Lohnniveau und Produktivität?

Auszug aus einem Arbeitspapier. Meine Frage kommt danach

Das „Lohn-Dumping“-Argument fußt - wie im Übrigen auch das
„Sozial-Dumping“-Argument - auf einem völligen Mißverständnis des Dumping-
Begriffes. In der Außenhandelstheorie wird gemeinhin von Dumping nur dann
gesprochen, wenn die heimischen Anbieter im Ausland

  • niedrigere Preise fordern als im Inland, oder
  • Preise fordern, die unter ihren durchschnittlichen variablen Kosten liegen.
    Im Fall dessen, was als „Lohn-Dumping“ bezeichnet wird, ist keine dieser beiden
    Bedingungen erfüllt. Die Arbeitnehmer in Niedriglohnländern betreiben keine Preisdiskriminierung und sie bieten ihre Arbeitskraft auch nicht unter den Opportunitätskosten an.
    Ihre Löhne sind niedriger, weil ihre Produktivität niedriger ist. Somit sind Maßnahmen gegen die „Niedriglohnkonkurrenz“ marktwidrige Eingriffe in die Faktorpreisbildung,
    die die Produktivitätsunterschiede zu überspielen versuchen.

Frage: Welcher kohärente Zusammenhang besteht zwischen Lohnniveau und Produktivität?
Literaturhinweise mit konkreten Seitenangaben können mir auch weiterhelfen.

Erstmal hallo.

Das „Lohn-Dumping“-Argument fußt - wie im Übrigen auch das
„Sozial-Dumping“-Argument - auf einem völligen Mißverständnis
des Dumping-
Begriffes. In der Außenhandelstheorie wird gemeinhin von
Dumping nur dann
gesprochen, wenn die heimischen Anbieter im Ausland

  • niedrigere Preise fordern als im Inland, oder
  • Preise fordern, die unter ihren durchschnittlichen variablen
    Kosten liegen.

http://service.spiegel.de/digas/servlet/epaper?Q=SP&… -> Wirtschaft („Ich weiss: e-paper“)
Kommt drauf an ob man ‚fremde‘ Arbeiter als Anbieter oder Nachfrager nach Arbeit ansieht. Sprich: arbeiten die für mich, weil ich ihnen aus lauter Nächstenliebe Arbeit gebe oder locken mich die günstigen Löhne und Arbeitskräfte ins Ausland ?

Im Fall dessen, was als „Lohn-Dumping“ bezeichnet wird, ist
keine dieser beiden
Bedingungen erfüllt. Die Arbeitnehmer in Niedriglohnländern
betreiben keine Preisdiskriminierung und sie bieten ihre
Arbeitskraft auch nicht unter den Opportunitätskosten an.
Ihre Löhne sind niedriger, weil ihre Produktivität niedriger
ist.

Kann, muss aber nicht stimmen. Wie kommt denn z.B. das Existenzminimum in Niedriglohnländern zustande ? Wenn ich von 200 Euro im Monat leben könnte, wäre es einfach für 250 Euro arbeiten zu gehen…

Somit sind Maßnahmen gegen die „Niedriglohnkonkurrenz“
marktwidrige Eingriffe in die Faktorpreisbildung,
die die Produktivitätsunterschiede zu überspielen versuchen.

Frage: Welcher kohärente Zusammenhang besteht zwischen
Lohnniveau und Produktivität?

Walter Krämer „(Das neue) Lexikon der populären Irrtümer“ -> je produktiver/mehr einer arbeitet, desto höher der Lohn. Und vor allem wegen des technischen Fortschritts wird Qualifikation heutzutage ja auch immer wichtiger. Ein Computerspezialist verdient z.B. mehr als ein Fensterputzer, weil ersterer produktiver/mehr arbeitet :wink:

HTH
mfg M.L.

Möchte nur ne ernsthafte und zutreffende Antwort…
Ach so, man muß den Zusammenhang zwischen Reallohn, Wertgrenzprodukt des Lohns und marginalem Arbeitsleid mit in Betracht ziehen.

Das hilft mir konkret auch nicht weiter!

Problem gelöst…
Wenn man bei solchen Themen hartknäckig bleibt, kommt die Lösung des Problems ganz unverhofft.