Hallo Sven,
ich glaube, wir reden da aneinander vorbei.
Bist Du sicher, daß Dich „meine“ Meinung zu dem Fonds interessiert hat?
Kapitalanlage:
Ein Immobilienfonds, oder eine vermietete Immobilie, ist zweifelsohne eine Kapitalanlage.
Eine selbstgenutzte Immobilie, hat aber auch den Charakter eines langlebigen Konsumgutes.
Auch wenn sie zunächst natürlich jede Menge Kapital bindet.
Wenn Du Dir heute ein Nudelsieb kaufst, ist es nach der Kasse, (als Kapitalanlage) schlagartig nahezu wertlos.
Nicht weil sein Gebrauchswert für Dich geringer wurde, sondern weil der Markt für Gebrauchtnudelsiebe als eher eng anzusehen ist.
Dir selbst kann das Ding aber noch Jahre und Jahrzehnte Freude bereiten.
Es interessiert Dich einfach nicht, was Du dafür an der Nudelsiebbörse bekommen würdest.
Folgekosten eines Fehlinvestments:
Was denkst Du, wer die Folgekosten trägt, wenn Dein Fondsmanager Schrottimmobilien kauft?
Notfälle:
Der Notgroschen muß immer vorhanden sein und darf nur für Notfälle angetastet werden.
Wer seinen Notgroschen zur Finanzierung einer Immobilie mißbraucht, hat nichts verstanden.
Kredit für selbstgenutzte Immobilie:
Da muß man sich schon im klaren darüber sein, auf was man sich einläßt.
Ob man es sich zutraut oder nicht.
Eine überstürzte Handlung kann böse ins Auge gehen.
Alle von Dir angeführten Argumente und noch viele mehr, muß man sich vergegenwärtigen und gegeneinander abwägen.
Die Verantwortung für Deine Entscheidung nimmt Dir niemand ab.
Verstehe mich bitte nicht falsch.
Ich will Dir Deinen Fonds doch nicht madig machen.
Wenn er Deinen Ansprüchen genügt, ist es doch okay.
Aber er ist auch nicht der Universaldeckel, der immer und überall auf jeden Topf paßt.
Meiner Meinung nach sollte ein Teil des Vermögens in Immobilien stecken.
Ich für mich halte bis zu 50% bei selbstgenutzter Immobilie, und bis zu 20% bei Immobilienfonds, für angemessen.
Der eine baut sich ein Haus, der andere fährt einen Porsche, der dritte fotografiert nur mit Minolta und der vierte spart alles, und geht dafür vorzeitig in den Ruhestand.
Und jeder hat die für sich richtige Entscheidung getroffen.
Sei doch froh, daß wir es können.
Gruß Fritz
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