ich habe nun meinen Abschluß als Fachinformatikerin / Systemintegration mit sehr gut geschafft - juhu - will mich aber in Zukunft von der Konkurenz abheben. Da mir programmieren Spaß macht, überlege ich gerade, mich weiterhin mit Python zu beschäftigen, also so richtig, in meiner Freizeit, um besser zu werden.
Meine Frage - lohnt es sich, hat es Zukunft - was meint Ihr?
ja, es lohnt sich.
Es ist immer gut Grundlagen in verschiedenen Bereichen zu haben. Trotzdem wäre es sicher auch gut zumindest im Ansatz ich auch „modernere“ Techniken wie Vibe Coding anzuschauen. Das KANN für schnelles Prototyping interressant sein, aber wenn man Grundlagen hat wie eben Python dann ist es umso besser.
Ok - danke für deine Antwort. So gesehen habe ich schon Python Grundwissen, und ich bin ziemlich begabt, was es Mathe angeht, z. B. Aussagenlogik musste ich nie lernen und konte auch nicht nachvollziehen, was da zu lernen wäre, ist doch logisch.Sollte ich mich vielleicht gleich nach so was wie Vibe Coding umschauen? Wie schwierig ist es, was für Vorwissen muss man mitbringen?
Nein. Das ist wie mit jedem Handwerk. Bevor du an die Maschine gehst, musst du selbst feilen. Erfahrung in der Programmierung kommt durch machen. Vibecoding wird dir schnell irgendwas produzieren. Aber das ist dann halt irgendwas, was eine Maschine gemacht hat und was du mangels Erfahrung nicht 100% verstehen wirst.
Gerade Berufsanfänger:innen schaden sich selbst, wenn sie vibe coden.
Letztlich ist Programmierung die Frage, wie sich der Interpreter ( Compiler / Transpiler /…) verhält, wenn er auf ein Schlüsselwort (i.V. mit anderen Schlüsselwörtern) stösst. Langfristig sind weniger die Kenntnisse syntaktischer Feinheiten, als mehr Schlagworte wie z.B. Kontextwissen, Erweiterbarkeit, Nachvollziehbarkeit , Testbarkeit (mit)entscheidend. Und das unabhängig von der Quelle des Codes (Literatur, Foren, KI & Vibe-Coding,…)
Ja, lohnt sich – gerade in der Systemintegration. Ich würde Python nicht als Selbstzweck lernen, sondern an kleinen Admin-/Automatisierungsaufgaben: Dateien parsen, APIs abfragen, Logs auswerten, Tests schreiben. Vibe Coding kann man später als Werkzeug anschauen, aber ohne eigene Grundlagen wird es schwer, Fehler zu erkennen. Wenn du schon Grundwissen hast: lieber ein kleines Projekt sauber fertig bauen und mit Git dokumentieren.
Nein, bitte nicht. Das wäre wie bei den Talahons die eine Fake Gucci Tasche umhaben. sieht halt gut aus, ist aber qualitativ schlecht.
Für Privat, zum rumspielen, wenn man für sich selbst ein Spiel „codeviben“ will,etc. ist das Ok. Aber im Business Umfeld eben nicht angebracht!
Ähm, Vibe Coding ist sozusagen Programmieren mit KI. Du suchst Dir eine der zig Plattformen und gibst da dan wie Du sprichst rein „erstelle mir ein Programm was das und das macht. Das soll so aussehen wie Pillepalle und was dann da rauskommt soll in Lila angezeigt werden“ daraus bastelt Dir die KI dann was. DAS wird im ersten Schritt sicher nie so ganz stimmen also redet man nochmal mit der KI weiter „passe mir das jetzt noch so an, das das oben mehr Dingens hat und unten mehr bummes…“ usw. Das macht man dann ein paarmal und am Ende kommt was raus. Du brauchst also im Grunde genommen KEIN Grundwissen um mit der KI zu reden ABER eben fundiertes Grundwissen um ein gutes Programm so programmieren zu können, das man später auch noch änderungen daran durchführen kann, wenn sich z.B. in 1-2 Jahren irgedwas in der Firma geändert hat.
Ebenso sind hier von Anderen mehr als genug Stichpunkte genannt worden was sonst noch so alles dazu gehört. Viel Glück.
