Hallo!
Ein Italiener hieße Luciano. Woher käme im Mittelalter jemand, der Lucian heißt?
Gruß,
Eva
Hallo!
Ein Italiener hieße Luciano. Woher käme im Mittelalter jemand, der Lucian heißt?
Gruß,
Eva
Hallo Eva,
lass mich raten: Du bist immer noch bei Deinen Grossbart-Brüdern, oder? Dann kannst Du vermutlich auch nicht mehr Kontext geben, als dass Lucian ein fiktiver Seemann ist.
Nähern wir uns der Geschichte mal von zwei Seiten: Zunächst ist der Name lateinischen Ursprungs; in der Form Lucian (und nicht Lucianus, Luciano oder Lucien) ist/war er wohl im Deutschen, Englischen und Rumänischen üblich. Dabei muss man jedoch die Einschränkung machen, dass der Name im Deutschen und Englischen (über das Rumänische kann ich keine Aussage machen) eher selten ist. Zudem klingt er ein wenig „elitär“; so einen Namen würde man also eher in einem Kloster vermuten, bei dem Sohn reicher bzw. adeliger Eltern o.ä., aber eben nicht bei einem einfachen Seemann.
Wenn man sich dem Namen bzw. der Figur innerhalb der Geschichte nähert, würde ich darauf tippen, dass er wohl Italiener sein soll. Denn wenn ich die Passagen, die ich überflogen habe, richtig interpretiert habe, dann muss ein anderer Seemann (Raphael) in einem Gespräch mit einem der Grossbarts für Lucian übersetzen; an anderer Stelle steht, dass die Grossbarts kein Italienisch sprechen. Wobei man sich dann natürlich fragen müsste, warum die beiden Lucian und Raphael (und nicht Luciano und Raffaele) heißen. Aber bei „deutschen“ Namen wie Manfried und Hegel Grossbart oder Venezianern namens Alexis Barousse muss man sich wohl auch über solche Ungenauigkeiten nicht wundern…
Gruß,
Stefan
Hallo, Stefan!
lass mich raten: Du bist immer noch bei Deinen
Grossbart-Brüdern, oder?
He, hast Du recherchiert? ))
Wenn man sich dem Namen bzw. der Figur innerhalb der
Geschichte nähert, würde ich darauf tippen, dass er wohl
Italiener sein soll.
Das weiß man eben nicht so genau, deshalb frage ich. Der Raphael ist Franzose, denn er allein versteht die Muttersprache von de Meaux und war bei der „Weißen Kompanie“. http://www.condottieri.at/index.php?option=com_conte… zu der vermutlich auch Franzosen gehjörten. Allerdings sagt er, er habe nur kurze zeit dort gedient, also war er vielleicht doch ein in den Sog geratener Italiener …
warum die beiden Lucian und
Raphael (und nicht Luciano und Raffaele) heißen
Der Raphael, falls Franzose, brauchte, gleube ich, zwei Pünktchen auf dem e und der Lucian ist vielleicht wirklich Rumäne oder so was, aber weshalb sollte Raphael Rumänisch - oder so was - können …? Venedig hat lange einen schwunghaften Handel mit Sklaven aus den Balkanländern betrieben, weil die als Ketzer galten, erst Anfang 1300 - habe die Daten nicht genau im Kopf - war damit Schluss, weil sie der Christenheit einverleibt wurden, von da an hat man Schwarze als Sklaven ge- und verkauft. Unwahrscheinlich ist es also nicht, dass sich die Nachkommen da noch herumgetrieben haben. An Bord ist auch noch ein Karl, der aber kein Deutscher sein kann, weil nicht erwähnt wird, dass er sich mit den Großbarts unterhalten hätte.
„deutschen“ Namen wie Manfried und Hegel Grossbart oder
Venezianern namens Alexis Barousse muss man sich wohl auch
über solche Ungenauigkeiten nicht wundern…
Der gute Barousse muss irgendwo aus der Levante kommen. Als er Venedig verlässt, heißt es, er kehrt zurück nach „Arabien“ und will dort bleiben.
Um keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen: Das Buch macht Spaß
Gruß,
Eva
Hallo Eva,
He, hast Du recherchiert?
))
naja, das war ein Schuss ins Blaue. Ich hatte eben noch den Barousse im Hinterkopf und war damals eben auch auf das Buch gestoßen. Und ich lag ja richtig damit.
Der Raphael, falls Franzose, brauchte, gleube ich, zwei
Pünktchen auf dem e
Ja, die beiden Punkte bräuchte er. Und wenn der Autor diese unterschlagen hat, könnte es natürlich auch sein, dass unser Lucian eigentlich ein Lucien und damit auch Franzose sein soll.
und der Lucian ist vielleicht wirklich Rumäne oder so was
Das halte ich irgendwie doch für ein wenig unglaubwürdig. Ein rumänischer Seemann passt für mich irgendwie nicht in eine Piratengeschichte. Zumal es eben auch weit hergeholt wäre, wenn der Franzose Raphaël fließend Rumänisch spräche. Denn dann wären wir wieder bei den absurden Familiengeschichten, die ich Dir seinerzeit zu Barousse angeboten habe…
Der gute Barousse muss irgendwo aus der Levante kommen. Als er
Venedig verlässt, heißt es, er kehrt zurück nach „Arabien“ und
will dort bleiben.
Ooooha. Das wird ja immer bunter… Da mache ich mir lieber keine Gedanken drüber, wie das alles in den Stammbaum passt…
Um keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen: Das Buch
macht Spaß
Habe ich ja auch nie bestritten. Ich finde halt nur die Namen (und dadurch potentiellen Biographien) etwas… nun ja… „interessant“. Ich glaube fast, Du solltest dem Autor mal einen langen Brief schreiben und ihn fragen, woher seine Figuren stammen.
Gruß,
Stefan