Hallo!
Ich habe eine grundsätzliche Frage zum Begriff „Loudness“. Was ist für das menschliche Gehör besser, ein Lied normal abzuspielen oder mit „Loudness“-Einstellung? Das Argument, man müsse die Musik an die Gehörkurve anpassen kenne ich, aber genauso habe ich gehört dass gerade Bässe und Höhen das Gehör am meisten schädigen. Wie sollte ich also Musik am Computer „equalizen“ um bei großer Lautstärke den „gesündesten“ Effekt für meine Ohren heraus zu holen?
Gruß, B. J.
???
Ich habe eine grundsätzliche Frage zum Begriff „Loudness“. Was
ist für das menschliche Gehör besser, ein Lied normal
abzuspielen oder mit „Loudness“-Einstellung?
Das ist Geschmackssache! Ich benutze nie Loudness, nur um aus den Hasenkästen in der Küche etwas mehr korrekten Bass rauszukitzeln.
Das Argument, man
müsse die Musik an die Gehörkurve anpassen kenne ich,
Ach ja, es geht darum dass bei geringer Lautstärke die Empfindlichkeit des Gehörs außerhalb des Sprachfrequenzbereichs abnimmt, also z.B. Musik an Attraktivität, durch geringer wahrgenommene Bässe und Höhen, verliert. Richtig?
genauso habe ich gehört dass gerade Bässe und Höhen das Gehör
am meisten schädigen.
Unsinn! Das Gehör lässt sich am Besten im Bereich seiner höchsten Empfindlichkeit = Sprachfrequenzbereich (1 - 4 kHz) schädigen.
Mit lauten Bässen kannst du dir höchstens die Eingeweide durchkneten. Oder mehr.
Wie sollte ich also Musik am Computer
„equalizen“ um bei großer Lautstärke den „gesündesten“ Effekt
für meine Ohren heraus zu holen?
Nach Geschmack. Und einfach nicht so laut. Ist auch besser für das längere Verweilen in der gleichen Mietwohnung *g*.
Bei mir ist das vollkommen linear (meine „große“ Anlage im Wohnzimmer hat überhaupt keine Klangsteller). Und dann sollte es die Nennabhörlautstärke von 85 dB für laute Passagen sein = empfohlene Abhörlautstärke für beurteilungssicheres Hören über längere Zeiträume.
Gruß
Stefan
Hallo!
Ich habe eine grundsätzliche Frage zum Begriff „Loudness“. Was
ist für das menschliche Gehör besser, ein Lied normal
abzuspielen oder mit „Loudness“-Einstellung? Das Argument, man
müsse die Musik an die Gehörkurve anpassen kenne ich, aber
genauso habe ich gehört dass gerade Bässe und Höhen das Gehör
am meisten schädigen. Wie sollte ich also Musik am Computer
„equalizen“ um bei großer Lautstärke den „gesündesten“ Effekt
für meine Ohren heraus zu holen?
hallo auch,
wenn du eine echte loudness-regelung hast (evtl. sogar mit anpassungsmöglichkeit an die empfindlichkeit deiner lautsprecher), wirst du feststellen, das die bass und höhenanhebung bei höheren lautstärken (abhängig von der stellung des lautstärkereglers) reduziert wird. dementsprechend wird dann dein gehör nicht durch die anhebung der tiefen und hohen töne geschädigt, sondern durch die lautstärke an sich.
ob sich loudness schön anhört oder nicht, kannst nur du allein entscheiden.
gruss wgn
Gruß, B. J.
Hi B. J.!
(an alle MASH-Fans: für was steht BJ???
)
Eignetlich ist alles gesagt. Ergänzung:
Machn wir uns bewusst was „Loudness“ meint! Hier wird eine hohe Abspiellautstärke (eine hohe LAUTHEIT) simmuliert. Wollen wir das? Muss jeder Hörer für sich beantworten. Im Prinzip: Eher nicht! Musik, Sprache usw klingt dadruch extrem unnatürlich (bei geringer Lautstärke), weil das Lautheitsempfinden des Ohres ausgetrickst werden soll! Die TonIngs, Tonmeister und Musiker haben das anders vor Augen ääh OPhren gehabt (sonst hätten Sie die Loudness-Anhabung gleich mit eingebaut). Ich bin da komplett GEGEN EQs beim Endverbraucher! Allerhöchstens zur Anpassung der Raumakustik.
