LS-Kopplung und Pauli Prinzip

Hi Leute,

habe Probleme mit dem Quantengedöhns und brauch dringend Hilfe.

Bsp: ¹²C mit der Elektronenkonfig: 1s²2s²p²
Wenn ich mir jetzt die nicht abgeschlossene Schale Schnappe (2p²) und sämtliche Möglichkeiten durchspiele L=2,1,0 S=1,0 erhalte ich folgendes:
[S=1]: | ³D_3,2,1 | ³P_2,1,0 | ³S_1
[S=0]: | ¹D_2 | ¹P_1 | ¹S_0

Nun ist mir klar, dass wenn ich das Pauli-Prinzip anwende ³S_1 ausschließen muss da Spins und Bahndrehimpulse der beiden Elektronen identisch sind. Aus dem gleichen Grund kann ich auch ³D_3,2,1 eleminieren.
Aber warum fliegt ¹P_1 raus? Die Spins sind doch offensichtlich verschieden da S=0. Irgendwie verstehe ich das nicht. Kann mir jem. paar generelle Hinweise geben wie man sowas macht?

Hilfe!
Gruss Marco

Hallo,

Aber warum fliegt ¹P_1 raus?

Wie kommst du darauf, dass es rausfliegt?

Die Spins sind doch
offensichtlich verschieden da S=0.

eben.

Irgendwie verstehe ich das
nicht. Kann mir jem. paar generelle Hinweise geben wie man
sowas macht?

Man überlegt man sich einfach alle möglichen Zahlen für den Gesamtdrehimpuls J, also alle Zahlen zwischen |L-S| und L+S. Das wären im Falle L=1 und S=1 die Zahlen J = 0,1,2 und im Falle L=1 und S=0 die Zahl J=1. Und damit bist du eigentlich schon fertig und erhälst gemäß der Schreibweise 2S+1LJ

den Singulettzustand ¹P_1

und die drei Triplettzustände: ³P_0, ³P_1 und ³P_2

Gruß
Oliver

Ich komme darauf weil es in meiner Musterlösung steht. :wink:

Gruss Marco

Ich komme darauf weil es in meiner Musterlösung steht. :wink:

Ich nehme an, dass der Zustand nicht in der Musterlösung erwähnt ist, weil er in der Regel nicht in der 1s²2s²2p² Konfiguration, sondern in der 1s²2s12p³ Konfiguration angenommen wird. Es gibt aber keinen physikalsichen Grund, der gegen die erstgenannte Realisierung spricht.

Gruß
Oliver