ich habe da einige Fragen zu den Steuern und hoffe, dass man mir hier weiterhelfen kann.
Also ich fange dann mal an:
Gehen wir davon aus, dass man Schüler ist, 18 Jahre alt, bei der Mutter in Berlin wohnt und demnach auch noch Kindergeld bezieht.
Nun in der 11. Klasse … was will man mehr als ein wenig mehr Geld!
So weit so gut. Der Job in der Gastronomie bei einer Agentur für Personaldienstleistung ist vorhanden… mit einem Stundenlohn von sagen wie mal 7,50€ auf Lohnsteuerkarte.
Meine Fragen beziehen sich jetzt auf folgendes:
-Was hat es mit dem „400€ Job“ auf sich?
-Wie werden die Steuern gezahlt? Vom Arbeitgeber über die Steuerkarte?
-Wie viel darf man verdienen, um weiterhin Kindergeld zu erhlaten?
-Wenn es soetwas gibt, wie viel darf ,man verdienen, ohne dass es versteuert werden muss?
Und zu guter letzt…
-Gibt es einen Betrag bis wie viel man verdienen darf, damit man noch bei der Mutter versichert ist (privat) ?
Vielen Dank soweit!!
ich hoffe ihr könnt mir zu den Fragen eine brauchbare Antwort geben
Gehen wir davon aus, dass man Schüler ist, 18 Jahre alt, bei
der Mutter in Berlin wohnt und demnach auch noch Kindergeld
bezieht.
Ja, das ist schon gut, wenn wenigstens in der Familie eine First Lady da ist.
-Was hat es mit dem „400€ Job“ auf sich?
dass der 400€-Jobber idR keine Abzüge hat, weil der Chef diese übernimmt.
-Wie werden die Steuern gezahlt? Vom Arbeitgeber über die
Steuerkarte?
nicht beim 400€-Job, dieser erscheint gar nicht auf der Karte. Bei einem Verdientst von genau 400€ (400€-Job bedeutet nicht, dass der Verdienst auch immer 400€ betragen muss) kommen folgende pauschale Ausgaben auf den Chef zu:
11% Krankenversicherung = 44€
12% Rentenversicherung = 48€
2% Pauschalsteuer = 8€
d.h. der 400€-Job kostet den Chef 500€.
-Wie viel darf man verdienen, um weiterhin Kindergeld zu
erhlaten?
7680€ nach Abzug der Kosten.
-Wenn es soetwas gibt, wie viel darf ,man verdienen, ohne dass
es versteuert werden muss?
7.664€ bei Ledigen, allerdings wird der 400€-Job hier nicht mitberücksichtigt, weil dieser Steuerfrei ist.
Und zu guter letzt…
-Gibt es einen Betrag bis wie viel man verdienen darf, damit
man noch bei der Mutter versichert ist (privat) ?
Bedeutet das privat in der Klammer, dass die First Lady bereits in der privaten Krankenversicherung versichert ist?? Dann zahlt das Kind immer einen eigenen Beitrag, egal was es verdient. Wenn die Mutter in der GKv ist gilt folgendes:
Betragen die Einkünfte aus einer geringfügigen Beschäftigung nicht mehr als 400 € oder aus sonstigen Einkünften (z.B. Miete, Zinsen) nicht mehr 350 €, sind Schüler/Studenten über die gesetzlich versicherten Eltern mitversichrt.
…kommen folgende pauschale Ausgaben auf den Chef :zu:
11% Krankenversicherung = 44€
12% Rentenversicherung = 48€
2% Pauschalsteuer = 8€
d.h. der 400€-Job kostet den Chef 500€.
Na das war doch klar, dass unser Konz-Propagandist hier wieder nur Halbwahrheiten verbreitet.
Tipp: Sagt Ihnen das Datum 01.07.2006 etwas?
Oder haben Sie noch den alten Konz?
Immer peinlich, wenn man nicht auf dem aktuellsten Stand ist und in dieser Hinsicht ist unser Denis V. immer ganz vorne dabei.
