LUCIFER- könig der welt!

also nachdem ich hier so einige ansichten „bibel treuer christen“ über „gott“ und „satan“ gelesen habe, interessiert mich unter anderem doch sehr- warum machte „gott“ eigentlich „LUCIFER“ nach seinem „aufstand“, noch netter weise zum „könig der welt“???..
ich meine, irgendwie erscheint es mir für einen „guten“ „gott“, gar nicht mal so nett, den inbegriff des „real“ existierenden „bösen“ ausgerechnet zum herrn des real existierenden universum zu machen???..
und was haben wir denn da noch für eine chance, wenn unser „herr“ (denn wir befinden uns ja nicht im „paradies“ sondern eben in der „welt“, im universum) eigentlich das „böse“ ist???..
mit auf „erklärung“ hoffenden grüßen
nadir

Hallo nadir,

also nachdem ich hier so einige ansichten „bibel treuer
christen“ über „gott“ und „satan“ gelesen habe, interessiert
mich unter anderem doch sehr- warum machte „gott“ eigentlich
„LUCIFER“ nach seinem „aufstand“, noch netter weise zum „könig
der welt“???..
ich meine, irgendwie erscheint es mir für einen „guten“
„gott“, gar nicht mal so nett, den inbegriff des „real“
existierenden „bösen“ ausgerechnet zum herrn des real
existierenden universum zu machen???..

Ich probiere es mal, so weit man es aus der Bibel herauslesen kann.
Satan wurde als Engel geschaffen. Er hat gegen Gott rebelliert. Aber er war nicht der Einzige. Auch andere Engel haben gegen Gott rebelliert, die nun als Dämonen bezeichnet werden.
Satan wird aber unter den rebellierenden Engeln besonders heraugehoben. Man kann mutmaßen, dass er eine besonders hohe Stellung unter den Engeln inne hatte und speziell für die Erde, nicht das Universum, zuständig war.

Gruß
Carlos

hallo carlos
also angeblich war lucifer einer der sieben erzengel und angeblich auch noch der schönste von jenen sieben!
desweiteren:
die bibel spricht nicht von erde sondern von „welt“ (wäre interessant, wie dahin gehend die orginal latainischen bzw. alt grichischen texte lauten!)

doch selbst wenn es sich „nur“ auf die erde beziehen sollte, warum macht gott dann ausgerechnet den satan zum herrn der erde!?
er hätte ja zb auch gabriel zum herrn der erde machen können! warum ausgerechnet das „böse“ und nicht das „gute“!?..der mensch war doch schon genug geplagt, mit dem rauswurf aus dem paradies!
warum macht gott ihm also noch das böse zum herrn!? zumal der mensch mit dem fall der engel nun wirklich nicht das geringste zu tun hatte!
oder könnte es sein, dass die erde so etwas wie ein gefängnis, für die „straftäter“ gottes ist!??

gruß
nadir

Igitt, nein!

Ich probiere es mal, so weit man es aus der Bibel herauslesen
kann.

Das ist doch alles in die Bibel hineingelesen. Davon steht kein Wort dort. Und das ist hier schon zigmal dargelegt worden.

Fritz

Hallo Fritz,

Das ist doch alles in die Bibel hineingelesen. Davon steht
kein Wort dort. Und das ist hier schon zigmal dargelegt
worden.

bleiben wir mal bei den Fakten.

„Und der HERR sprach zum Satan: Woher kommst du? Und der Satan antwortete dem HERRN und sagte: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandern auf ihr.“ (Hiob 1,7)

„Und es wurde geworfen der grosse Drache, die alte Schlange, der Teufel und Satan genannt wird, der den ganzen Erdkreis verführt, geworfen wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm geworfen.“ (Offb.12,9)

„Ich weiss, wo du wohnst: wo der Thron des Satans ist; und du hältst meinen Namen fest und hast meinen Glauben nicht verleugnet, auch in den Tagen des Antipas, meines treuen Zeugen, der bei euch, wo der Satan wohnt, ermordet worden ist.“ (Offb.2,13)

„Er (Jesus) sprach aber zu ihnen: Ich schaute den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.“ (Luk.10,18)

„Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an;“ (2.Kor.11,14)

„Deshalb wollten wir zu euch kommen - ich, Paulus -, nicht nur einmal, sondern zweimal, und der Satan hat uns gehindert.“ (1.Thess.2,18)

" 31 Wenn aber der Sohn des Menschen kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen; 32 und vor ihm werden versammelt werden alle Nationen, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirte die Schafe von den Böcken scheidet. 33 Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken. …
41 Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!" (Matth.25,31-41)

„Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier als auch der falsche Prophet ist; und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden in alle Ewigkeit.“ (Offb.20,10)

Das ist jetzt nur der Text, wie er in der Bibel steht (Elberfelder Übersetzung).