LG
Florian
Präzission: ‚Loudness‘
Machn wir uns bewusst was „Loudness“ meint! Hier wird eine
hohe Abspiellautstärke (eine hohe LAUTHEIT) simmuliert.
Weiß nicht, ob man das so pauschal sagen kann, weil die Aussage missverständlich ist. „Loudness“ passt bei sehr leiser(!) Musik das Frequenzspektrum für das menschliche Gehör so an, dass der Höreindruck der Musik dem bei bei höherer (normaler Zimmer-)Lautstärke entspricht.
Das menschliche Gehör ist im „Mittenbereich“ am sensitivsten (weil das der Frequenzbereich ist, in dem wir kommunizieren), Mitteltöne werden daher auch noch bei geringer Lautstärke deutlich wahrgenommen, wogegen die Wahrnehmung im Bass- und Hochtonbereich mit sinkender Lautstärke überproportional stark abimmt. Deshalb werden diese Komponenten bei Loudness-Einstellung überbetont.
Letztlich dient die „Loundness“-Einstellung also dazu, Musik - wenn man sie sehr leise(!) hört - trotzdem realistisch wiederzugeben. Keineswegs ist sie gazu gedacht, laute Musik zu hören.
LG Jesse
Hi!
Machn wir uns bewusst was „Loudness“ meint! Hier wird eine
hohe Abspiellautstärke (eine hohe LAUTHEIT) simmuliert.
Weiß nicht, ob man das so pauschal sagen kann,
Aber ich, man kann! Ein korrekter Loudness-Schalter passt das Filter (Höhen und Tiefen-Verstärkung) dem Volume-Regler an. Hier dient wahrscheinlich die Phone-Skala bzw. Robinson-Dadson (http://www.sengpielaudio.com/Fletcher-MunsonIstNicht…) oder eine vereinfachung Pate!
weil die
Aussage missverständlich ist. „Loudness“ passt bei sehr
leiser(!) Musik das Frequenzspektrum für das menschliche Gehör
so an, dass der Höreindruck der Musik dem bei bei höherer
(normaler Zimmer-)Lautstärke entspricht.
Mit einer kleinen Korrektur entspricht das meiner, durchaus nicht missverständlichen Aussage! Zimmerlautstärke wird sicher nicht simuliert! Ich habe das mal nachgeprüft, die „Loudness“-Einstellung nimmt nur bei voll aufgedrehter Volume-Regler-Stellung keine Korrektur mehr vor! Das ist logisch sowi sachlich korrekt! ABER damit simuliert diese Schaltung volle Lautstärke bzw. Lautheit (Loudness). Dazu müsste an die Loudness-Schaltung ein definierter Pegel geliefert werden, der einen eindeutig definierten akustischen Bezugpunkt hat, das nie der Fall! Mir ist außerdem keine Loudness-Schaltung bekannt, die den Pegel des Geöhrten prüft, daher ist das Ergebnis vom Produzenten absolut nicht antizipierbar und somit in jedem Falle eine Verfälschung, auf jeden Fall in der Praxis!
Deshalb werden diese Komponenten bei
Loudness-Einstellung überbetont.
Eben!!!
Letztlich dient die „Loundness“-Einstellung also dazu, Musik -
wenn man sie sehr leise(!) hört - trotzdem realistisch
wiederzugeben. Keineswegs ist sie gazu gedacht, laute Musik zu
hören.
Was auch keinen Effekt hat, s.o.!
LG
Florian
Hallo Leute!
Also zunächst einmal vielen Dank für eure Bemühungen.
Ich würde diese ganze „Loudness“-Geschichte nicht so als nebensächlichen „Geschmack abhängigen“ Spaß beschreiben. Warum arbeiten denn alle guten DJs in Diskos mit der Loudness-Kurve? Ganz einfach: Weil sonst hinterher allen die Ohren klingeln. Warum wird bei Studioaufnahmen im Nachhinein die Loudness-Kurve angepasst? Weil es sonst „dumpf“ klingt.
Unsinn! Das Gehör lässt sich am Besten im Bereich seiner
höchsten Empfindlichkeit = Sprachfrequenzbereich (1 - 4 kHz)
schädigen.
Mit lauten Bässen kannst du dir höchstens die Eingeweide
durchkneten. Oder mehr.
Der Unsinn, mein lieber Freund, liegt darin dass gerade die Bässe das Gehör am meisten schädigen!!! Denn die haben die größte Wellenlänge und walzen gerade die Häärchen im Ohr, die für die Wahrnehmung der Höhen zuständig sind, als erste kaputt. Das ist der große Irrtum, dass Bässe „nur“ unangenehm sind.
