Hallo BirgerS,
das erscheint mir auch wenig.
Die Stiftung Warentest spricht derzeit (3. Quartal 2010) von einer Rendite von 5-9%, das Handelsblatt sogar von einer Rendite von bis zu 17,5%.
Bei fremdfinanzierten Photovoltaikanlagen spricht man derzeit von einer Amortisationszeit von ca. 11-14 Jahren, bei selbstfinanzierten Photovoltaikanlagen von ca. 6 - 9 Jahren.
Hast du alles mit eingerechnet?
Wichtig: Was für Module hast du ausgewählt? Dünnschichtmodule sind günstiger, haben aber einen geringeren Ertrag. Vorteile haben sie bei einer ungünstigen Ausrichtung des Daches oder bei Teilbeschattungen. Dafür brauchen sie in der Regel die doppelte Fläche! Kristalline Module sind teurer, aber der Ertrag ist deutlich höher.
Was du auch nicht vergessen solltest: Als Betreiber einer Photovoltaikanlage bist du Kleinunternehmer. Das heißt, die Anlage, die Wartung, die Versicherung, die Montage sind steuerlich absetzbar.
Viele schwören wegen der Absetzbarkeit sogar auf eine fremdfinanzierte oder zumindest teilfinanzierte Photovoltaikanlage - zusammen mit KfW-Krediten (unschlagbar günstig) und evtl. Umweltbank (je nach Attraktivität des Angebots deiner Hausbank) und eben der Absetzbarkeit der Zinsen etc. hast du so gut wie keine Mehrkosten - die Anlage zahlt sich in der Regel selbst, es bleibt etwas für die Rücklage übrig, und nach den angesprochenen rund 11 bis 14 Jahren hat die Anlage sich insgesamt selbst bezahlt. Du aber bekommst noch weitere 6 bis 9 Jahre lang die garantierte Einspeisevergütung. Das rentiert sich durchaus.
Vor allem aber: In dieser Fremdfinanzierungsvariante steht dein eigenes Kapital noch (ganz oder teilweise) frei.
Was die Größe angeht: Ich würde bei deinem Eigenkapitalstock sogar eine größere Photovoltaikanlage planen, die den gesamten Eigenbedarf abdeckt - das heißt, dass du in der Stromversorgung unabhängig bist von den in den nächsten Jahren voraussichtlich steigenden Preisen.
Wenn du alles noch einmal etwas genauer durchrechnen möchtest, empfehle ich dir die Website http://www.rechner-photovoltaik.de:
Zunächst die Einspeisevergütung - die genauen Sätze findest du auf der Seite unter /einspeiseverguetung. Wird der Strom eingespeist, bekommst du rund 32c/kWh; wird der Strom selbst verbraucht, kommst du mit eingesparten Stromkosten PLUS Vergütung zu den aktuellen Sätzen sogar über 40c / kWh.
Dann solltest du die Ausrichtung des Daches und die Dachneigung wissen (kannst du im Zweifelsfall unter /rechner/dachneigung und /rechner/solardachausrichtung abschätzen). Unter /photovoltaikrechner kannst du deinen Ertrag doch schon etwas genauer berechnen.
Schließlich kannst du dir dort auch unverbindliche Angebote zum Vergleich einholen, die individuell auf dein Dach zugeschnitten sind (ab 30m² Größe). Im Normalfall bekommst du dabei auch noch einmal eine genauere Berechnung der Vergütung bzw. des Ertrags: Es lohnt sich auf jeden Fall, einmal nachzufragen - kostet ja nichts. Ich empfehle auch noch den Artikel „Eigenverbrauch“ dort im Lexikon.
Zum Schluss noch, da du schreibst, „vorausgesetzt, in diesen 15 Jahren geht nichts kaputt an der Anlage“ - du solltest sie natürlich von vornherein versichern: Gegen Schäden (kannst du normalerweise in deine Gebäudeversicherung aufnehmen lassen), zusätzlich in der Betreiberhaftpflicht (ist nicht in der privaten Haftpflicht) und dann noch eine Ertragsversicherung - die finde ich persönlich besonders hübsch: Wenn dein Ertrag wegen besonders harten Winters, eine Schadens o.ä. geringer ausfällt, springt die Ertragsausfallversicherung ein. Sollte man haben. 
Ich drücke dir die Daumen, dass du am Ende feststellen wirst, dass die Photovoltaik sich etwas mehr lohnt, als es zunächst schien.
Viel Erfolg!