Was man da jetzt zusätzlich hineinlesen kann, ist eine andere Sache.

Gruss Harald

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Hallo nadir,

doch selbst wenn es sich „nur“ auf die erde beziehen sollte,
warum macht gott dann ausgerechnet den satan zum herrn der
erde!?
er hätte ja zb auch gabriel zum herrn der erde machen können!
warum ausgerechnet das „böse“ und nicht das „gute“!?..der
mensch war doch schon genug geplagt, mit dem rauswurf aus dem
paradies!
warum macht gott ihm also noch das böse zum herrn!? zumal der
mensch mit dem fall der engel nun wirklich nicht das geringste
zu tun hatte!
oder könnte es sein, dass die erde so etwas wie ein gefängnis,
für die „straftäter“ gottes ist!??

wenn ich da ein klein wenig interpretieren darf:

Der Fall Lucifers geschah lange vor der Erschaffung des Menschen.

"1 Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. " (Genesis 1, 1-2)

Ich vermute, dass zwischen den ersten beiden Versen der Bibel eine nicht definierte Zeitspanne liegt. Und in dieser Zeit wurde Satan auf die Erde geworfen. Er übernahm die Regierung und das Ergebnis sehen wir in Vers 2.

Ab Vers 3 finden wir eine „Restaurierung“ der Erde und der Mensch wurde zum Bewahrer geschaffen.

Leider ließ der Mensch sich von Satan beeinflussen. Und würde der Mensch so weitermachen wie bisher, würde die Erde bald wieder „wüst und leer“ (orig: tohu wa bohu) sein.

Gruss Harald

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Hallo Nadir, aber auch andere

Du hast etwas wichtiges erkannt, in der Bibel wird von Erde und von Welt gesprochen und es ist durchaus nicht dasselbe gemeint. Die Erde ist der Planet, die „Kugel“ auf der wir draufstehen. Herrscher über die Erde und das Universum ist Gott. Die Welt ist vereinfacht gesagt, die hier vorherrschende „Philosophie“, die „Philosophie“ des sündigen Menschen, die „geistliche Heimat“ ist vieleicht besser ausgedrückt. Ist vielleicht zu unpräzis ausgedrückt, deshalb ein Beispiel: In der Bibel steht, „Ihr (die Christen) seid nicht von dieser Welt“, heisst soviel wie, Ihr gehört nicht dazu, seid geistlich nicht Untertan dieser Welt, im Gegensatz derer, die Jesus nicht als Ihren Herrn bekennen. Der Herrscher dieser (geistlichen) Welt ist Satan.

Hoffe, dass ich einigermassen diesen sehr wichtigen Unterschied darlegen konnte

Gruss
Beat

Harald, siehe oben
.

Carlos siehe unten, Erde nicht gleich Welt
.

Hallo Harald,

Der Fall Lucifers geschah lange vor der Erschaffung des
Menschen.

"1 Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der
Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. "
(Genesis 1, 1-2)

Ich vermute, dass zwischen den ersten beiden Versen der Bibel
eine nicht definierte Zeitspanne liegt. Und in dieser Zeit
wurde Satan auf die Erde geworfen.

Bitte interpretiere das doch mal genauer. Wir sind doch heute soweit, einen
Urknall anzunehmen und der soll etwa vor 6 Milliarden Jahre stattgehabt haben.
Dann hat sich die Materie zu Galaxien geformt. Eben auch unsere Milchstraße. Und
dort ganz am Rand in einem der Spiralarme sitzen wir nun auf unserer Erde.

Gabs also vor Vers 2 schon mal einen perfekten Himmel und auch Erde?
Und dann wurde Luzifer geworfen?

Er übernahm die Regierung

und das Ergebnis sehen wir in Vers 2.

Er hat also eine dann noch vorhandene saubere Schöpfung regiert und an die Wand
gefahren?

Ab Vers 3 finden wir eine „Restaurierung“ der Erde und der
Mensch wurde zum Bewahrer geschaffen.

Ein geduldiger Gott, aber etwas beschränkt. Bei seinen Möglichkeiten hätte er
a.) Luzifer auf einen anderen Stern werfen können. Es waren genug da.
b.) Den Menschen in seine erste Schöpfung setzen.