…kommen folgende pauschale Ausgaben auf den Chef :zu:
11% Krankenversicherung = 44€
12% Rentenversicherung = 48€
2% Pauschalsteuer = 8€
d.h. der 400€-Job kostet den Chef 500€.
Neuer Versuch (um zu verstehen, was Oerdiz meint!), es handelt sich um News von Anfang Juni 2006, als der Bundesrat der Erhöhung zugestimmt hat.
…kommen folgende pauschale Ausgaben auf den Chef :zu:
13% Krankenversicherung = 52€
15% Rentenversicherung = 60€
2% Pauschalsteuer = 8€
d.h. der 400€-Job kostet den Chef 520€.
dazu kommen allerdings ggf. noch weiter Abgaben. Der Arbeitgeber kann (je nach Größe) dazu „verdonnert“ werden Umlagen zu zahlen (weitere paar Euro) und ist natürlich in der Berufsgenossenschaft (Unfallversicherung der Arbeitnehmer). Wenn man es genau nimmt, kommt zu den SV Kosten für den Arbeitnehmer natürlich auch der administrative Aufwand hinzu (Kosten Lohnbuchhaltung) und und und … aber das braucht den Arbeitnehmer nicht zu jucken.
Hallo,
jetzt seidt ihr stolz auf euch, dass ihr mir nachweisen konntet, dass ich Zahlen genommen habe, die zwei Monate zu alt waren. Trotzdem, der Fragesteller hat keinen Schaden genommen, und der Chef der nun 20€ mehr zahlen muß, könnte es, glaube ich, überleben.
privat = Versicherung in PKV
Also das (privat) heißt, dass die Mutter privat vesichert ist…
D.h. da gibt es in keiner Hinsicht Schwiergigkeiten, wenn man etwas vedient?
Wenn monatlich nicht nur ganz unregelmäßig mehr als 400 € gezahlt werden sollen, dann liegt kein Minijob mehr vor, d. h. Lohnsteuerkarte zum Arbeitgeber und Sozialversicherunge etc etc…
Also das (privat) heißt, dass die Mutter privat vesichert
ist…
D.h. da gibt es in keiner Hinsicht Schwiergigkeiten, wenn man
etwas vedient?
Nein, der Beitrag der privaten Krankenversicherung richtet sich nicht nach dem Einkommen, und eine beitragsfreie Familienversicherung gibt es in der PKV nicht.
Nehmen wir nun an man verdient die Grenze von 638€ im Monat
(7664€/12)
Wie werden diese versteuert? Auch vom Arbeitgeber mit dem
gleichen Prinzip?
Hallo,
Wenn regelmäßig 638 € verdient wird, dann ist das kein Minijob mehr und muß über die Karte laufen. Steuerabzüge fallen hier aber nicht an, dafür aber Sozialversicherungsabzüge von etwa 138€ in der Summe, so dass netto 500€ übrig bleiben, d.h. ausgezahlt werden.
Hallo,
Wenn regelmäßig 638 € verdient wird, dann ist das kein Minijob
mehr und muß über die Karte laufen. Steuerabzüge fallen hier
aber nicht an, dafür aber Sozialversicherungsabzüge von etwa
138€ in der Summe, so dass netto 500€ übrig bleiben, d.h.
ausgezahlt werden.
Gruß
Denis
Aha …
Aber wenn der Lohn von 7,50 Euro schon der Nettolohn ist, also dass der Arbeitgeber die Abgaben zahlt… dann wird doch nichts mehr abgezogen, oder?
Oder ist das wieder etwas anderes als diese 30%, wenn ja was?
Danke schonmal!
Aha …
Aber wenn der Lohn von 7,50 Euro schon der Nettolohn ist, also
dass der Arbeitgeber die Abgaben zahlt… dann wird doch
nichts mehr abgezogen, oder?
Wie schon erwähnt Steuern sind nicht fällig nur Sozialbeiträge, deswegen kann man nicht sagen, dass alles brutto für netto kassiert wird.
Oder ist das wieder etwas anderes als diese 30%, wenn ja was?