Ich habe etwas herumgerechnet, ob Sie eine private Rentenversicherung lohnt…auch im Zusammenhang mit Rürup und Riester. Was mich immer wundert, ist dass die Rentenauszahlungen um 100% schwanken und auch relativ klein erscheinen. Angenommen man zahlt im Monat 500 Euro in eine private Versicherung ein, bekommt man zwischen 1500 Euro und 3000 Euro raus = entspricht einer heutigen Kaufkraft von 900-1800 Euro. Legt man das Geld alternativ in Aktienfonds/Immobilien/sonstige Anlagen über 35 Jahre an, hat man nach 35 Jahren einen Betrag von ca. 450,000 bis 500,000 Euro. Das heisst lebt man von den Zinsen hat man genau so viel und kann zusätzlich das Geld noch vererben oder alternativ jedes Jahr in den folgenden 20 Jahren auf den Kopf hauen und hat zusätzlich nochmal 1800 Euro…bei der privaten Rentenversicherung ist aber das ganze Geld weg wenn man stirbt und kann nix vererben und auch nur die mickrigen 1500 Euro im Monat ausgeben.
Hallo,
ich habe ein wenig rumüberlegt und schreibe daher meine Überlegungen zwischenrein.
Ich habe etwas herumgerechnet, ob Sie eine private
Rentenversicherung lohnt…auch im Zusammenhang mit Rürup und
Riester.
schon geht´s los: Was verstehst Du denn unter „lohnen“? Mehr rausbekommen, mehr Sicherheit haben, Gewissheit haben, …???
Was mich immer wundert, ist dass die
Rentenauszahlungen um 100% schwanken und auch relativ klein
erscheinen.
hä? Meinst Du, die Auszahlungen sind ähnlich? Das wäre bei den garantierten Werten nicht so überraschend, da die vom gleichen Rechenzins und normalerweise von der gleichen Sterbetafel ausgehen und sich hauptsächlich bei den hinterlegten Kostensätzen unterscheiden.
Angenommen man zahlt im Monat 500 Euro in eine
private Versicherung ein, bekommt man zwischen 1500 Euro und
3000 Euro raus = entspricht einer heutigen Kaufkraft von
900-1800 Euro.
hmm, also das müssen dann die Werte mit Überschußbeteiligung sein. Ist ne Annahme, genau so wie Du für die Kaufkraftverluste irgendeine Annahme hinterlegt hast.
Legt man das Geld alternativ in
Aktienfonds/Immobilien/sonstige Anlagen über 35 Jahre an, hat
man nach 35 Jahren einen Betrag von ca. 450,000 bis 500,000
Euro.
tja, und hier ist schon die nächste Annahme. Du nimmst irgendeine Verzinsung an, wer sagt Dir, dass die eintritt?
Das heisst lebt man von den Zinsen hat man genau so viel
und kann zusätzlich das Geld noch vererben oder alternativ
jedes Jahr in den folgenden 20 Jahren auf den Kopf hauen und
hat zusätzlich nochmal 1800 Euro
die nächste Annahme, nämlich die nach einer Verzinsungshöhe in 35 Jahren.
…bei der privaten
Rentenversicherung ist aber das ganze Geld weg wenn man stirbt
und kann nix vererben und auch nur die mickrigen 1500 Euro im
Monat ausgeben.
das kommt drauf an und ist so alleinstehend nicht richtig. Zuallererst kannst Du gar nix mehr ausgeben, wenn Du verstirbst … ^^ und beim Ristern kann man das Altersvorsorgevermögen auf den Vertrag des Ehegattens übernehmen. Bei einer nicht geförderten Rentenversicherung gibt es übrigens auch Rentengarantiezeiten oder Beitragsrückgewähr in der Rentenbezugsphase.
Gruß
Andreas
Das ist ein sehr schwieriges Thema. Du entscheidest Dich mit einer Versicherung für eine sichere Kapitalablage, vor allem ist sie rechenbar, weil du Rentengarantien hast, d.h. Du weißt was mal mit Sicherheit mindestens rauskommt.
Bei der Fondsvariante hast Du ein unsicheres Produkt. Mehr Rendite = Mehr Risiko
Du weißt bei Fonds nicht wo diese hinlaufen. Das kann Dir niemand sagen. Und der Vergleich mit den letzten 30 Jahren ist vielleicht auch nicht uneinegeschränkt in die Zukunft zu übernehmen, eventuell treten in Zukunft gravierende Änderungen ein so dass Fondsprodukte nicht mehr mit diesen Renditen abschließen.
Im Prinzip hat das Direktinvestment in Fondsprodukte Vorteile. Die Rentenversicherungsgesellschaft macht ja auch nichts anderes mit Deinem Geld, sie legt sie in verschiedene Fonds an. Das Risiko das Du persönlich bei eine Direktinvestment in Fonds trägst ist, dass Du auf die falschen Pferde setzt. Wenn Du in Rente gehst haben die Fonds vielleicht keine 450T€ sondern nur 100T€. Das wäre ganz schön besch… .
Die Chance ist, dass Du mehr erwirtschaftest, weil nicht so viele „Zwischenstellen“ an Deinem Geld verdienen.
Vielleicht ist eine Kombination aus beiden die richtige Variante??