Übrigens, wie war das mit dem Paradies? War das noch was besseres im Unterschied
zum Rest der Erde. Hat da Luzifer nicht regiert?

Ich weiß, ich weiß: davon steht nichts in der Bibel und Gottes Ratschluß ist
unerforschlich.

Aber interpretieren tust Du ja auch.

Gruß
Wolfgang

Leider ließ der Mensch sich von Satan beeinflussen. Und würde
der Mensch so weitermachen wie bisher, würde die Erde bald
wieder „wüst und leer“ (orig: tohu wa bohu) sein.

Gruss Harald

Hallo, Harald und natürlich auch alle anderen,

wir hatten das schon.

In der Bibel steht Satan, Teufel, Beezebub, Luzifer und was nicht alles.

Aber was das bedeutet, wie die Autoren dies gemeint haben und wie wir das heute zu verstehen haben, ist damit noch lange nicht geklärt.

Wir glauben ja auch nicht mehr, dass „Gott“, diese untaugliche Arbeitshypothese der Theologen und Gläubigen, die Welt in sieben Tagen geschaffen und den Menschen aus Lehm zusammen gebacken hat.

Ich verweise einmal mehr auf die grundlegende, ausführliche, akribisch erarbeitete und wissenschaftlich fundierte und neutrale Monografie zu diesem Thema:

Herbert Haag, Teufelsglaube , ISBN: 378050393X Buch anschauen

Ohne dieses Buch zur Kenntnis genommen zu haben, kann man meiner unbescheidenen Meinung nach bei diesem Thema gar nicht mitreden.

Hier stehe ich! Ich kann nicht anders. Und ich brauche keine Hilfe! :wink:

Fritz

1 „Gefällt mir“

Hallo Fritz,

Herbert Haag, Teufelsglaube , ISBN: 378050393X Buch anschauen

Ohne dieses Buch zur Kenntnis genommen zu haben, kann man
meiner unbescheidenen Meinung nach bei diesem Thema gar nicht
mitreden.

Es juckt in den Fingern etwas zu schreiben, was man mir auch schon entgegengeschmettert hat; „Hast du denn keine eigene Meinung“. :wink:

Ich glaube dir gern, dass es sich um ein herausragendes Buch handelt. Aber, dass es die einzige Quelle für die Erkenntnis zu dem Thema Teufel ist, bezweifle ich. Es hängt davon ab, in welchem Kontext man die Figur des Teufels betrachtet. Betrachtet man das gesamtens historische Umfeld, vielleicht noch kulturübergreifend?

Ich persönlich beschränke mich auf das Bild, dass sich durch die Aussagen der Bibel, bzw. den Kanon, entsteht. Und das ist sehr eingeschränkt. Da gibt es kein Wesen mit Hörnern und Ziegenbeinen und viele andere traditionelle Vorstellungen auch nicht.

Aber wie ich es schon erwähnt habe, dieses Forum lebt von der Vielfalt der Meinungen und Kenntnisse.

Gruß
Carlos

Hallo Nadir,

also angeblich war lucifer einer der sieben erzengel und
angeblich auch noch der schönste von jenen sieben!
desweiteren:

In der Bibel gibt es keine Aussagen diesbezüglich. Wie Harald schon erwähnte, kann er den Menschen als ein Engel des Lichts erscheinen.

warum macht gott ihm also noch das böse zum herrn!? zumal der
mensch mit dem fall der engel nun wirklich nicht das geringste
zu tun hatte!

In der Bibel wird der Teufel wird als der gegenwärtige Herrscher der Welt bezeichnet, der hier seinen Einfluß ausübt. Es wird nicht beschrieben, wie der Teufel in seine Position kam, bzw. welche Stellung er in der Engelshierarchie hatte. Überhaupt geht die Bibel in Bezug auf die Angelegenheiten von Engeln nur sehr rudimentär ein.
Deswegen kann ich hier nur spekulieren.

oder könnte es sein, dass die erde so etwas wie ein gefängnis,
für die „straftäter“ gottes ist!??

2.Petrus 2:4
4 In der Tat, wenn Gott sich nicht davon zurückhielt, die Engel, die gesündigt hatten, zu bestrafen, sondern dadurch, daß er sie in den Tartarus warf, sie Gruben dichter Finsternis überlieferte, um sie für das Gericht aufzubehalten

Hier wird wirklich ein Gefängnis beschrieben, aber es spricht nichts dafür, dass die Erde mit diesem Tartarus identisch sein soll.

