nachdem ich unter Windows 98 SE eine Logitech-Radmaus (Modell Pilot M-C48) an COM1 angeschlossen und die Software installiert hatte, lief sie einwandfrei. Doch nach circa einer Stunde blieb sie plötzlich stehen. Ich sah in der Systemsteuerung in den Logitech-Mauseinstellungen (Reiter „Geräte“) nach, und dort stand auf einmal nicht mehr „Wheel Mouse an der Schnittstelle COM1“, sondern „Zeigegerät an Unknown Port“. Im Gerätemanager ließ ich den Maustreiber aktualisieren. Es wurde der gleiche wie bisher ausgewählt, aber danach bewegte sich die Maus wieder und in den Mauseinstellungen wurde „Wheel Mouse an der Schnittstelle COM1“ angezeigt. Einige Zeit später passierte es erneut, daß die Maus hängenblieb, und diesmal half nur ein Neustart.
Die Logitech-Software deinstallierte ich und installierte sie neu, aber dieses Problem tritt immer wieder auf. Ebenso probierte ich COM2 aus, doch da passiert exakt dasselbe. Wenn ich hingegen den PS/2-Anschluß wähle, passiert das nicht, aber daran will ich sie nicht anschließen.
Warum bleibt irgendwann die Maus hängen und „Unknown Port“ wird angezeigt?
Wenn ich hingegen den PS/2-Anschluß wähle, passiert das nicht, aber
daran will ich sie nicht anschließen.
Aus welchem Grund willst Du die Maus nicht am PS/2-Anschluss betreiben?
Hat die Maus einen PS/2-Stecker und Du betreibst sie mit einem Adapter am COM-Port? Falls ja, wurde der Adapter mit der Maus mitgeliefert? Oder ist er separat gekauft worden?
Prinzipiell ist es so, dass am COM-Port ein Protokoll zum Einsatz kommt, das ursprünglich von Microsoft stammt. Am PS/2-Anschluss dagegen eines, welches auf dem Busmaster-Protokoll von IBM basiert. Damit eine Maus an beiden Anschlüssen funktioniert, muss sie von Haus aus für beide Anschlüsse vorgesehen sein und beide Protokolle beherrschen. Solche Mäuse wurden/werden mit Adapter geliefert. In der Regel funktioniert dann nur der gelieferte Adapter einwandfrei.
Eine PS/2-Maus mit einem anderweitig gekauften Adapter am COM-Port zu betreiben, funktioniert sehr oft nicht.
Ich möchte die Maus nicht am PS/2-Anschluß betreiben, um einen IRQ einzusparen.
Die Sache hat einen gewissen Hintergrund: Die PS/2-Maus hing an IRQ 12, die Netzkarte an 9. Sobald ich längere Zeit im Internet war und/oder etwas heruntergeladen habe, begann mein System zu stocken. Wurde dann beispielsweise eine Webseite mit vielen kleinen Grafiken aufgerufen, ließ sich die Maus kaum noch richtig bewegen, bis die Seite geladen worden war. Früher dachte ich, es läge nur an der Maus, bis ich bemerkte, daß das ganze System betroffen ist. Lade ich etwa über die Nacht hinweg etwas, stelle ich am Morgen fest, daß die Systemuhr um viele Minuten nachgeht.
Im Laufe der Zeit habe ich alles mögliche probiert, um dieses Problem abzuschaffen: neue Treiber installiert, Karten umgesteckt, das gesamte Betriebssystem neu aufgespielt. Aber nichts half.
Ich hörte davon, der IRQ 9 sei kritisch, und auf diesem liegt ja die Netzkarte. Deshalb probierte ich die Maus an den COM-Ports, woraufhin die Netzkarte den IRQ 5 erhielt und der IRQ 9 unbelegt blieb. So wollte ich nun ausprobieren, ob es womöglich an dem kritischen IRQ lag, daß mein System hing, und deshalb sollte die Maus nicht über PS/2 laufen. (Auch versuchte ich, den 9er IRQ zu sperren, aber das System mag es, seufz, gar nicht, wenn man manuell eingreift.)
Das Problem mit dem stockenden System hatte ich hier bei w-w-w sowie sehr ausführlich unter http://forum.biosflash.com/ftopic787.html beschrieben, aber bisher wußte niemand keine Lösung für offenbar „exotische“ Seltsamkeit.