zudem scheinen die ungleich teurer
als die normalen möbelhausreihen ohne erkennbare bzw. für mich
sinvolle qualitätsunterschiede
ich will eine 2 X 2 meter :wand möglichst sinnvoll mit
simpelsten :regal/schrank-möbeln füllen :die maximal zwei bis
vier einfache flügeltüren und :ebenso viele schubladen
enthalten soll, am liebsten :gesplittet in vier oder fünf
schmale elemente (BxTxH :40x47x200/50x47x200), quasi :reichen mir jeweils fünf :vernagelte bretter mit :einlegeböden
nur hier sind zwei parameter :auf die ich wert lege schwer :zu finden, zum einen die :tiefe (45-50), zum anderen :die farbe des korpus - :nämlich alles außer holzton :oder weiß (am liebsten
anthrazit oder schwarz),
zumal ich keinerlei :sonderteile oder
sonderfunktionen wünsche…
So wird das nix
. Du kannst nicht einerseits erzählen, es würden eigentlich ein paar zusammengenagelte Bretter reichen, aber Schubkästen sollen schon sein, natürlich bestimmte Maße und ganz klar, auch bestimmte Farben. Es sind also doch nicht einfach nur ein paar Bretter.
Die Qualitätsunterschiede bei Möbeln können beträchtlich sein. Es ist ein Unterschied, ob Spanplatten mit Dekorfolie bezogen sind oder ob die Oberfläche aus einem Holzfurnier oder hochwertigem Schichtstoff besteht, ob tragende Teile aus 16 mm oder aus 23 mm starkem Material bestehen, Fachböden aus Spanplatte oder aus belastbarem, stabverleimten Holz hergestellt wurden. Außerdem gibt es bei Spanplatten Unterschiede, die sich in ihrer Festigkeit, aber eben auch im Preis ausdrücken. Es ist ein Unterschied, ob Bänder (Scharniere) aus leichtem Kunststoff mit enger Begrenzung des Öffnungswinkels der Tür bestehen und ein Magnetschnäpper die Tür zuhält oder ob stabile Ganzmetallkonstruktionen das Öffnen der Tür um 180° oder 270° ermöglichen und gleichzeitig für sanftes, sicheres Schließen sorgen. Es ist ein Unterschied, ob sich Auszüge nur ein kleines Stück öffnen lassen und dann klapprig in der Führung hängen oder ob kugelgelagerte Vollauszüge eingebaut sind. Kanten können mit dünnen, aufgeklebten, brüchigen oder mit mehrere Millimeter dicken und an den Stößen verschweißten Umleimern oder mit Vollholzleisten versehen sein. Materialien können stumpf geheftet sein, um bei erster Belastung auseinander zu fallen. Es kann sich aber auch um z. B. verzapfte Verbindungen handeln, die nicht nur ungleich stabiler sind, sondern auch noch gut aussehen. Ein ungesicherter Fachboden kann etwa beim Putzen versehentlich herausgerissen werden, bei einer hochwertigen Konstruktion rasten Fachböden sicher ein und sind dennoch im Höhenraster verstellbar. Bei einem einfachen Möbel mußt Du irgendwelche Sachen unterkeilen, damit der Schrank gerade steht, während die höherwertige Konstruktion über Sockelsteller mit großen Auflagetellern verfügt, mit denen sich Unebenheiten des Fußbodens ausgleichen lassen. In einem Billigmöbel findet sich Rückwandmaterial, das man beim hochwertigen Möbel nicht einmal für die Verpackung verwenden würde. Eine Türverglasung kann elastisch gelagert sein oder nervtötend klappern. Es sind viele Details, die den Unterschied von billig zusammengeklopftem Kasten und hochwertigem Möbel ausmachen.
Ein Billigmöbel sieht selbst bei geringer Inanspruchnahme nach kurzer Zeit schedderig aus, Auszüge klemmen, Türen sitzen schief, Verbindungen sind ausgerissen, Fachböden durchgebogen und wandert nach wenigen Jahren auf den Sperrmüll. Ein hochwertiges Möbel wird trotz intensiver Nutzung zusammen mit Dir alt. Wer das Mitnahmemöbel aus der Rabattaktion des Praktiker-Baumarkts zum Maßstab macht, dann einen Tischler ins Haus kommen läßt, damit er eine Sonderkonstruktion mit allem Drum und Dran in den Raum einpaßt, die nicht teurer als fabrikneuer Sperrmüll werden darf, wird vorhersehbar enttäuscht. Zum Sonderwunsch in Ausführung, Material und Maßen gehört immer die Bereitschaft, dafür angemessen zu bezahlen.
Die Billigheimer im Möbelgeschäft leben davon, daß ihre Kunden das Zeug alle paar Jahre entsorgen und neu kaufen. Die Hersteller hochwertiger Möbel sehen ihre Kunden mit dem gleichen Wunsch nie wieder. Einmal eingerichtet, hat der Kunde ausgesorgt. Er wird weder seine Sitzmöbel-Klassiker noch seine Schränke jemals an den Straßenrand stellen. Die Sachen gehen nicht kaputt.
Gruß
Wolfgang