dieses Beispiel habe ich gerade in einem Reisebüro-Newsletter
gefunden. Zugegeben: Nich für alle Fälle rechnet es sich so.
Aber im Prinzip stimmt es schon, man nuss genau nachrechnen.
British Airways: Lieber in London als auf dem Land ankommen
Mit diesem Slogan wirbt zur Zeit British Airways für Flüge in
die englische Hauptstadt.
Im Vergleich zu Ryanair fliegt British Airways direkt Heathrow
oder London an. Reisende
verschwenden so nicht kostbare Zeit auf langen Wegen vom und zum
Flughafen. Denn
was anfangs aussieht wie ein billiger Flug, kann am Ende richtig
teuer werden.
British Airways bietet den Hin- und Rückflug ab allen großen
deutschen Flughäfen bereits
ab 94 Euro* inklusive Steuern, Gebühren und Bordservice an. Ein
U-Bahn Ticket
Heathrow ˆ City und zurück kostet 11,00 Euro.
RYANAIR zum Vergleich:
Transfer Hahn und zurück 10 Euro/ Hinflug 10 Euro/ Steuern u.
Gebühren 7,21 Euro
Rückflug 10,00 Euro/ Steuern u. Gebühren 24,04 Euro/
Kreditkartengebühr 5,00 Euro/
Sandwich (2 St.) 9,10 Euro/ Kaffee (2 St.) 4,40 Euro/ Transfer
Stansted und zurück 34,90 Euro
SUMME RYANAIR 114,65 Euro
* Beispielpreis für Köln - London und zurück, Stand Januar 2003.
KM, Quelle: British Airways
Sandwich und Kaffee brauche ich auf einem Flug von knapp einer Stunde nicht
Flughafen Stansted: klein, übersichtlich, ohne lange Wege, nicht so viele Passagiere, kurze Wartezeiten (gilt auch für Hahn)
Flughafen Heathrow: riesig, überfüllt, lange Wege und Wartezeiten, stressig
Ich gebe naürlich auch zu, dass ich bzw. meine Eltern in der Nähe von Hahn wohnen, da lohnt es sich dann wirklich…
Außerdem habe ich mit Ryanair bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht.
Ich bin inzwischen recht beeindruckt von den Lufthansa-Angeboten.
Den BA-Preis bekommt man nämlich auch bei der LH - ich fliege übernächstes Wochenende für 96Euro München-London-München.
Dazu noch zwei Flüge Dresden-München-Dresden (87Euro) - und aus dem London-Trip wird noch ein kleiner München-Aufenthalt…
(Anm.: Ich hätte für ein paar Euro mehr als 95Euro auch von DD aus fliegen können - vielleicht beim nächsten Mal…)
Meine Erfahrung mit dem LH-Billig-Kontingent:
Wenn man 2 Wochen vorher buchen will, wird es schon eng - wenn man 6 Wochen vorausplanen kann, wird es relativ easy.
NATÜRLICH hatte ich vorher erstmal die Angebote der Billigheimer gecheckt - ist eine Tortur…
Mal abgesehen davon, daß der Osten Deutschlands mit Low-Cost-Carriern noch ziemlich unterversorgt ist - selbst MUE-LON-MUE war mit RyanAir und Co. nicht vernünftig hinzubekommen.
Diese Werbepreise (ab 19 Euro oder so) bei den Billigfliegern sind in den allermeisten Fällen reine Augenwischerei (nicht vergessen: ONE way) - wer mag schon am 13.(!) Tag zurückfliegen, wenn er eigentlich einen 3-Tages-Aufenthalt in London geplant hat - oder wer will ein halbes Jahr warten, bis mal wieder Plätze frei sind (ich glaube im letzteren Fall hatte ich nach Flügen nach Rom gesucht)…
Es gibt keine generelle Regel, wonach der „Billigflieger“ auch wirklich der billigere Flieger ist. Ich habe in meiner beruflichen Praxis schon Situationen gehabt, in denen an einem bestimmten Tag der Flug FRA-LHR-FRA mit LH deutlich günstiger war als HHN-STN-HHN mit FR und andere Tage, an denen es genau umgekehrt war. Es gibt - bei den „Billigfliegern“ wie bei den etablierten Airlines - starke Tagesschwankungen hinsichtlich des Preises, ja selbst an einem bestimmten Datum und ab einem bestimmten Airport kann es noch deutliche Preisunterschiede bei ein und derselben Airline geben, abhängig davon, zu welcher Uhrzeit ich fliegen will. Nur durch einen umfassenden Preisvergleich inclusive Nebenkostenanalyse in jedem konkreten Einzelfall kann der jeweils tatsächlich günstigste Flug ermittelt werden.
Und zur Nebenkostenanalyse gehört natürlich auch die Frage der Anbindung meines Wohnortes und des Zielortes an den jeweiligen Airport und die damit verbundenen Transferkosten.
Ferner gelten - wieder sowohl für die etablierte Airline wie auch für den Low-Cost-Carrier - folgende Grundregeln:
Je früher ich buche, desto günstiger fliege ich.
Je zeitlich flexibler ich bin, desto günstiger fliege ich.
Die bei den etablierten Carriern includierte Verpflegung ist - und hier schließe ich mich Larissas Ansicht an - vor dem Hintergrund der kurzen Flugdauer und auch in Anbetracht der „Qualität“ des Essens von untergeordneter Bedeutung.