Hallo,
ich habe mal eine Frage: Wenn ich Bariumsulfat (BaS04) in Wasser lösen will, überschreite ich schnell das Löslichkeitsprodukt und es bildet sich ein Niederschlag von Bariumsulfat am Boden des Glases.
In Lösung befinden sich dementsprechend noch Sulfat-Anionen und Barium-Kationen.
Wenn ich nun HCl hinzugebe müsste ich doch damit das SO4(2-) protonieren können und über das MWG könnte ich mir doch dann durch die Gleichgewichtsverschiebung herleiten, das sich bei geügendem Zusatz von HCl der Niederschlag bzw. Bodensatz wiederauflöst!
Mein Chemie-Lexikon sagt aber das passiert nicht, warum?!???
Vielen Dank für Eure Hilfe!!
MfG
Lukas.
Hallo,
wie stellst du dir das denn vor:
Wenn ich nun HCl hinzugebe müsste ich doch damit das SO4(2-)
protonieren können und über das MWG könnte ich mir doch dann
Sieh dir einmal den Begriff Protonierung bei Wikipedia an und was man darunter versteht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Protonierung
MfG
watergolf
Wenn ich nun HCl hinzugebe müsste ich doch damit das SO4(2-)
protonieren können und über das MWG könnte ich mir doch dann
durch die Gleichgewichtsverschiebung herleiten, das sich bei
geügendem Zusatz von HCl der Niederschlag bzw. Bodensatz
wiederauflöst!
Du meinst vermutlich, dass Du durch die Erhöhung der Hydroniumionen-Konzentration das Dissoziationsgleichgewicht vom Sulfation zum Hydrogensulfation oder gar zur Schwefelsäure verschiebst und damit die Sulfationenkonzentration verringerst. Das passiert zwar auch, aber in völlig vernachlässigbarem Ausmaß. Die Schwefelsäure ist so stark, dass sie praktisch vollständig dissoziiert vorliegt.
Wenn sich bei dieser Aktion ein (ziemlich kleiner) Teil des Niederschlages auflöst, dann liegt das lediglich an der Verringerung der Ionenstärken durch den Zusatz der Chloridionen.