ich habe bei Ebay für meine Mutter ein altes Damengoldarmband versteigert. Für 61,77 Euro (plus 7,50 Verpackung und Versand) ist es an eine Bieterin versteigert worden. Zu Anfang wollte sie den Betrag sofort überweisen. Tagelang kam nix von ihr. Anschließend war sie im Ausland. Später will sie den Betrag angeblich 2-mal überwiesen haben (??? sie könnte es mir sogar beweisen, meinte sie), gab mir ihre Kontoverbindung an und bat mich sogar um Rücküberweisung der zweiten Überweisung. Da sie im Ausland war, sollte ich das Armband erst um den 20.April zu ihr schicken. Habe ich natürlich nicht gemacht. Bis heute habe ch das Geld nicht auf mein Konto.
Bei Ebay hat sie sich abgemeldet. Sie hatte 50 Bewertung davon 2 negative Bewertungen.
Gestern habe ich ihr eine letzte Frist gegeben und mit Rechtsanwalt, Gerichtskosten und Mahnbescheid gedroht falls sie bis zum 05.05.04 nicht zahlt.
Am liebsten würde ich ihr juristisch mit aller Gewalt gegen sie vorgehen. Mir gehts weniger um den Betrag (klar, ist natürlich auch ne Menge Kohle) sondern mehr um ihre Charakterlosigkeit und ihr unfaires Verhalten.
Deshalb meine Frage: wie würdet Ihr reagieren?
Nein!
Ich bin auch der Meinung, dass du es lassen solltest mit einem Prozess. Im Verhältniss bringt es dir überhaupt nix. Da du kein Geld ausgegeben hast (sondern nur bekommen möchtest), setz es nach deiner Frist wieder bei eBay rein und gebe der Käuferin eine negative Bewertung, denn die scheint sie sich ja verdient zu haben.
nicht ganz: Ein Schaden wäre belegbar, wenn der Artikel bei erneutem Einstellen bei eBay einen Betrag unter dem des zuletzt Zweithöchstbietenden erreichen würde, sofern dieser den Artikel jetzt nicht mehr zu kaufen bereit ist, den jener Betrag wäre wohl erzielt worden.
Da aber Auktionsverläufe nicht nur vom Artikel und dessen Beschaffenheit abhängen sondern vor allem vom Zufall, welcher potentielle Käufer gerade über das Angebot stolpert, kann durchaus ein Schaden feststellbar sein.
Ginge es um einen größeren Betrag könnte das durchaus eine Klage wert sein :o)
Aus Erfahrung nein.
Ich hatte juristische Schritte gegen einen Verkäufer eingeleitet, der nach meiner Bezahlung den Artikel nicht lieferte.
Das Verfahren wurde aus Mangel an Beweisen eingestellt. Der Hohn, da ich alles mit Mail und Kopien belegen konnte.
Aber die hatten das so schön verschleiert, dass nix zu machen war.
Ebay war mal ganz nett, ist aber in der Zwischenzeit zum Ramschladen mit vielen schwarzen Schafen verkümmert.
Ebay war mal ganz nett, ist aber in der Zwischenzeit zum
Ramschladen mit vielen schwarzen Schafen verkümmert.
Schade
Ich denke der Anteil an schwarzen Schafen bei ebay ist nicht höher als beim normalen Handel über z.B. Kleinanzeigen. Ich habe in den 2 Jahren die ich bei ebay bin ein ca. 250 Auktionen umgesetzt und hatte bisher nicht einmal ein Problem das sich nicht lösen lies. Soll aber nicht heissen das es mir auch mal passieren könnte.
Hallo zusammen,
5 - 6 Betrugsfälle am Tag??? Das glaubt wohl kein Mensch, höchstens die Marketing - Abteilung bei eBay. Wegen sowenig Fällen wäre das alles wohl nicht ins Gespräch gekommen. Es sind mit Sicherheit um Größenordnungen mehr Fälle, zumindest gefühlsmäßig.
Viele Grüße, Günther
Natürlich kannst du auf Vertragserfüllung bestehen und notfalls einem Anwalt die Sache übertragen, wobei natürlich ein kleines Rest-Risiko bleibt das du nur Geld ausgibst. In diesem Falle müsste die Bieterin nicht nur den Artikel bezahlen sondern auch ggf. anwalts- und Prozesskosten.
Inwieweit dies „lohnt“ hängt ganz allein von dir ab, aber ich könnte verstehen, wenn du solchen Bietern mal „Manieren“ beibringst!
Hallo,
0,01% hört sich nach ziemlich wenig an, zumindest für den oberflächlichen Leser. Wenn man berücksichtigt, dass bei ebay mind. 1.000.000 (sehr konservative Annahme, es geht wohl eher gegen 2 Mio.) Auktionen PRO TAG auslaufen, ergibt sich bei 0,01% ein Wert von 100 Betrugsfällen PRO TAG.
Mit Deinen 0,03% ergeben sich dann 300 Fälle.
Übrigends: Dein Satz „Ebay selber gibt an, die Betrugsfälle liegen bei 0,01%. Da liegen ich mit meien 0,03% 300%!! drüber.“ ist nicht ganz richtig, Du liegst um 200% drüber!
Mahnverfahren
Das letzte Mahnverfahren, dass ich „gewonnen“ habe zieht sich nun schon seit Dezember bis heute!
Hast Du einen langen Atem?
Einem Anwalt die Sache zu übertragen macht keinen Sinn.
Das Honorar ist bei einem so niedrigen Streitwert für einen Anwalt zu wenig, als das er den Fall annimmt.
Also das Mahnverfahren selbst in die Hand nehmen.
Hast Du starke Nerven?
Hast Du Interesse daran Dir ein wenig juristisches Wissen anzueignen?
Wenn Du alle Fragen nicht mit einem lauten JA beantwortest, dann vergiss die Dame.