Klar lohnt es - Python ist eine der Top Sprachen heute mit unendlich vielen wirklich mächtigen Bibliotheken. Aber dein Ansatz erscheint mir trotz deiner sehr guten Leistungen ein bisschen lustlos (wirklich nicht als Tadel gemeint). Welche Sprache du lernst sollte wesentlich davon abhängen, was für Anwendungen DU schreiben willst: Handy-Apps (java / kotlin), OS nahe Anwendungen (C), QT (C++), KI Skripte (python), Parser (Perl), Daten insive und Datenbankanwendungen (python)…
Du könntest versuchen, dein (nicht irgend ein) Feuer zu entfachen und dir etwas suchen beim Programmieren, was DICH begeistert. Eigentlich sind die ganzen Sprachen-Grundlagen-Lern-Geschichten ein bisschen gaga (eher einfaches Niveau und alles eher ähnlich), weil sie ähnlich wie Sprachen (Spanisch, Englisch) immer wieder den Grundschmalz wiederholen aber nicht dich wirklich zu einem beigeisternden Schriftsteller machen können. Ich glaube, dass zwischen Beidem wirklich eine Parallele ist (die Kreativität - daher sind auch alle vibe KI Sachen mäßig mit keiner richtigen Kreativität auch wenn die KI sehr fleissig und viel wissend ist), weil auch der gute Schriftsteller plant, wie er den Text aufbaut um möglichst für den Leser Situationen zu schaffen, die gerade SEINEN Roman für den Leser zu einem einmaligen Erlebnis machen, ihn süchtig machen nach seinem Buch und begeistern. Also will erstmal heissen: Eine Programmier-Sprache gut zu können und geile Sachen programmieren zu können (kann je nach Anwendungsfall) trotzdem 2 unterschiedliche Dinge sein. Der Computer führt aber den Code aus ohne wie der Leser begeistert zu sein.
Ich selber mag python nur ein bisschen, weil du immer den Interpreter brauchst, um Programme laufen zu lassen (wie bei BASIC seinerzeit), das hat aber wiederum auch den Vorteil, dass du MIT dem Interpreter dann auf mehreren Betriebssystemen wieder plattform-unabhängig arbeiten kannst.
Mich hat lange das Konzept von java begeistert, weil du mit der Laufzeit JVM die Dinge schneller laufen lassen kannst als mit einem Zeilen-Interpreter. Aber ich würde heute wegen dem riesigen und einfach anzuwendenden Ökosystem von python beide als ungefähr gleichwertig sehen (hinter den C Derivaten). Ich bin aber nicht wirklich vom Fach (ich programmiere nur zum Spaß wie ein Hobbyautor) - das ist nur mein privater Eindruck!
Ich werde mich jetzt mit Python anfreunden, also statt viel viel zu lernen - wie es jetzt für Prüfungen war, einfach rumprobieren, den Spaß zu finden, Erfolgerlebnisse zu haben - oder auch nicht, dann halt die Herausforderungen annehmen.
Vielen Dank, dass Du dir die Zeit genommen hast - und ja, Du hast voll Recht - ich soll nicht nach Gründen suchen, die mir Sicherheit bringen, dass es sich lohnt, sondern ich sollte etwas finden, wo ich mir diese Frage überhaupt nicht stelle, weil ich mich einfach wohl fühle, und unbedingt mehr und mehr wissen möchte, für mich, meine Neugier, und weil es mir Spaß macht.
Erst einmal herzlichen Glückwunsch zum sehr guten Abschluss!
Meiner Meinung nach lohnt es sich definitiv, sich weiter mit Python zu beschäftigen. Gerade als Fachinformatikerin für Systemintegration kann dir Python in vielen Bereichen einen echten Vorteil verschaffen. Themen wie Automatisierung, Skripting, Serververwaltung, Monitoring, Cloud, DevOps oder auch Netzwerkanalyse lassen sich damit sehr gut umsetzen.
Außerdem wird Python in vielen Unternehmen eingesetzt und Kenntnisse darin können dich bei Bewerbungen durchaus von anderen Kandidaten abheben. Besonders wertvoll ist es, wenn du nicht nur Tutorials durcharbeitest, sondern eigene kleine Projekte umsetzt und diese z. B. auf GitHub veröffentlichst.
Da dir das Programmieren ohnehin Spaß macht, würde ich es auf jeden Fall weiterverfolgen. Selbst wenn sich Technologien ändern, bleibt die Fähigkeit, Probleme programmatisch zu lösen, langfristig sehr gefragt.
Kurz gesagt: Ja, es lohnt sich – sowohl für die persönliche Entwicklung als auch für die berufliche Zukunft.