Hallo,
neulich flog ein Fax an mir vorüber (leider etwas zu schnell).
Darin stand etwas darüber, dass die Gründung einer Ltd. einer GmbH vorzuziehen sei, weil man weniger Startkapital benötigt. Rechtlich sei sie aber solide etc…
Wer weiß etwas darüber und wann ist diese Unternehmensform eigentlich wirklich interessant.
Lieben Dank
Susanne
Hallo Susanne,
schau mal auf der Seite des Interessenverbandes Limited in Deutschland vorbei:
Vielleicht hilft Dir das weiter.
Herzliche Grüße aus dem jetzt wieder sonnigen Sachsen-Anhalt sendet
Die Dorit.
Schau mal ans Ende vom Artkelstrang da gibt es eine kilometerlange Diskussion zum Thema.
Wenn das nicht reicht schau ins Archiv, da gibt es die gleiche Diskussion noch fünfmal (mindestens).
gruss
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Hallo Susanne!
Darin stand etwas darüber, dass die Gründung einer Ltd. einer
GmbH vorzuziehen sei, weil man weniger Startkapital benötigt.
Sobald sich solche Aussage findet, schmeißt Du den Zettel am besten gleich weg, weil der Verfasser entweder bewußt in die Irre führt oder von Unternehmensgründungen und zweckmäßiger Rechtsform keine Ahnung hat.
Die Höhe des erforderlichen Startkapitals hängt nur davon ab, was man machen will. Für einen Bratwurststand braucht man sicherlich etwas weniger Startkapital als für ein Flugzeugwerk, das Airbus und Boeing als Marktführer ablösen soll.
Jetzt gehts um die Finanzierung. Wenn jemand 1.000 Geldgeber braucht, wird das Vorhaben in der Rechtsform des Einzelunternehmens schwierig. Dann ist z. B. eine AG passender. Bei der Rechtsform geht es u. a. um Kapitalbeschaffung, Mitspracherechte der Kapitalgeber und um Haftungsfragen.
Es macht wenig Sinn, für den Betrieb der erwähnten Bratwurstbude eine Kapitalgesellschaft zu gründen. Wenn man aber eine Kapitalgesellschaft braucht, macht es keinen Sinn, eine Kapitalgesellschaft ohne Kapital zu gründen, denn die Beschaffung des Kapitals ist ja gerade der Witz der Sache. Nach Volkes irriger Meinung reduziert sich das Wesen einer Kapitalgesellschaft als GmbH auf die beschränkte Haftung. Diese verengte Sicht ausnutzend, werben britische Kontaktleute mit britischen LTds, weil deren Haftungskapital sehr gering sein kann. Außerdem wird der verbreitete Irrtum ausgenutzt, wonach eine Ltd nur mit einem britischen Pfund haftet. Der Fall ist zwar denkbar, aber grundsätzlich haftet ein Unternehmen nach oben unbegrenzt mit allem, was da ist. Regelmäßig sind Banken die größten Gläubiger. Die geben Kredite nur gegen persönliche Bürgschaft des Geschäftsführers. Damit hat sich die Haftungsbeschränkung in den meisten Fällen schon erledigt. Außerdem haftet ein GF für viele Dinge ohnehin persönlich.
Von dem ganzen Getue um britische Kontaktleute, die für die Ltd-Gründung und auch danach laufend die Hand aufhalten, will ich gar nicht erst anfangen. Kurz: Eine britische Ltd in Deutschland ist in praktisch allen Fällen teurer Unsinn.
Gruß
Wolfgang
Danke, war sehr hilfreich
und nächsts mal schau ich vorher nach…
Hallo @-all
Ein sehr informativer Link für Personen die wirklich an einer solchen Möglichkeit interessiert sind und die Vorteile auch nutzen können. Dafür gabs auch das Sternchen.
Gruß
Martin