Low-level Kopie einer IDE-Festplatte

Hallo zusammen,

ich hätte eine Überlegung aus einer Situation in der das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist bzw. die Festplatte schon nicht mehr im BIOS erkannt wird (und natürlich keine Sicherungskopie vorhanden ist).

Es handelt sich um eine normale IDE-Platte und meine Idee ist, ich könnte auf unterster Protokoll-Ebene die Platte mehr oder weniger Bit für Bit auslesen und auf eine zweite Platte draufschreiben. Das ganze natürlich nicht über Windows oder PC da sie dort ja sowieso nicht mehr erkannt wird sondern über separate Hardware.

Meine Frage nun: unter der Prämisse dass ich die defekte Platte bitweise kopieren kann, wie sind dann die Chancen dass ich auf der Kopie auf der guten Platte die Daten wieder auslesen kann?

Was ich mir noch als Seiten-Vorgabe vorstellen könnte ist dass ich die gute Platte zuerst im PC auf das selbe Dateiformat formatiere wie die kaputte und danach den Bootsektor z.B. nicht kopiere. Die entsprechende Messausstattung habe ich, Hardware zum kopieren kann ich erstellen.

Kommentare zu diesem Vorgehen? Vielleicht noch spezielle Hinweise?

Ich gebe zu, normalerweise wäre das was für den Festplatten-Notdienst, da es sich allerdings um eine Privatplatte handelt ist das hier zu teuer.

Vielen Dank für entsprechende Hinweise,

Fritz

Hallo Fritz,

Es handelt sich um eine normale IDE-Platte und meine Idee ist,
ich könnte auf unterster Protokoll-Ebene die Platte mehr oder
weniger Bit für Bit auslesen und auf eine zweite Platte
draufschreiben. Das ganze natürlich nicht über Windows oder PC
da sie dort ja sowieso nicht mehr erkannt wird sondern über
separate Hardware.

Die unterste Protokoll-Ebene liest Sektoren, bei heutigen Platten ist ja die ganze Elektronik inklusive einer CPU im Laufwerk. Dadurch ist, ausser dem Hersteller, nicht mehr bekannt wie die Daten überhaupt auf der Platte codiert sind. Durch das Zone-Recording weisst du auch gar nicht mehr wieviele Sektoren auf einer Spur liegen, das ändert von Zone zu Zone.

Wenn das BIOS gar nichts mehr erkennt, dann ist zumindest die Elektronik im Eimer.

Wenn es nur an der Elektronik liegt, geht der einfachste Weg über eine identisches Laufwerk, bei welchem man die Elektronik ausbaut und in das defekte Laufwerk einbaut. Weitere Infos solltest du hier bei W-W-W finden.

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,

Wenn das BIOS gar nichts mehr erkennt, dann ist zumindest die
Elektronik im Eimer.

Wenn es nur an der Elektronik liegt, geht der einfachste Weg
über eine identisches Laufwerk, bei welchem man die Elektronik
ausbaut und in das defekte Laufwerk einbaut. Weitere Infos
solltest du hier bei W-W-W finden.

MfG Peter(TOO)

die Elektronik wäre die Platine oben drauf? Oder ist direkt an der Platte auch noch was dran das ausgetauscht werden müßte?

Schönen Gruß,

Fritz

Hallo Fritz

Die Sache mit der identischen Festplatte und dem Ersatzcontoller, wie Peter sie beschreibt, ist eine Möglichkeit aber keine Garantie. Normalerweise ist in dem Gehäuse, dass man auf KEINEN FALL öffenen darf, keine oder nur sehr wenig Elektronik drin, der Controller selbst sitzt auf der großen Platine.

Schau Dir auch vorsichtshalber mal an, ob Du die Platine einfach abstecken kannst, oder ob Du löten musst.

Gruß Gerold

Ein guter Link zum Thema
http://www.xdatenrettung.de/festplatte-faq.html

Hallo Fritz,

die Elektronik wäre die Platine oben drauf?

Richtig, das ist praktisch die gesammte Elektronik der Festplatte.

Oder ist direkt an
der Platte auch noch was dran das ausgetauscht werden müßte?

Oft sind die Vorverstärker für die Köpfe direkt im Laufwerk eingebaut. Allerdings ist das eine Einheit mit den Schreib/Leseköpfen, kannst du also nicht austauschen, da danach die Spurlage nicht mehr stimmt.

Bei der Winchester-Technik, muss die Spurlage beim Zusammenbau nicht justiert werden, da die Platten ja nicht gewechselt werden können und die Platte immer mit den „eigenen“ Köpfen formattiert wird.

MfG Peter(TOO)