Bernd
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Mineralien wie Bergkristall werden manchmal gebildet, weil
sich das Ursprungsmineral (hier Si2) in Wasser
(oder überkritischem Wasser?!) gelöst hat und wieder
auskristallisierte
Nicht nur manchmal *g* das ist ein ziemlich häufiger Prozess
SiO2 liegt in wässriger Lösung üblicherweise als Kieselsäure vor, also H4SiO4 oder ähnliche Spezies. Der Lösungsprozess wird durch ansäuern stark gefördert. Je saurer die Lösung, desto besser die Löslichkeit von SiO2
Ach eine erhöhte Temperatur wirkt sich recht günstig auf die Löslichkeit aus. das genaue Ausmaß der Löslichkeit abhängig von Temperatur, ph-Werten und anderen gelösten salzen und Gasen ist immer noch ein weites forschungsfeld, wo ziemlich viel experimentell gemacht werden muss.
Zum Thema Löslichkeit-Siliciumdioxid noch eine Ergänzung: in tropischen Böden (Regenwald) wird aufgrund der hohen Temperatur das S. fast vollständig ausgewaschen, so dass im wesentlichen nur Eisen- und Aluminiumoxid zurückbleiben (das gibt den Böden die tonige und rote Beschaffenheit). Ich nehme an, dass der niedere pH dieser Böden noch mit dazu beiträgt. Dieser Prozeß läuft in gemäßigten Zonen nicht ab (jedenfalls nicht quantitativ)!- So viel kann ich noch erinnern aus meinem Nebenfach Bodenkunde.
Grüße, Michael
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