Logikfehler bei 'Mission to Mars'

Hallo

Bei „Mission to Mars“ gibt es doch einen ziemlich fiesen Logikfehler, als die vier Helden von ihrer defekten Maschine in die sich im Umlauf befindenden Kapsel übersetzen.
Da wird einer der Insassen (Tim Robbins) ins All herausgetrieben und seine Frau will ihn retten.
Die verbraucht 50% Ihrer Energie um noch genug für den Rückweg zu haben. Den Rest will sie mit dem Greifhaken überbrücken. Doch der ist wenige Meter zu kurz.
Warum ist sie nicht von vornherein auf ca. 60-70% weitergeflogen, hat ihren Mann gerettet und wäre dann mit ihm um 30% zurückgeflogen und hätte sich dann einfach erneut mit dem Greifhaken an die Kapsel (auf der die anderen waren, die den Haken hätten fangen können) heranziehen können.

Außerdem wurde hier komplett die Schwerenlosigkeit außer Acht gelassen… So hätte sie theoretisch auch ihren Mann mit 80% oder mehr erreichen können „Stoppen“ und dann warten bis die Kapsel ankommt. Bzw. Hätte sie ja auch bei 50% nicht komplett stoppen müssen und sich ihm durch die Schwerelosigkeit weiter treiben können.

Ich finde das nimmt dem Film eigentlich die Dramatik, weil es total nach Unlogik schreit… Ausgebildete Astronauten sollten da eigentlich etwas geschickter agieren?

Gruß
Andreas

Hallo,

Ich finde das nimmt dem Film eigentlich die Dramatik, weil es
total nach Unlogik schreit… Ausgebildete Astronauten sollten
da eigentlich etwas geschickter agieren?

es gibt keinen einzigen Weltraum-Film, in dem es nicht einen fetten Logikfehler gäbe. Das fängt schon bei den lauten Explosionen an und hört bei dem Knopf für die manuelle Zündung an einer Atombombe noch lange nicht auf.

Gruß
Christian

Ja… Darüber „rege“ ich mich ja schon gar nicht mehr auf… :smile:

Der einzige Film, der das mal wirklich realistisch gemacht hatte war der Film „Moontrap“, wo auf Geräusche aller Art verzichtet wurde, wenn es im Weltraum spielte… geht auch… Aber es ist auch irgendwie „doof“, weil man dann denkt, die Lautsprecher sind kaputt :smiley:

Der einzige Film, der das mal wirklich realistisch gemacht
hatte war der Film „Moontrap“

Ich glaube bei „Moon“ war das auch so, oder nicht?

Dafür war der Logik-mäßig aber auch nicht 100%.

Gruß

Anwar

Hi,

Der einzige Film, der das mal wirklich realistisch gemacht
hatte war der Film „Moontrap“, wo auf Geräusche aller Art
verzichtet wurde, wenn es im Weltraum spielte… geht auch…

Und natürlich bei „2001 - Odyssee im Weltraum“.
Auch dort wurde auf Geräusche verzichtet. Sehr schön ist die Stelle, als die Geräusche wieder einsetzen, wenn die Luftschleuse gefüllt wird.

VG Berro

Hi,

bemerkst du jetzt die Ironie in deiner ganzen Fragestellung? Ist doof wenn man meint die Lautsprecher spinnen.
Letztendlich sind science-Fiction-Filme ohne logikfehler schlichtweg Mist.

Als ich die frage gelesen habe, dachte ich: Ok, wieder son Film-Technik-Nerd. Da wundert es aber doch, dass dir gerade diese Szene aufgestoßen ist… Dass die Raumstation zu Beginn aber mit dem üblichen Künstliche-Schwerkraft-Generator läuft ist völlig unproblematisch…

Hallo!!!

Es geht hier um einen Film, in dem ein paar Typen zum Mars fliegen, um ihren Kumpel aus einer marssiedlung zu retten und am Ende von einem Alien weggebeamt werden.

