Ltd Gesellschaft als alternative zum GmbH

Guten Tag,
Ich habe gehört,dass eine Ltd Gesellschaft, die gleiche Sicherheit bietet, wie eine GmbH aber weniger Kosten bei der Anmeldung und ein geringeres Startkapital verlangt.Ist es als EU Bürger wirklich problemlos möglich eine englische Ltd mit Standort in Deutschland zu gründen? Ich habe bisher nur von Firmen gehört, die eine solche Gründung ermöglichen aber teilweise bis zu 2000 Euro jährlich verlangen und sich mit um die Verwaltung des Unternehmens kümmern.
Er wäre freundlich, wenn vielleicht jemand von seinen Erfahrungen berichten könnte bzw. nähere Informationen hätte.

Viele Grüße

Informatics

Hier bitte nachlesen (auch das pdf):
http://www.berlin.ihk24.de/BIHK24/BIHK24/produktmark…

Meine Sache wäre das nicht - mach am Anfang doch lieber eine GbR oder sonst was und bau das Kapital auf, wenn du GmbH haben willst.

Hallo,

such mal im Archiv (Premium-Mitgliedschaft ist kostenlos) nach
Ltd oder Limited,
da sind alle Contra-Argumente gut aufgeführt.

Ciao max@

Als Tip W. Dreyer ist selbst Unternehmer,

wofür: Ltd Gesellschaft als alternative zum GmbH
Hi,
wofür denkst Du überhaupt über GmbH oder Ltd. nach. Ausser Mehrkosten hast Du keine Nutzen
Michael

Hallo Informatics,

ich habe einen Verdacht:
Du meinst mit „die gleiche Sicherheit bietet“ NICHT für den Kunden und für den Lieferanten der Ltd. statt der GmbH - das wäre nämlich nicht so - sondern für Dich als Firmengründer („Mach ich Pleite, geht nicht mein privates Geld mit drauf“).
Da muss ich aber davor warnen (kenne mich ein Bißchen aus - hatte selbst eine GmbH - Gott hab sie seelig) - denn die sogenannte Durchgriffshaftung der GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer gegenüber Banken, Leasinggebern etc. kann Dich finanziell auch privat killen.
Und nach einem Urteil des AG Hamburg (AZ: 67gIN358/02) haften die Gesellschafter einer Ltd. bei nicht ausreichendem Kapital auch mit ihrem persönlichen Vermögen.

Michael

Hi,
denke nicht so viel über Durchgriffshaftung etc. nach. Weder eine Bank, noch eine Leasinggesellschaft und kaum ein Lieferant wird Dir ohne persönliche Bürgschaft was vorab geben/Verleasen etc.
Gruß
Michael

Guten Tag!

Ich habe gehört,dass eine Ltd :Gesellschaft, die gleiche
Sicherheit bietet, wie eine :GmbH aber weniger Kosten bei :der Anmeldung und ein :geringeres Startkapital :verlangt.

Das erforderliche Startkapital ist ausschließlich von der Art des Geschäfts abhängig. Für z. B. eine Flugzeugfabrikation braucht man i. a. etwas mehr Kapital als etwa für einen Hausmeisterservice. Nachdem man aus dem Geschäftsplan ersieht, wieviel Kapital gebraucht wird und woher es kommen soll, kann man sich Gedanken über die passende Rechtsform machen. Vielleicht braucht man gar kein Gewerbe und kann gemäß § 18 EStG als Freiberufler arbeiten. Vielleicht ist eine Gründung als Aktiengesellschaft oder in einer beliebigen anderen Rechtsform sinnvoll. Ohne Kenntnis des Geschäftsplans und ohne Kenntnis des persönlichen, familiären und wirtschaftlichen Hintergrunds der Gründer ist keine Aussage möglich.

Eine allgemein gültige Aussage ist aber dennoch möglich: Die Annahme, eine Kapitalgesellschaft ohne Kapital (damit werben die Ltd-Vermittler) hätte irgendwelche Vorteile gegenüber anderen Rechtsformen, ist regelmäßig irrig.

Es gibt Fälle, in denen Strohmannkonstruktionen und außerhalb Deutschlands ansässige Briefkastenfirmierungen gangbar erscheinen. Etwa nach rechtskräftiger Verurteilung wegen einer Insolvenzstraftat und Berufsverbot wird die einschlägige Tätigkeit als Selbständiger in D unmöglich. Aber daraus ist schon ersichtlich, in welchen Ruf man sich hierzulande mit solcher Konstruktion begibt. Darüber hinaus ist allgemein bekannt, daß manche blondhirnigen Leute glauben, ohne Geld und ohne Verantwortung für das eigene Tun (fürchterlicher Irrtum!) wirtschaften zu können. Deshalb werden sich Lieferanten schwer hüten, auch nur das Schwarze unter dem Fingernagel ohne Vorkasse zu liefern. Banken sehen das sehr ähnlich. Überhaupt sind bei Newcomern aller Art immer persönlich haftende Menschen aus Fleisch und Blut im Vorteil. Juristische Personen, die nur als Druckzeile in irgendwelchen Registern existieren, kann man im Zweifelsfall nicht greifen.

In den weitaus meisten Fällen ist ein Gründer am besten dran, wenn er den eigenen guten Namen sowie die eigene fachliche und kaufmännische Kompetenz nebst überzeugendem Geschäftskonzept zu Markte trägt. Nebenbei ist das auch noch der preiswerteste und unkomplizierteste Weg.

Vermutlich werden in Deutschland alljährlich tausende Mannjahre damit vertrödelt, den einfachen Weg der Gewerbeanmeldung mit absurd teuren Konstruktionen zu umgehen, um sich dafür auch noch mehr oder weniger lächerliche Kunstnamen auszudenken. Statt solcher Vergeudung ist Hirnschmalz im Geschäftsplan, in Finanzierungsfragen und in einer knackigen Vertriebsstrategie sinnvoller investiert.

Gruß
Wolfgang

Danke für die Antworten :smile:

Viele Grüße

Informatics