Das musst Du entscheiden
Gruß
Jörg
Hallo,
eine private Rentenversicherung ( Riester/Rürup ) mit staatlichen Förderungen in Kombination mit z.B. einem Fondsparplan lohnt sich auf alle Fälle immer, wenn es vernünftig berechnet und erstellt wird.
Nur machen sich leider Leien sich die Mühe alles in Form von Internetrechnern zu rechnen und wissen meistens nicht das es verschiedene Beitragsberechnungsformen gibt und welche gerade zugrunde gelegt werden. Z.B. das Brutto oder Netto Beitragsverfahren.
Des Weiteren gibt es die Möglichkeit der Rente 2für1, wo mann einen Rentenbeitrag ( Riester ) bezahlt und die zweite Rente ( Rürup ) vom Staat finanziert bekommt.
Machen Sie sich mal gedanken darüber.
Gerne beantworte ich weitere Fragen.
Gruß
Michael
Hallo,
Des Weiteren gibt es die Möglichkeit der Rente 2für1, wo mann
einen Rentenbeitrag ( Riester ) bezahlt und die zweite Rente (
Rürup ) vom Staat finanziert bekommt.
Was a) nur in den seltensten Fällen funktioniert und b) absolut fraglich ist, ob es in diesem Fall überhaupt Sinn macht ohne weitere Infos zu haben.
Dies ist durch reine Mathematik berechnet…brutte/netto wurde ebenfalls grob berücksichtigt sofern das überhaupt möglich ist - die Politik kann sich in 35 Jahren stark ändern. Ich denke alle privaten Rentenversicherungsberechnungen sind Schön-Rechnerei und mit vielen hohen Nebenkosten verbunden. Und wenn man stirb, kassiert die Firma die es anbietet sehr viel Geld und darf es ganz legal behalten!
Folgendes wird aber unterschlagen: Wenn man stribt wird das gesamte Kapital einbehalten! Das angesparte Kapitel müsste ebenfalls auf die Lebenserwartung ausgeschüttet werden. Schliesslic kassieren die Privaten Rentenversicherer ja genug Gebühren.
Man kann auch konservativ anlegen…selbst ein Tagesgeld-Konto ist die bessere Wahl…oder eine gute Immobilie abzubezahlen.
Wenn alle Aktien in 35 Jahren insgesamt schlechter stehen als jetzt, nur weil es einen Megacrash gab - der dann in weiteren 5 Jahren spätestens wieder überwunden ist. Bei so einem Megacrash, wäre eh alles Geld wertlos und eine Rente gäbe es dann auch nicht mehr, weil die Firmen bankrott sind oder alles Geld entwertet wird.
schon geht´s los: Was verstehst Du denn unter „lohnen“? Mehr
rausbekommen, mehr Sicherheit haben, Gewissheit haben, …???
Ob die Angebote Abzocke sind oder nicht. Ob man nur Sesselfurzer einer Versicherungsfirma damit finanziert oder auch selbst was davon hat, im Vergleich zum Tagesgeld Konto oder einer Immobilie. Man kann auch nichts vererben - eine Immobilie schon etc…bzw. ist die Frage „Lohnt das oder ist das den Aufwand nicht wert…oder unabhängig vom Aufwand eine dumme Idee“.
hä? Meinst Du, die Auszahlungen sind ähnlich? Das wäre bei den
garantierten Werten nicht so überraschend, da die vom gleichen
Rechenzins und normalerweise von der gleichen Sterbetafel
ausgehen und sich hauptsächlich bei den hinterlegten
Kostensätzen unterscheiden.
Die garantierte nicht - aber die garantierte Rente ist eh unter dem Existenzminimum…selbst bei 500 Euro an Beiträgen im Monat.
tja, und hier ist schon die nächste Annahme. Du nimmst
irgendeine Verzinsung an, wer sagt Dir, dass die eintritt?
Ich nehme nur an, dass die Zinsen immer etwas oberhalb der Inflation liegen. Sind die Zinsen niedriger ist auch die Inflation niedriger - also wäre es egal. Sind die Zinsen höher, ist es auch die Inflation und alles wird in der Rente so teuer, dass es im Endeffekt nicht viel ausmacht.
Alle Rechnungen, egal wer Sie macht, sind nur grobe Schätzungen. Man kann es nur grob überschätzen, also ist die zweite Nachkommestelle egal. Keiner weiss wie die Inflation in 35 Jahren insgesamt ist und wie die Zinsen dann sind. Selbst die „Garantierente“ von 1500 Euro ist witzlos…denn wer weiss was 1 Euro in 35 Jahren wert ist? Keiner. Man kann nur versuchen alles zu vergleichen…mit alternativen.
Oh man!
eine private Rentenversicherung ( Riester/Rürup ) mit
staatlichen Förderungen in Kombination mit z.B. einem
Fondsparplan lohnt sich auf alle Fälle immer, wenn es
vernünftig berechnet und erstellt wird.
Ich bin begeistert, wie Du ohne eine Analyse genau weißt, was sich für jeden lohnt. Irgendwas machen die anderen in der Branche doch falsch, wenn sie erst die Bedürfnisse und Wünsche des Kunden analysieren und dann Empfehlungen aussprechen.
Die Kombinatation Riester mit Rürup ist eher ein Werbegag zur Provisionsmaximierung nach dem Motto ("Rürup zahlt dann der Staat). So kann man auch die staatliche Förderung verprassen!