Hallo,
ein Klient hat die Möglichkeit erhalten, sich selbständig zu machen und eine Lottoannahmestelle zu übernehmen.
Der bisherige Betreiber hat jetzt eine Abfindung aufgerufen, die 40.000,- € betragen soll. Dafür gibt es die Konzession und einen Warenbestand an Zeitungen und Tabakwaren von vielleicht 2.500,- €. Die Einrichtung ist so am Ende, dass man sie nur noch entsorgen kann, muss also komplett neu eingerichtet werden.
Der Laden liegt in einem Kölner Vorort.
Angeblich liegen die Lottoumsätze bei wöchentlich ca. 4.500,- bis 5.000,- €. Der Gewinn wären 6,5%.
Hat jemand Ahnung von diesen Konstellationen und kann mir sagen, ob sich so ein Laden rechnet?
Oder soll ich dem Klienten raten, die Finger davon zu lassen?
Gruß,
Francesco
Hallo.
Angeblich liegen die Lottoumsätze bei wöchentlich ca. 4.500,-
bis 5.000,- €. Der Gewinn wären 6,5%.
Außer den (kalkulatorischen oder realen) Zinsen für die Abfindung wird ja auch noch ein bisschen mehr an Kosten auflaufen - od’r? Tabakwaren und Zeitschriften, wenn sie nicht gerade lastwagenweise abgesetzt werden, sind umsatzmäßig auch nicht der Bringer.
Sagen wir mal für ein Jahr, nur aus Deinen Angaben heraus, sonstige Kosten außen vor gelassen :
Abfindung 40000 € mit 8% verzinst sind 3200 €
Umsatz 4500 € mal 48 Wochen sind 216000 €
Gewinn 216000 € mal 6,5% sind 14040 €
14040 € durch 12 Monate sind **1170** € **im Monat**.
Wenn das der Hauptumsatzträger ist, dann : Finger weg. Selbst, wenn Dein Klient einen Sponsor für Miete, Strom, pipapo findet, also überhaupt keine weiteren Kosten hat, kann das nie und nimmer den Mann ernähren -
oder vielleicht doch : wenn er den Laden jeden Tag nur zwei Stunden betreiben muss, um auf diese Zahlen zu kommen, was ich mal bezwofele.
Allerdings fehlen bei Deinem Posting doch recht viele sachdienliche Angaben :
- Margen aller Sortimentsbestandteile?
- Fixkosten (Miete pipapo)?
- Öffnungszeiten, sprich Zeitaufwand?
- Sortimentserweiterung möglich (Fläche, Absatzmöglichkeiten)?
- …
Gruß kw
Aufgrund der vorliegenden Informationen würde ich es ebenfalls nicht empfehlen dieses Geschäft einzugehen.
Überlege auch mal was dieser hohe Umsatz für Pflichten mit sich bringt und was am Ende für ein „Gewinn“ entsteht…
@okinaptz uglwf: wieso verzinst du die 40000 Euro mit 8% ?
Hollahi.
@okinaptz uglwf: wieso verzinst du die 40000 Euro mit 8% ?
Einfach nur angenommen als kalkulatorischer Zinssatz. Feel free to take another 
Gruß kw
Hallo Francesco,
die Tätigkeit ist MM nur als Nebenerwerb für einen Partner interessant. Zeitaufwand zu hoch und Margen zu klein um davon eine Familie ernähren zu können. Weiterhin ist der Abschlag max 20.000 € MM wert.
Leider liegen nur grobe Zahlen vor. Ich denke aber auch wenns genauer wird, würde sich meine Meinung nicht ändern.
Tod geborenes Kind. Finger weg. Oder halt als Nebenerwerb (OHNE PERSONAL und bei Urlaub oder Krankheit muß einer aus der Familie (absolute Vertrauensperson) mit ran!!!) mit kleinerem Abschlag.
Gruß
Martin
P.S.: Vergeßt die NK nicht. Außerordentlic hoch, wenn ich nur an die Versicherungen denke…
Der bisherige Betreiber hat jetzt eine Abfindung aufgerufen,
die 40.000,- € betragen soll. Dafür gibt es die Konzession und
einen Warenbestand an Zeitungen und Tabakwaren von vielleicht
2.500,- €. Die Einrichtung ist so am Ende, dass man sie nur
noch entsorgen kann, muss also komplett neu eingerichtet
werden.
Angeblich liegen die Lottoumsätze bei wöchentlich ca. 4.500,-
bis 5.000,- €. Der Gewinn wären 6,5%.
Rohgewinn
Lotto: 5.000 x 52 x 6,5 % = 16.900 EUR
Zeitschriften, Tabak etc = 12.000 EUR 1)
Summe: 28.900 EUR
Personal, 1 Vollzeitkraft 18.000 EUR 2)
Ladenmiete 3.600 EUR 3)
Zinsen (37.500 x 6 %) 2.250 EUR
sonstiges 2.500 EUR
Summe: 26.350 EUR
Überschuß: 2.550 EUR
Das knapp 15fache des zu erwartenden Gewinns ist für eine Immobilie OK. Für eine Lottoannahmestelle würde ich nicht mehr als das 3fache ansetzen.
Ohne eine Gewinnermittlung der letzten drei Jahre dieses Geschäfts lässt sich m.E. keine seriöse Aussage treffen. Aufgrund der Art der Bewerbung (4 - 5 TEUR wöchentlicher Umsatz = 260.000 im Jahr) dürfte der erwirtschaftete Gewinn aber wohl nicht wesentlich von den Annahmen abweichen.