Im Grunde wollte ich nur eine Sache wissen: Wenn ich Musik extram laut höre, was ist besser? Loudness-Kurve oder nicht?
Gruß
Black Jack
So so
Also zunächst einmal vielen Dank für eure Bemühungen.
Ich würde diese ganze „Loudness“-Geschichte nicht so als
nebensächlichen „Geschmack abhängigen“ Spaß beschreiben.
DAMALS ca. 1960 (?) als das Thema „Loudness/Contour“ (oder wie immer es auf den alten Verstärkern hieß) aufkam war Lärmschmutz kein Thema. Es ging um voluminösen Klang bei nachbarverträglichen Lautstärken. Also um Geschmacksfragen. So wie man 3 Mal aufgewärmtes mit etwas Knoblauch immer noch mal schmackhaft bekommt.
Warum
arbeiten denn alle guten DJs in Diskos mit der Loudness-Kurve?
Gute DJs? Hört sich an wie schnelle Bassisten oder fleissige Sänger.
Mit DJs meinst wohl diese Menschen, bei denen die Clip-Anzeigen am Mischpult immer flackern und die Summen-Aussteuerungsanzeige immer am Rechtsanschlag ist? Wo Tanita Tikaram genauso verzerrt wie Metallica klingt? Oder wie ich es ausdrücken würde: Scheisse!
Ganz einfach: Weil sonst hinterher allen die Ohren klingeln.
Warum wird bei Studioaufnahmen im Nachhinein die
Loudness-Kurve angepasst?
Wer hat dir denn das gesagt. Vielleicht wird ja beim Tekkkkkkkkkkkkkkkno so gemastert?
Weil es sonst „dumpf“ klingt.
Dumpf klingt es wenn Höhen in unpassender Balance zum Rest sind. Das ist bei Hall & Oates was anderes als bei Dream Theater oder gar Ayreon.
für die Wahrnehmung der Höhen zuständig sind, als erste
kaputt. Das ist der große Irrtum, dass Bässe „nur“ unangenehm
sind.
Quelle?
Im Grunde wollte ich nur eine Sache wissen: Wenn ich Musik
extram laut höre, was ist besser? Loudness-Kurve oder nicht?
Große Abhörlaustärke (also laut) = Loudness-Funktion AUS
Gruß
Stefan
Hallo Stefan!
Also: Danke für deine Antwort (das war die erste präzise).
Quelle dafür dass Bässe besonders schädlich sind: Akustiker. Der sagte mir, die Häärchen für die Höhen sitzen gerade am Anfang des Innenohrs; und die Bässe walzen diese als erste platt.
Quelle dafür dass die DJs IMMER die Loudness-Kurve anwenden müssen: Selbsterfahrung. Tatsächlich ist das so, wenn die das nicht tun, dass einem hinterher die Ohren klingeln. Naja wahrscheinlich eben gerade deswegen weil die Ohren die Mitten am besten hören; deswegen müssen die bei großer Lautstärke runter.
Das mit dem voluminösen Klang stimmt; deswegen sind auch alle CD-Aufnahmen Frequenz geregelt. Auch wenn ich selber etwas aufnehme klingt das so lange dumpf bis ich es entsprechend filtere.
Jedenfalls war der Grund für meine Anfrage der Widerspruch:
Auf der einen Seite schädigen laute, hohe Töne (4000-8000 kHz) das Gehör, auf der anderen Seite regelt man die Höhen bei großer Lautstärke gerade hoch und die Mitten runter. Deswegen wollte ich wissen, wem ich glauben soll.
Gruß
J.
Moin Jack!
Quelle dafür dass Bässe besonders schädlich sind: Akustiker.
Nur hat der vom Ohr keine Ahnung! Da kennen sich Mediziner und Tonmeister/TonIngs besser aus. Fakt ist, dass der Mittenbereich wegen seiner Empfindlichkeit am gefährdetsten. Wellellänge und Beugbarkeit in der Gehörschnecke auch gut --> fachlich Unfug!
Quelle dafür dass die DJs IMMER die Loudness-Kurve anwenden
müssen: Selbsterfahrung.
Das ist Käse, PUNKT. Wenn Du das mit der Loudness richtig verstanden hättest (Lautstärkeabhänigkeit) und das es keine Loundess-Kurve gibt (wie in den Anderen Postings beschrieben) ging Dir das auf!