Gruß
Carlos

Es juckt in den Fingern etwas zu schreiben, was man mir auch
schon entgegengeschmettert hat; „Hast du denn keine eigene
Meinung“. :wink:

Nur zu!
Dazu kann ich sagen, dass ich eine eigene Meinung habe, dass ich meine eigene Lektüre hinter mich gebracht habe, dass ich meine eigenen Überlegungen angestellt und meine Schlüsse gezogen habe und zu meinem eigenen Ergebnis gekommen bin.

Und der Herr Haag, bei dem ich vor Jahrzehnten Vorlesungen im Fach „Exegese des Altes Testaments“ gehört habe, drückt in seinem Buch das aus, was auch meine Meinung ist.
Und er macht das besser als ich es kann.
Darum empfehle ich es.

Fritz

Hallo Fritz!

In der Bibel steht Satan, Teufel, Beezebub, Luzifer und was
nicht alles.

Aber was das bedeutet, wie die Autoren dies gemeint haben und
wie wir das heute zu verstehen haben, ist damit noch lange
nicht geklärt.

Da stimme ich dem Grundsatz nach zu.

Das schlimmste, was ein „Gläubiger“ sich selbst antun kann, ist, den Teufel zu „verteufeln“.
Und das eigentlich Diabolische ist, dass man stets die „Qual der Wahl“ hat, also Entscheidungen treffen muss, von denen man nicht absehen kann, wohin sie tatsächlich führen. Und durch das Wissen „Gottes Wege sind unergründlich“ schliesst sich dann wieder der Kreis.

Ich verweise einmal mehr auf die grundlegende, ausführliche,
akribisch erarbeitete und wissenschaftlich fundierte und
neutrale Monografie zu diesem Thema:

Herbert Haag, Teufelsglaube , ISBN: 378050393X Buch anschauen

Ohne dieses Buch zur Kenntnis genommen zu haben, kann man
meiner unbescheidenen Meinung nach bei diesem Thema gar nicht
mitreden.

Ich habe mal kurz bei Amazon.de geschaut… das Buch ist dort ohne Kommentare, sogar ohne Inhaltsangabe gelistet.

Könntest du grundsätzlich zu dem Buch etwas (mehr) aussagen?

Hier stehe ich! Ich kann nicht anders. Und ich brauche keine
Hilfe! :wink:

(War ^das^ jetzt Fritz, oder war’s Goethe? :wink:)

Gruss & CU
DannyFox64

Hallo!

doch selbst wenn es sich „nur“ auf die erde beziehen sollte,
warum macht gott dann ausgerechnet den satan zum herrn der
erde!?

@nadir: Nein, der Bezug ist universell. Die allermeisten Menschen (als Leute oder ungebildete, uneingeweihte Bürger) konnten noch vor 150-200 Jahren noch nicht viel mehr verstehen, als dass es eine Welt als Erde gibt. Dass diese von einem Kosmos oder Weltall reden konnten, war undenkbar.

er hätte ja zb auch gabriel zum herrn der erde machen können!
warum ausgerechnet das „böse“ und nicht das „gute“!?..der
mensch war doch schon genug geplagt, mit dem rauswurf aus dem
paradies!

@nadir: Nun, wer sagt denn, dass Luzifer „der Böse“ ist? Sind das nicht auch Menschen, die das sagen/sagten?
Es gibt in Wirklichkeit kein Gut und Böse. Vielmehr sollten wir es verstehen lernen, wie es die Buddhisten kennen: Es gibt heilsame und nicht heilsame Taten. (Wobei „nicht-heilsam“ nicht gleich bedeutet, dass es schädlich ist.)

warum macht gott ihm also noch das böse zum herrn!? zumal der
mensch mit dem fall der engel nun wirklich nicht das geringste
zu tun hatte!

@nadir: Doch, doch, das allermeiste hat der Mensch mit dem Fall der Engel zu tun. Als Geistige Wesen sind wir Menschen die, die mit Luzifer in die Materie gefallen sind, quasi seine Anhängerschaft.

Schau: Das Problem ist, dass aus Gründen der Machtausübung die meisten Religionen es nicht zulassen konnten, dass „das Volk“ verstünde, was wirklich ist. (Wir erleben das ja auch heute: auf Kosten der meisten Menschen haben ein paar wenige immensen Reichtum. BTW: Ich glaube auch nicht, dass W.H. Gates die reichste Person der Welt ist; über die Reichsten wissen wir gar nichts, die sind unbekannt, stehen nicht in der Öffentlichkeit und können sich so frei bewegen wie Du und ich.)

