Lohnen sich Kleinstgeschäfte?

Hi Experten,

ich sehe immer wieder mal, dass bei Consors (bei anderen Brokern wohl auch) Aktien zum Kurs von 2,50 Euro in Stückzahlen von 10 - 20 gehandelt werden. Consors nimmt pro Geschäft eine Mindestcourtage von 9,-- Euro - damit fallen bei einem Umsatz von 20,-- Euro 45 % Courtage an. Ist mir da irgendeine tolle Geschäftsidee entgangen?

Ralf - völlig perplex

Ist mir da
irgendeine tolle Geschäftsidee entgangen?

Ralf - völlig perplex

Dir ist keine Geschäftsidee entgangen. Solche Orders sind Unsinn. In jeder Bank, in der Kunden noch beraten werden, werden solche Orders abgelehnt.

Über den Weg Direktbank, gibt es allerdings immer wieder ganz besonders „schlaue“.

MfG
Jörg

Hallo,

Dir ist keine Geschäftsidee entgangen. Solche Orders sind
Unsinn. In jeder Bank, in der Kunden noch beraten werden,
werden solche Orders abgelehnt.

Und was mach ich dann nach z.B. 95% Kursverlust mit meinen Aktien. Warten bis ich 99% Kursverlust habe, und nicht mehr mal die Transaktionskosten rausspringen oder verbilligen?
Eine Bank mit Beratung hätte mir diese Aktie nie empfohlen???

Und was mach ich dann nach z.B. 95% Kursverlust mit meinen
Aktien. Warten bis ich 99% Kursverlust habe, und nicht mehr
mal die Transaktionskosten rausspringen oder verbilligen?
Eine Bank mit Beratung hätte mir diese Aktie nie
empfohlen???

Gegen einen Verkauf des dann sehr niedrigen Gesamtwertes nach einem hohen Verlust sagt ja auch niemand etwas. Das ist absolut legitim. Allerdings, wer 95% Kursverlust zuläßt, hat meines Erachtens schon einen wesentlichen Fehler begangen. Verlustbegrenzung ist ein fundamentaler Aspekt der Geldanlage.

Wenn es um das verbilligen einer Position geht, dann sollte es auch eine sinnvolle Größenordnung sein, ansonsten nimmt man sich doch selbst jegliche Chance auf Gewinne, wenn 50% der Summe Transaktionskosten sind.

Ich kann das ganze nur mit Zockermentalität sehen. Eine vernünftige Geldanlage ist sowas nicht. Andere Meinungen und vor allem die Begründungen dazu würden mich sehr interessieren.

Was Empfehlung von Aktien anbelangt: Alle kochen mit Wasser.

MfG
Jörg

Hallo,

Gegen einen Verkauf des dann sehr niedrigen Gesamtwertes nach
einem hohen Verlust sagt ja auch niemand etwas. Das ist
absolut legitim. Allerdings, wer 95% Kursverlust zuläßt, hat
meines Erachtens schon einen wesentlichen Fehler begangen.
Verlustbegrenzung ist ein fundamentaler Aspekt der Geldanlage.

Dem stimme ich zu, aber wie gesagt besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Ich könnte mir auserdem vorstellen, daß derartige Orders bei der Depotauflösung entstehen, wenn noch entsprechende Kleinpositionen (viel mehr als 25-50 Stück hat man ja bei der Zeichnung seinerzeit nicht bekommen) vorhanden sind.

Mir fällt gerade noch eine Möglichkeit ein, die sich allerdings wohl nur für Profis mit einsicht ins Orderbuch eignet. Man lößt mit einer kleinen Verkaufsorder Stop-loss-Grenzen aus und Stellt gleichzeitig Kauforders mit niedrigem Limit um kurz darauf, wenn sich alles normalisiert hat wieder zu verkaufen.

Cu Rene