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Geraten, keine Ahnung, welcher Rohertrag mit Zeitschriften und und Tabak in einem Kölner Vorort erwirtschaftet werden kann. Für 1.000 EUR monatlich müssten um die 10.000 EUR umgesetzt werden (Marge liegt m.W. bei um die 10 %).
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1.000 EUR brutto + 50 % Nebenkosten. Das dürfte sehr konservativ sein.
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Wiederum geraten. Ich könnte mir vorstellen, daß man für 300 EUR warm einen Laden ausreichender Größe (25 qm) anmieten kann.
Hallo kw,
vielen Dank für die Erläuterungen. Das Geschäftslokal wäre etwa 70 qm groß. Das derzeitige Sortiment besteht aus Tabak, Zeitschriften und eben Lotto. Ich denke, der neue Betreiber könnte das Sortiment erweitern und irgendwelche kreative Ideen einbringen wie etwa eine Kaffeebar und/oder Handyverträge usw.
Die Lottogesellschaft geht von 10% bis 13% des Jahresumsatzes ohne Lotto aus, was als Abfindung üblicherweise gezahlt würde. Könntest du das bestätigen?
Gruß,
Francesco
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Hallo Robert,
welchen Gewinn muss man erwarten können, wenn man eine Abfindung von 40.000,00 € investiert und zusätzlich die gesamte Ladeneinrichtung erneuern muss?
Gruß,
Francesco
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Hallo Martin,
unser Klient muss eine 4köpfige Familie ernähren. Kann man nicht umgekehrt rechnen und sagen: Soundsoviel muss das Geschäft bringen und dann von dem Lottoanteil ausgehend feststellen, ob der dann noch notwendige Umsatz erwirtschaftet werden kann oder unrealistisch ist?
Wie hast du die 20.000,00 € errechnet. Ich müßte dem Klienten das ja argumentativ verkaufen müssen.
Gruß,
Francesco
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Hallo Markus,
wenn ich die Herren von der Lottogesellschaft in Münster richtig verstanden habe, bewegen sich die Abfindungen zwischen 15.000,- € und 120.000,- €, je nach Umsatz und Lage.
Danach ist 40.000,- € ein Betrag im unteren Bereich. Aber ich kann ihn nicht hochrechnen. BWAs und andere aussagekräftige Unterlagen existieren nicht oder werden verweigert.
Vielleicht ist der Laden auch runtergewirtschaftet. Interessant ist dann auch, was man aus ihm machen kann. Und dafür muss man ihn erst einmal haben und das kostet Geld.
Wir drehen uns irgendwie im Kreis.
Deshalb wäre es doch interessant, die Berechnungen umgekehrt zu machen und sagen zu können, wieviel Gewinn erzielt werden muss, damit sich diese Investition amortisiert.
Gruß,
Francesco
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Danach ist 40.000,- € ein Betrag im unteren Bereich. Aber ich
kann ihn nicht hochrechnen. BWAs und andere aussagekräftige
Unterlagen existieren nicht oder werden verweigert.
Ich würde mir mal überlegen, warum das so ist.
Deshalb wäre es doch interessant, die Berechnungen umgekehrt
zu machen und sagen zu können, wieviel Gewinn erzielt werden
muss, damit sich diese Investition amortisiert.
Der Kapitaleinsatz müssten für solch ein Geschäft m.E. 10 - 12 % bringen (sonst kann ich sie auch in Wertpapieren anlegen). Damit meine ich Gewinn nach kalkulatorischen Kosten (insb. auch Arbeitslohn).
Neben den 40.000 EUR müssten wohl noch weitere 20.000 EUR (Ladeneinrichtung etc) investiert werden. Nach Abzug aller Kosten (auch kalkulatorischer Kosten) müssten also 6 - 8.000 übrigbleiben.
Hallo Martin,
Auch hallo und sorry für die späte Rückmeldung,
unser Klient muss eine 4köpfige Familie ernähren.
Ja dann viel Spaß!!!
Kann man nicht umgekehrt rechnen und sagen: Soundsoviel muss das
Geschäft bringen und dann von dem Lottoanteil ausgehend
feststellen, ob der dann noch notwendige Umsatz erwirtschaftet
werden kann oder unrealistisch ist?
Egal wie du es rechnest, es bleibt nicht genug über um Miete, NK, Versicherungen, Rücklagen, etc. aufzubauen bzw. zu bezahlen. Schon garnicht wenn man Lebenshaltungskosten für einen 4 Personenhaushalt hat.
Wie hast du die 20.000,00 € errechnet. Ich müßte dem Klienten
das ja argumentativ verkaufen müssen.
Nix errechnet, da müßte ich erstmal alle zahlen haben. Ist analog dem was mein Kunde damals zahlte. Aber der Laden hat den dreifachen Umsatz gehabt, Shop in einem großen Marktcenter, allerdings ohne Schreibwaren. halt Zeitschriften Tabak und Lotto.
Ich glaube du wirst deinen Kunden echt ganz klar darlegen müssen, das die zahlen für Ihn absolut Harakiri sind. Was macht der denn, wenn die Straße neu gepflastert wird? Wenn er krank wird? Er kann sich bei den Zahlen keine Rücklagen aufbauen.
Würdest du das Geschäft betreiben?? Mal ganz ehrlich. Was wurde denn bißher als Kostenstruktur gerechnet??
Viele grüße und viel Spaß bei zerstören der Träume deines Kunden
Martin