Ich habe vor kurzem bei Conrad Elektronik ein bleifreies Lötzinn bestellt (Best. Nr. 588401 - 62).
Laut der Beschreibung im Internet hat es die Legierung
Sn95,5Ag3,8Cu0,7.
Als ich das Paket ausgepackt habe, merkte ich das auf der Lötzinnspule eine andere Legierung steht:
Sn95Ag4Cu1.
Ich habe auch schon eine Mail an Conrad geschickt. Als Antwort habe ich das hier bekommen:
Guten Tag, Herr Piesch,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Da sich der Fehler nicht ohne weiteres klären lässt, bitten wir
Sie, den Artikel „unfrei“ an unsere Kundendienstabteilung zu senden
Mein Vater meint, das auf Lötzinnspulen die Prozentangaben aufgerundet werden.
Stimmt das, wenn nein werde ich das Lötzinn umtauschen.
weil ich ein Lötzinn mit genau den Angaben als Probe hatte.
Dieses war gut, deshalb wollte ich das gleiche Nachkaufen.
Was spricht dagegen, den Test zu wiederholen? Der höhere Kupferanteil sollte zu guter Haftung auf den Leiterbahnen führen. Ich weiß aber natürlich nicht, ob es Dir darauf überhaupt ankommt.
Anyway, es ist natürlich eine rechtliche Frage und wäre im Brett ‚allgemeine Rechtsfragen‘ vermutlich besser aufgehoben, aber: wenn das, was Du bekommen hast, nicht das ist, was Du bestellt hast, kannst Du es zurückschicken.
Ein Kennzeichnungsgesetz für Lötzinn ist mir jedenfalls nicht bekannt. Aber vielleicht weiß ja jemand anders hier mehr darüber. Von wegen ROHS etc.
Gruß
loderunner (ianal)
dein wunschzinn ist imho ein eutektisches lot, und würde bei ca 217° C vom festen direkt in den flüssigen zustand übergehen.
das geschickte lot ist nicht eutektisch, und schmilzt bei ca 221° C mit einem kleinem temperaturbereich in dem das lot einen breiigen zustand annimmt, bvor es in den flüssigen übergeht.
kurz gesagt: kein rundungsfehler (conni hat beide lotsorten im programm)
wenn es für kleine private Bastelei ist, verstehe ich sowieso nicht,
warum du dir das bleifreie Lot antun willst.
Auf Grund der wesentlich höhere Schmelztemp. und der schlechteren
Löteigenschaften ist für Handlötung immer noch das herkömmliche
LSn60 am besten zu verwenden, http://www.conrad.de/ce/de/product/812820/
zumal du wahrscheinlich für das bleifreie Löt auch kein
geeignetes Flussmittel haben wirst, oder?
Gruß Uwi
Bleifrei betreffen den Privaten Bastler nicht:Niemand kann ihm verbieten,weiter konventionelles bleihaltiges Lötzinn zu verwenden,solange er seine Geräte nur für den Eigenbedarf fertigt u.nicht verkauft.Und dies ist unter Umständen durchaus sinnvoll,da die Brobleme beim Handlöten mit der bisherigen Zinnlegierung deutlich geringer wird.Viele Amateurelektroniker haben ohnehin noch Vorräte für die nechsten 20 Jahre im Keller liegen,und sie kaum noch Zeit fürs Hobby finden. Achtung Alt und Neu verträgt sich nicht,unkontrollierte Materialmixe können zu kalten Lötstellen u.Kristallbildung führen. Ich habe 5 Verschiedene Neue Materialien ausbrobiert, am besten war Sn 96 Ag4 bestes Fließverhalten u.bester Durchstieg. Transitron