Hallo Foto-Freunde,
hier mal eine Frage meinerseits, die sowohl für Analog- als auch Digital - Fans interessant sein dürfte.
Kurzes Vorwort:
Ich beschäftige mich seit knapp zwei Jahren mit dem Thema Fotografieren, ca. 95% meiner Bilder werden mit Analog-SLR´s (Minolta Dynax 7 XI + 600 SI Classic)gemacht.
Nun steht der Kauf von 2-3 neuen Objektiven an u. irgendwie haben sich die drei Buchstaben APO in mein Hirn gebrannt. Ich meine damit nicht die festbrennweitigen APO´s von Minolta, weil mir erstens zu schwer u. unhandlich und zweitens schlichtweg zu teuer, sondern mehr die Richtung Zoom-Objektive von Sigma oder Voigtländer. So plane ich z.B. mein Minolta 70-300 mm gegen das Sigma APO Makro S2 gleicher Brennweite auszutauschen. Sinnvoll oder nicht???
Da APO´s ja, im Gegensatz zu den „Normalen“, für alle drei Grundfarben korrigiert sind, müßte doch ein Unterschied auf den Bildern zu sehen sein. Oder vielleicht doch nicht? Dann gibt´s beim Entwickeln der Filme auch noch den „Störfaktor“ Großlabor, bei denen die Ergebnisse auch nicht immer gleich gut sind.
Also, was meint ihr dazu? Lohnt sich der Wechsel zu den APO`s oder kann man das getrost vergessen?
Viele Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
ich habe früher viele Objektive ausprobiert, und war von der besseren Bildqualität die APO-Zoom-Objektive im Telebereich bei offener Blende hatten durchaus überzeugt. Auch die ED-Objektive von Nikon waren besser als die ohne ED, aber auch viel teurer.
Wenn Du ein 70-300/f4.5-6.3 gegen ein 70-300/f4.5-6.3 APO tauschst, wirst Du allerdings keinen grossen Unterschied feststellen. Bei einem 70-300/f3.5-4.5 z.B. aber sehr wohl - APO wirkt sich hauptsächlich bei grossen Lichtstärken aus.
Gruß
WB
Hallo WB,
erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort.
Bei der Lichtstärke würde sich eine Verbesserung der Anfangsstärke von f4,5 beim Minolta gegenüber f4 beim Sigma ergeben. Zudem wäre das Sigma etwas kürzer u. leichter als das Minolta - Tele.
Ausschlaggebend für einen Kauf wäre für mich der derzeit günstige Preis für das Sigma - Objektiv, der liegt im Moment bei rund 180 €.
Gruß zurück
Thomas
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Hallo Thomas!
Deine Frage kann man nicht pauschal beantworten. Es kommt auf deine Ansprüche an. Bilder, die mit APO-Objektiven gemacht werden sind im Vergleich zu Aufnahmen mit entsprechenden Nicht-APO Objektiven brillianter und schärfer. Vor allem bei langen Brennweiten und großen Blendenöffnungen. Ob einem das den Mehrpreis wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Den Unterschied wirst du vor allem bei Dia-Aufnahmen bemerken. Fotografierst du mit Negativ-Film, dann wird die Sache fraglich. In den heutigen Großlabors werden schon lange keine fotografischen Abzüge mehr hergestellt. Die Negativstreifen werden nach dem Entwickeln gescannt (und automatisch farbkorrigiert), und du bekommst Digitalprints von einem Fotodrucker. Die Scans werden aus Zeit- und damit Kostengründen nur so gut gemacht, wie es für die Größe der von dir bestellten Bilder gerade noch notwendig ist. Ob du nach dieser Prozedur noch einen Unterschied zwischen APO- und Nicht-Apo-Objektiv siehst, das ist die Frage.
Leih dir doch mal für ein Wochenende so ein Objektiv aus. Fotofachhändler machen das manchmal. Danach kannst du entscheiden, ob sich die Sache für dich lohnt.
Liebe Grüße,
Thomas.
Hallo Thomas,
180 € für ein APO-Makro-Zoom 70-300 mit ANFANGS-Lichtstärke f/4.0 ist gut, keine Frage.
Aber: bleiben die f/4.0 erhalten bei 300 mm oder sind die nur bei 70 mm?
Was für eine Verbesserung hast Du bei 300 mm?
Farbfehler machen sich bei längerer Brennweite und bei Makro-Einstellung am ehesten bemerkbar.
Hat Dein derzeitiges Minolta-Zoom auch Makro?
Gruß
WB
Hallo WB,
leider hat das Sigma bei 300 mm auch nur eine Lichtstärke von 5,6, von der Seite her würde sich also keine Verbesserung ergeben.
Makro - Funktion findet sich auch an meinem Minolta - Zoom.
Allerdings hat mir der Artikel meines Namensvetter´s (vielen Dank auch an dich, Thomas) doch schon mehr die Lust auf APO´s verdorben.
Es ist doch so, wie ich es mir gedacht habe, daß in den modernen Fotolabors gerade noch das Notwendigste getan wird, um dem Kunden einigermaßen gute Fotos zu liefern.Irgendwie kann ich mich auch nicht für die Dia - Fotografie begeistern, obwohl damit die Probleme mit lieblos gemachten Papierabzügen ein für alle Mal passe wären.
Naja, sollte ich mir irgendwann mal eine Digital - SLR von Minolta (oder besser gesagt Sony - Minolta)zulegen, werde auch wieder über den Kauf von APO - Objektiven nachdenken.
Nochmals vielen Dank an euch beide für eure Mühe!!!
Viele Grüße
Thomas
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Hallo Thomas,
wenn Du von „analog“ auf digital umsteigst und dabei KEINEN Vollformat-Sensor haben solltest, dann bedenke auch, dass Farbfehler und Unschärfen Deiner vorhandenen Objektive dann mit dem Cropfaktor (meist 1:1,6) vergrößert 'rüberkommen.
Da wäre es wirklich angesagt, neue Objektive zu kaufen.
Gruß
WB
Hallo Thomas,
das Allerwichtigste an einer Kamera sind die Objektive!!! Denn damit wird das Bild gemacht, und nicht mit dem Gehäuse! Das Gehäuse ist lediglich der dunkle Aufbewahrungsort für den Film, und es reguliert die Belichtungszeit.Natürlich sorgt es auch dafür, daß der Film plan liegt. Aber mehr nicht!
Mit einem Zoomobjektiv von so einem enormen Brennweitenunterschied würde ich immer abraten!!! Die Lichtstärke solcher Objektive ist viel zu schwach! Wenn Sie durch den Sucher schauen, mit solch einem Objektiv, wirds dunkel! Außerdem wird die Belichtungszeit viel zu lang. Man möchte ja auch mal bewegte Objekte fotografieren. Dies ist nahezu unmöglich. Selbst mit Stativ.
Also immer auf die Lichtstärke achten. Aber, je höher diese ist, um so teurer wird das Objektiv.
Liebe Grüße
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