Hallo,
in letzter Zeit passieren mir auf der Arbeit immer wieder Fehler, sehr ärgerlich für meine Chefs und auch für mich, da ich bislang eher „perfekt“ arbeitete und die Fehler auch Geld kosten.
So langsam bekomme ich Angst, dass ich meinem Job nicht mehr gewachsen bin.
Ist auf jeden Fall ganz schlecht für mein Selbstbewusstsein, denn Mühe gebe ich mir nach wie vor.
Hat jemand von Euch vielleicht einen Rat? Momentan denke ich unentwegt über die zurüvckliegenden Fehler nach (wird das Konsequenzen haben, meinen „Wert“ mindern) anstatt meine Energie auf meine Arbeit zu richten.
vielen Dank und Grüße
always_online
Hi always_online,
Fehler sind keine Altersfrage. Wenn Dir die Arbeit bislang fehlerfrei von der Hand ging und jetzt plötzlich nicht mehr, dann wird das andere Ursachen haben. Versuche mal zu klären, woran es hapert - an der Konzentration, an der Ausdauer, woran auch immer. Im Berufsleben gilt der Satz: Fehler dürfen vorkommen, aber jeder nur einmal, sonst könnte die Lernfähigkeit in Frage gestellt werden.
Das Nachdenken über Fehler ist nur dann sinnvoll, wenn es der Analyse und dem zukünftigen Vermeiden dient. Grübeln über die Folgen von Fehlern führt zu nichts - sie sind passiert, basta.
Langsam alt werden wir übrigens alle, die einen früher, die anderen später…
Gruß Ralf
Hi always_online
in letzter Zeit passieren mir auf der Arbeit immer wieder
Fehler, sehr ärgerlich für meine Chefs und auch für mich, da
ich bislang eher „perfekt“ arbeitete und die Fehler auch Geld
kosten.
Vieleicht war/ist die Zeit reif dafür, dass Du jetzt (auch mal) Fehler machst bzw. sie Dir passieren; hattest Du bisher einfach viel Glück, keine oder kaum Fehler zu machen, passieren sie jetzt eben (nur wer nicht arbeitet, macht keine Fehler!).
Allerdings sollte dieser „Trost“ nicht davon abhalten, in Ruhe zu schauen, ob und ggf. was sich bei Dir bzw. in Deinem Umfeld geändert hat und Ursache für Fehler sein könnte: ist privat alles im Lot oder gibt es Sress in der Beziehung oder Familie? Bist Du gesund oder fühlst Du Dich ausgepowert (Burn-out)? Hast Du bzw. machst Du Dir wegen etwas Sorgen oder fühlst Du Dich ggf. gemobbt (wäre bei „Perfekten“ nicht ungewöhnlich)?
So langsam bekomme ich Angst, dass ich meinem Job nicht mehr
gewachsen bin.
Das klingt ein wenig nach „Überforderung“ - glaubst Du wirklich, dass Du Deinem Job nicht mehr gewachsen bist oder ist das Deine überzogene Schlussfolgerung aus übersteigertem Anspruch auf Perfektion? Bist Du im Job „schlechter“ als vergleichbare Arbeitnehmer oder einfach nur nicht mehr „perfekt“?
Ist auf jeden Fall ganz schlecht für mein Selbstbewusstsein,
denn Mühe gebe ich mir nach wie vor.
Hat jemand von Euch vielleicht einen Rat? Momentan denke ich
unentwegt über die zurückliegenden Fehler nach (wird das
Konsequenzen haben, meinen „Wert“ mindern) anstatt meine
Energie auf meine Arbeit zu richten.
Mit diesem Posting richtiest Du (einen Teil) Deine® Aufmerksamkeit auf Dich - und das ist gut so: es hat vermutlich Gründe, dass Du an Dich immens hohe Ansprüche (perfekt sein) stellst und diese Fassade scheint zu bröckeln bzw. Du kannst sie nicht mehr aufrecht erhalten. M. E. wäre es allemal richtig und wichtig, Deinem Anspruch auf „Perfektionismus“ auf den Grund zu gehen.
Hallo,
ich kenne das und führe es bei mir darauf zurück, dass mir mein Job (insgesamt, ich meine nicht die derzeitige Stelle) keinen Spaß mehr macht. Aber trotz dieser Erklärung nervt es, weil ich natürlich keine Fehler machen möchte. Hinzu kommt, dass ich öfters auch aus irgendeinem Grund von meinem Chef zu Unrecht kritisiert werde (also Fehler vorgeworfen werden, die es gar nicht gibt - er das dann revidieren muss). Das nervt halt auch und führt zu unnötigem Druck.
Ich würde von daher einem meiner Vorredner zustimmen: irgendwas könnte im Umfeld nicht stimmen, das dich evtl. unter DRuck setzt, aus der Ruhe bringt. etc.
Gruß
Demenzia
in letzter Zeit passieren mir auf der Arbeit immer wieder
Fehler, sehr ärgerlich für meine Chefs und auch für mich, da
ich bislang eher „perfekt“ arbeitete und die Fehler auch Geld
kosten.
So langsam bekomme ich Angst, dass ich meinem Job nicht mehr
gewachsen bin.
Ist auf jeden Fall ganz schlecht für mein Selbstbewusstsein,
denn Mühe gebe ich mir nach wie vor.
Hat jemand von Euch vielleicht einen Rat? Momentan denke ich
unentwegt über die zurüvckliegenden Fehler nach (wird das
Konsequenzen haben, meinen „Wert“ mindern) anstatt meine
Energie auf meine Arbeit zu richten.
vielen Dank und Grüße
always_online
Hi,
darf ich mal fragen:
Du nennst dich ‚always online‘, und postest um 2.30 nachts.
Hast Du nen 9 to 5 job, oder arbeitest Du abends, oder hast Du Schichtdienst?
Vielleicht kriegst Du (wenn Du 9-5 arbeitest)zur Zeit zu wenig Schlaf, und das macht dich unkonzentriert?
Oder, solltest Du Schichtdienst machen, könnte das im Alter schon eine Belastung werden. Ist für den Körper halt viel schwerer zu verkraften.
gruss, isabel
Hallo,
erst mal Dank für Eure Antworten …
@Isabel: ich habe variable Arbeitszeit, kann also im Prinzip kommen und gehen, wann ich will (solange ich meine Termine einhalte, natürlich
.
Schlafmangel ist es nicht denke ich …
@Demenzia, @Gunter, @Ralf:
Vielleicht liegt es ja am zunehmenden Zeitmangel, aber wenn ich so nachdenke, fällt mir schon auf, dass ich mich teilweise sehr motivieren musste, um was zu tun.
Keine Fehler machte ich vorher nicht nur durch Glück, sondern eher durch Fleiss und Intuition. Gemobbt werde ich nicht.
Wie stellt man Burnout fest? Probleme in der Beziehung habe ich schon länger (4 Jahre), bislang hat mich das eher angetrieben, Bestätigung und Ablenkung in der Arbeit zu suchen.
Tja, und ob mein Anspruch übersteigert ist …ich bin vermutlich nicht schlechter als vergleichbare Kollegen (jeder hat so seine Defizite und seine Stärken) aber ich habe den Eindruck, dass die Entwicklung dahin geht, dass meine Stärken weniger gefragt sind und meine Schwächen mehr hinderlich (ich kann manches sehr gut und manches wiederum gar nicht, während heutzutage anscheinend eher Allrounder gefragt sind)
Und die Fassade bröckelt in der Tat …muss ich mich einfach damit anfreunden?
Wie gehe ich meinem Pefektionismus auf den Grund?
Grüße
always_online