Ich habe am Freitag mit einer Elektrocombo in einem Club gespielt. Wir haben den Ausgang FLAT gelassen… Später die höhen ABgesenkt (waren soch zu arg) und bekamen trotzdem das Feedback es wären zu wenig mitten da, obschon ich auch den Bass sehr leicht abgesenkt hatte… Und wir sind alle Brufsmusiker gewesen…
Das mit dem voluminösen Klang stimmt; deswegen sind auch alle
CD-Aufnahmen Frequenz geregelt.
??? Was heißt das???
Auch wenn ich selber etwas
aufnehme klingt das so lange dumpf bis ich es entsprechend
filtere.
Dann sind deine Mics doer deine Ohren schon defekt! Ein Dozent sagte mal so schön: Macht mit dem Instrument und den Mics den Sound, EQs kommen später, und weißt Du was? Er hat recht! Ich habe echt gute Aufnehmen gemacht, die schon Ohne EQs hochwertig und alles andere als Dumpf klingen.
Jedenfalls war der Grund für meine Anfrage der Widerspruch:
Auf der einen Seite schädigen laute, hohe Töne (4000-8000 kHz)
das Gehör, auf der anderen Seite regelt man die Höhen bei
großer Lautstärke gerade hoch und die Mitten runter.
??? Profis machen das sicher nicht! (Ich meine „richtige“ Profis mit Ausbildung und Background)
Deswegen wollte ich wissen, wem ich glauben soll.
Den Jungs die das wie Du erwähnst handhaben eher nicht!
Grüßle
Florian
Danke
Moin Flo!!!
Ja dann mal danke schön, das sind doch ordentliche Argumente dafür dass mir falsche Sachen erzählt wurden. Ich wollte das deshalb wissen, weil ich eben nun mal selber eine Mittenabsenkung (Knalltrauma) habe. Deswegen muss ich mich mit solchen Dingen wie Gehörschutz beschäftigen.
Da du dich ja anscheinend sehr gut auskennst, gestatte mir noch eine andere Frage: Was heißt „0dB“ in einem Audioprogramm? Denn de facto ist die Lautstärke ja vom Lautstärkeregler abhängig. Wie kann ich die absolute Lautstärke bestimmen, wenn ich weiß: Im Audioprogramm sind es „0dB“ und meine Anlage ist voll aufgedreht?
Gruß,
Jack
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Moin!
Moin Flo!!!
Bitte nicht!
(Knalltrauma)
SCHEISSE!
Was heißt „0dB“ in einem Audioprogramm?
Da haste Dir gleich die großen Fragen der Pegelrechnung ausgesucht. Im Prinzip isses einfach:
0dB (richtig geschrieben: 0dBFS FS=Fullscale=Vollaussteuerung) ist das Maximum! Je nach Quantisierung (BIT) geht es unterschiedlich weit nach unten: 16BIT -98dB (ja, streng genommen 96+2, aber 96 steht meist dran) 24 BIT -144 (oder -146) 32BIT-Float (ca -1500dB!!!) Hier handelt es sich um RELATIVEN-Pegel! Warum? Es wird der Pegel relativ zur Vollaussteuerung angegeben.
Wenn deine Anlage „volle Pulle“ hat und im Audioprogramm „0dB“ steht, musst Du messen! Das hängt davon ab, wieviel Pegel (Spannung) Deine Soundkarte herausgibt, wieviel Dein Verstärker umsetzt und welchen Wirkungsgrad Deine Boxen haben. Klar könnte man berechnen. Besser: 1kHz Sinus, und messen. Der RELATIVE Pegelunterschied ist dann wieder gleich, Bsp: Wenn Du bei „alles volle Pulle“ 140dBSPL gemessen hast, und verringerst den Pegel der Audiodatei um 40 dB, bleibt auch am ende 40dB weniger übrig. Übrigens: db ist KEINE Einheit:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dezibel#Dezibel
http://www.virtuallyaudio.ch/publikationen/dezibel/d…
Denn de facto ist die Lautstärke ja vom
Lautstärkeregler abhängig.
JA
Wie kann ich die absolute
Lautstärke bestimmen, wenn ich weiß: Im Audioprogramm sind es
„0dB“ und meine Anlage ist voll aufgedreht?
Messen!
LG
Florian
OK, Florian,
dann vielen Dank! Ich denke jetzt habe ich wieder ein bisschen was gelernt.
Viele Grüße,
J.