Es ist manchmal (unfreiwillig) lustig, wo manche das logikmesser ansetzen…

Lg Alex:smile:

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Der einzige Film, der das mal wirklich realistisch gemacht
hatte war der Film „Moontrap“, wo auf Geräusche aller Art
verzichtet wurde, wenn es im Weltraum spielte… geht auch…

Und natürlich bei „2001 - Odyssee im Weltraum“.
Auch dort wurde auf Geräusche verzichtet.

Bei Battlestar Galactica auch.

Davon abegesehen ist es gar nicht notwendig, Geräusche vollständig aus Weltraumszenen zu verbannen. Mit einem Audiomonitor, der Sensorinformationen akustisch wiedergibt, könnte ein Pilot im Cockpit tatsächlich andere Raumschiffe und dergleichen an sich vorbei rauschen hören. In Kampfflugzeugen gibt es sowas heute schon.

Hallo

Das ist richtig. Diese „Drehenden Schwerkraftssimulationen“ sind für mich auch der größte Quatsch. Wobei es mich noch mehr wundert, das diese auch auf offiziellen NASA Artworks zu finden sind… Aber Optisch machen die auch immer gut was her… Frage mich auch, ob es wohl was bringen würde, wenn sich die Leute erstmal „festhalten“ würden, das sie da eine „Zentrifugale Geschwindigkeit“ erreichen würden :smiley:

Aber mir ging das eigentlich auch weniger um solche, sondern einfach darum, das man hier doch ganz „logisch“ hätte verfahren können… Also wenn man versucht mit dem Enterhaken etwas zu erreichen, hätte man ja auf dem Rückweg auch etwas erreichen können…

Zudem ist mir noch aufgefallen, das sie ja nicht mal zurück hätten müssen. Das Problem war ja, das der Tim Robbinis „zu schnell“ war… Er hätte also einfach nur abgebremst werden müssen, dann wären beide von der Sonde eingeholt werden können…

naja…

Vielleicht wollte ich auch einfach nur ein bissl Smalltalk machen :smile:

Wußte ja nicht, das ich hier einige auf den Fuß damit trete :smiley:

Gruß
Andi

Ohne Logikfehler geht es nicht.
Hallo Anorak,

Ich finde das nimmt dem Film eigentlich die Dramatik, weil es
total nach Unlogik schreit… Ausgebildete Astronauten sollten
da eigentlich etwas geschickter agieren?

Das Problem ist, dass der normale Zuschauer keine Ahnung von der Bewegung in der Schwerelosigkeit hat, was auch bei dir der Fall ist.

Wenn sich der Mann mit einer Geschwindigkeit von z.B. 2 m/s (Meter pro Sekunde) entfernt muß seine Retterin auf eine höhere Geschwindigkeit beschleunigen, um ihn einzuholen, z.B. 3 m/s.
Wenn sie nun den Mann nach einer Weile einholt und sich an ihm festhält, enfernen sich beide weiterhin mit Geschwindigkeit von z.B. 2,5 m/s abhängig von den Massen von der Station. Jetzt bräuchte die Frau fast den doppelten Treibstoff, wie bei der Beschleunigung um beide Körper so abzubremsen, dass sie sich nicht mehr von der Station entfernen. Und nun bräuchte sie noch etwas Treibstoff, um beide Körper auf eine geringer Geschwindigkeit zurückzubeschleunigen, z.B. auf 0,3 m/s.

Im konkreten Fall würde das so aussehen.
Die Frau beschleunigt mit ca. 30 % des Treibstoffs. Sie stellt fest dass der Mann in entsprechender Entfernung immer noch schneller ist als sie. Sie sagt dann sinngemäß: „Leute ich muss zurückkehren, ich habe nur noch 69,6% Treibstoff.“

Das war aber immer noch die vereinfachte Variante. Da sich die Astranauten in einem Orbit befinden, unterliegen sie einer fortlaufenden Beschleunigung. Das bedeutet, dass je nach dem in welcher Richtung sie beschleunigen, dies mit mit zusätzlichen Steigen oder Sinken verbunden ist, was das treffen erschwert.

Würdest du das verstehen? Willst du so was im Film mit entsprechender physikalischer Erläuterung haben?

Gruß
Carlos