Ich hab irgendwas von Schwindel und so gelesen, durch
Adrenalin-Gabe, bezw. bei Nachlassen der Narkose-Wirkung durch
die nachfolgende Erweiterung der Gefäße.
Servus Igel,
die Adrenalin Konzentrationen, die Gefäße verengen können, sind streng auf jenen Bereich begrenzt, wo die betäubende Wirkung gebraucht wird. Mit Nachlassen der gefäßkontrahierenden Wirkung verdünnen sie sich in den Gesamtkreislauf hinaus. Die Adrenalinmengen, die der Körper bei Schmerz und Angst selbst produziert - und zwar nicht nur in den paar Kubikzentimetern um den Zahn herum - sind um ein vielfaches höher. Schwindel und Benommenheit im Zusammenhang mit zahnärztlichen Maßnahmen sind in den allermeisten Fällen vom Körper (in ‚Zusammenarbeit‘ mi der Psyche) selbstgemacht.
Außerdem, dass
Schmerzmittel und Autofahren nicht geht (Gerüchte) falls ich
sowas brauchen sollte. Ist das dann nicht so schlimm oder wie?
WENN Du ein Schmerzmittel brauchen solltest (ich wüßte bei diesem Eingriff nicht warum), wärest Du nach einer Stunde Autofahrzeit schon zu Hause und würdest gerade testhalber auf Deinen tauben Lippen herumbeißen, obwohl ich Dich heute eben davor ausdrücklich gewarnt habe 
Was ist mit der Geschichte von den Nachblutungen? Kommt das so
selten vor, oder ist das im Fall des Falles nicht so schlimm,
so dass man sich guten Gewissens eine Stunde Autofahrzeit bzw.
knapp 2 Stunden Zugfahrzeit vom Zahnarzt wegbewegen kann?
Diese Sorgen bekämpfst Du am besten dadurch, daß Du den Zahnarzt („wissen Sie, Doktor - ich bin ein unheimlicher Schisser“) bittest, so lange in der Praxis bleiben zu können, bis die Blutung sicher steht (nicht länger, als die Lektüre der Leserbriefe im SPIEGEL, der im Wartezimmer einer anständigen Zahnarztpraxis aufliegen sollte 
Thema Weichei: die subjektiven Beeinträchtigungen direkt nach
den Extraktionen dieser zwei Zähne werden vermutlich durch die
Erleichterung aufgewogen, es - ohne bleibende Schäden -hinter
Dir zu haben. 
Hm. Kann mir das grad nicht vorstellen. (hab Angst - vor
Zahnärzten im Allgemeinen und vor Zahnärzten mit riesengroßen
Spritzen im Speziellen. Vorm Zähneziehen selber nicht ganz
so.)
Die ‚Riesengröße‘ der Spritzen, ist mehr ein Wahrnehmungsproblem. Der Glaszylinder, der das Lokalanästhetikum enthält, hat 1,8 ccm - das kann’s nicht sein. Die Kanüle, die im Unterkiefer eingesetzt wird, ist deswegen so ungeheuer lang, weil der Zahnarzt durch die gesamte Tiefe des Mundes nach hinten muß, wo die Stelle liegt, an der er etwas mehr als 10 mm davon in das Gewebe versenkt. Unsereiner geht ja auch gelegentlich zu Ärzten - mit diesen Dimensionen gibt man sich dort höchstens bei insulinpflichtigen Diabetikern zufrieden.
Fazit: wenn Du Dir nicht auf die tauben Backen/Lippen beißt (kann am nächsten Tag wirklich ekelhaft werden), wenn Du nach den Extraktionen keine (ABSOLUT keine!) Mundspülungen in den ersten zwei Stunden danach vornimmtst und wenn Du Deine Zigaretten zu Hause im Badezimmerschrank einsperrst, mußt Du Dir schon den Finger in der Autotüre einklemmen, wenn Du an diesem Tage etwas berichtenswertes mit medizinischer Relevanz erleben willst.
Forza!
Kai