Logarithmische Richterskala

Hallo Wissende,

in der Zeitung „Die Welt“, die ich ab und an mal lese, gibt es regelmässige Kolummen über Mathematik und Physik, verständlich von Fachleuten erklärt. Das zum einen als Werbung, zum anderen habe ich zu der heutigen Kolumne eine Frage. Hier erstmal der Text :

http://www.welt.de/data/2004/12/29/380803.html?searc…

Meine Frage nun : Ist ein Beben mit der Stärke 9 wirklich 1000 mal so stark wie ein Beben der Stärke 7, oder ist das nur ein Druck/Schreibfehler ? Meinen bescheidenen mathematischen Kenntnissen entnehme ich, das 10 hoch 9 „nur“ 100x soviel ist wie 10 hoch 7. Oder bin ich da auf dem Holzweg ?

Fragende Grüsse

Hans-Jürgen
***

Hi,

im Artikel steckt IMHO kein Fehler. Die Amplitude nimmt um den faktor 10 zu, die Energie aber nicht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Richterskala
_Stärke; Energie in Joule
6 bis 6,9;(4…90)⋅10^15
8 bis 8,9;(4…90)⋅10^18

Ein Punkt mehr auf der Skala bedeutet einen etwa zehnfach höheren Ausschlag und die 32-fache Energiefreisetzung (logarithmischer Anstieg).
Der logarithmische Zusammenhang zwischen Energie und Magnitude lässt sich näherungsweise zusammenfassen mit
http://de.wikipedia.org/math/134d11bde1ba6c173e1576e…
wobei M die Magnitude und W die äquivalente (explosive) Energie in Tonnen TNT ist.

Aufgrund ihrer Definition ist die Richterskala nach oben theoretisch unbegrenzt, die physischen Eigenschaften der Erdkruste machen ein Auftreten von Erdbeben der Stärke 9,5 oder höher nahezu unmöglich, da das Gestein nicht genug Energie speichern kann und sich vor Erreichen dieser Stärke entlädt_

Grüße,
J~

Hi!
Ich denke, Du hast Recht. Ein Erdbeben, das sich in der Magnitude um eins von einem anderen unterscheidet, hat das 30fache an Energie freigesetzt. Ein Unterschied von zwei Magnitudeneinheiten entspricht also in etwa dem 100fachen an Energie.
Fein finde ich allerdings, daß hier mal jemand erkannt hat, daß die nach oben offene Richterskala nur rein theoretisch nach oben offen ist…
Grüßle
Kari

Hallo,

Ich denke, Du hast Recht. Ein Erdbeben, das sich in der
Magnitude um eins von einem anderen unterscheidet, hat das
30fache an Energie freigesetzt.

Soweit richtig, das 32fache um genauer zu sein.

Ein Unterschied von zwei
Magnitudeneinheiten entspricht also in etwa dem 100fachen an
Energie.

Aber das ist falsch. Bei 2 Magnituden Unterschied ist die Stärke natürlich 32 * 32 mal so stark. Und 32 * 32 = 1024. Also etwa 1000fach so stark und nicht 100fach.

mfg
deconstruct

*schäm* Ich leiste Abbitte. Natürlich ist 30*30 900 und nicht 90. Ich bin ein Schlumpf … Kann ich als Entschuldigung anbringen, daß ich damals in der Schule auch immer dachte, daß 4*8 24 ist??? Inzwischen weiß ich das zwar besser - aber so richtig scheint es immernoch nicht zu klappen mit dem Rechnen.
Das ist mir jetzt peinlich…
Danke und *weiterschäm*
Kari

Hallo,

Kann ich als Entschuldigung
anbringen, daß ich damals in der Schule auch immer dachte, daß
4*8 24 ist???

Klar :wink: Außerdem passiert mir das auch sehr oft, dass ich bei einfachsten Rechnungen irgendwie auf ein falsches Ergebnis komme, bedingt durch einen wirklich offensichtlichen Fehler, der mir aber in dem Moment gar nicht auffällt. Geistige Umnachtung ist das bei mir dann irgendwie…

mfg
deconstruct