Lohn einer Schauwerbegestalterin

Hallo!
Ich weiß nicht so ganz, ob hier richtig bin! Ich bin von Beruf
Schauwerbegestalterin und möchte mich jetzt selbständig machen. Mich
interessiert jetzt, ob jemand Kenntnisse über den durchschnittlichen
Stundenlohn einer SWG hat? Ich habe mit meiner Steuerberaterin 25
Euro ausgerechnet. Für ein paar Kunden ist es viel zu teuer, für
andere wiederum ok. Kann mir jemand sagen, ob ich da im Schnitt
liege?

Danke!

Hallo Kirsten,

Ich weiß nicht so ganz, ob hier richtig bin! Ich bin von Beruf
Schauwerbegestalterin und möchte mich jetzt selbständig
machen.

Bist Du Dir da auch sicher, dass Du nicht Probleme mit dem Meisterzwang der Handwerksordnung bekommst ? (Nicht dass ich diese Gesetze für gut heissen würde, ich verachte sie eher und halte sie für einen Fehler im System. Man kann aber erhebliche Probleme bei Missachtung der Gesetze bekommen - bis hin zur Betriebsschließung und 5-stelligen Strafen).

Mich
interessiert jetzt, ob jemand Kenntnisse über den
durchschnittlichen
Stundenlohn einer SWG hat? Ich habe mit meiner Steuerberaterin
25
Euro ausgerechnet.

Welche Basisannahmen liegen den 25€ zu Grunde ?

  • Mußt Du Materialien selbst beschaffen oder werden sie vom Auftraggeber gestellt ?
  • Mußt Du eine eigene Werkstatt haben oder kannst Du die Werkstatt des Kunden benutzen ?
  • Welche Auslastung erwartest Du ? Hast Du den Zeitbedarf für allgemeine Verwaltung / Beschaffung von Materialien usw. abgezogen ?
  • Hast Du die Kosten für ein Auto bereits eingerechnet ?
  • Hast Du Urlaub (= Zeiten ohne Umsatz) mit eingerechnet ?
  • Berechnest Du Fahrtzeiten extra oder ist das für die umsatzlose Zeit ?
  • Hast Du die Lohnnebenkostne eines Arbeitnehmers (Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Altersvorsorge) dazugerechnet (wenn nicht: Du solltest Dich mit einer Existenzgründung nicht von vorneherein schlechter stellen als ein Arbeitnehmer).

Zum erzielbaren Stundensatz:

  • Mit welchem Stundensatz hat Dein bisheriger Chef beim Kunden abgerechnet ?
  • Welchen Service kannst Du dem Kunden bieten ? Muß er alles bereitstellen und kauft damit nur Deine Arbeitsleistung als Subunternehmer (Kunde ist z.B. ein großes Warenhaus) oder sind es vor allem kleine Kunden, bei denen Du alles organisierst ?

Ich würde mich mal an ein Existenzgründerzentrum wenden bzw. an das RKW (http://www.rkw-bw.de/Info/m1/beratung/konditionen/ex… - für BaWü, andere Bundesländer bitte selbst nachschauen). Die Beratung wird vom Land gefördert und kostet in BaWü 150€ / Beratungstag. Bei einem Exitenzgründerzentrum hilft man sich in Workshops gegenseitig und es kostet meines Wissens nach nichts.

Für ein paar Kunden ist es viel zu teuer,
für
andere wiederum ok.

Einigen Kunden ist immer alles zu teuer, Du wirst lernen müssen, damit umzugehen. Wenn Du gar keine Aufträge hast, kannst Du auch mal einen Auftrag unterhalb der Vollkosten annehmen (Achtung: versau Dir nicht Dein Kostenniveau beim Kunden !), langfristig würde ich aber eher versuchen, einen guten Stundensatz zu erzielen und daher auf „schlechte“ Aufträge verzichten.

Kann mir jemand sagen, ob ich da im
Schnitt
liege?

Ich habe selbst nebenberuflich mal eine Raumausstattung gehabt, spezialisiert auf Gardinennäherei (kaum Maschinenausstattung notwendig, Kunden wurden vom Möbelhaus, mit dem ich zusammengearbeitet hatte, an mich verwiesen => kaum Verkaufsaufwand, gute Auslastung).
Damit ich überleben konnte, habe ich einen Kostensatz von ca. 30€ zzgl. MwSt. benötigt und bin damit trotzdem nicht reich geworden. Selbst Näherinnen, die von zu Hause gearbeitet haben, konnten kaum unterhalb von 20€ arbeiten.