Wir können ja noch nicht einmal sagen was das Böse „ist“! Ich stelle in Frage, dass es das „gibt“!

oder könnte es sein, dass die erde so etwas wie ein gefängnis,
für die „straftäter“ gottes ist!??

Die Erde ist ein Übungsplanet, damit wir Menschen unsere sog. Emotionalkörper von „unreinen Gefühlen“ klären können.

(Auf Planet Erde gibt es keine Passagiere. Alle gehören zur Mannschaft/Besatzung!)

wenn ich da ein klein wenig interpretieren darf:

Der Fall Lucifers geschah lange vor der Erschaffung des
Menschen.

"1 Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der
Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. "
(Genesis 1, 1-2)

Ich vermute, dass zwischen den ersten beiden Versen der Bibel
eine nicht definierte Zeitspanne liegt. Und in dieser Zeit
wurde Satan auf die Erde geworfen. Er übernahm die Regierung
und das Ergebnis sehen wir in Vers 2.

@Harald:

Du vermutest richtig!

Die Schöpfung selbst erfolgte zuerst im Geiste (Gottes, der Universellen-Schöpferkraft), bevor sie in (physisch-materielle) Erscheinung treten konnte.

Und dieses in Erscheinungtreten als Materie wird versinnbildlicht durch den Sturz Luzifers und der anhängenden Seelenanteile… und diese jene machen nun die körperliche Erfahrung, um den Geist zu klären und sich zurückzuführen. Man nennt es auch Aufstieg oder Transformation.

Die „Geschichte“ um Luzifer/Satan soll uns lediglich helfen, die Geistigen Vorgänge zu verstehen. (Mehr dazu vielleicht ein andermal.)

Gruss & CU
DannyFox64

Haag, Teufelsglaube
Könntest du grundsätzlich zu dem Buch etwas (mehr) aussagen?

Gern.

Haag stellt zuerst die traditionelle Lehre vom Teufel dar und zwar die katholische wie auch die evangelische.

Dann untersucht er, wie sich diese Lehren in der Katechese niederschlagen.

Dann die Auswirkungen der Lehren auf Gebete und Liturgie (Exorzismen etc.)

Dann beginnt er mit einer langen und ausführlichen Untersuchung des Dämonenglauben im Altertum, angefangen in Mesopotamien, Ägypten, Phönizien und Arabien.

Es folgt die Darstellung des Dämonenglauben im Alten Testament.

Es folgt die Darstellung des Satanbildes im AT mit der Untersuchung aller Stellen, in denen vom Satan die Rede ist.

Es folgt dieselbe Untersuchung in den Schriften des biblischen Umfeldes.

Zwei Exkurse beschäftigen sich mit der Paradiesesschlange und dem Dualismus bei Zarathustra.

Er kommt dann zu Satan und dem Bösen im Neuen Testament. Dabei wird Jesus´ Handeln und Reden in Hinsicht auf das Böse und den Satan dargestellt, seine „Teufelsaustreibungen“ und Heilungen.

Die Vorstellungen vom Bösen und dem Teufel bei den Synoptiker wird untersucht.

Dasselbe geschieht für die Paulinischen Schriften, schließlich für das Johannes-Evangelium und endlich für die späten neutestamentlichen Schriften.

Dann werden noch die Auswirkungen des Teufelsglaubens in der Geschichet danach dargestellt.

Es wird untersucht, was „Bessenheit“ bedeutete.

Die Auswikungen des Teufelsglaubens auf die Hexenverfolgungen werden dargestellt.

Die Verteuflung der Juden und eine Untesuchung des alten und moderen Satanismus sind die letzten Themen vor dem Schlusswort.

Einige Teile des Buches wurden von Fachleuten des jeweiligen Themas verfasst.

Es ist also kein Traktat, kein Bekenntnisbuch, kein Pamphlet, sondern eine gediegene exegetische und historisch-kritische Aufarbeitung des Themas, die mit all den falschen und halbfalschen und halbrichtigen Vorurteilen aufräumt, die sich im Laufe von fast vier Jahrtausenden angesammelt haben.

Haag hat sich mit diesem Buch und einigen anderen zu diesem Thema bei der Amtskirche nicht just beliebt gemacht.

Ein kurzer Nachruf:

Ein Theologe der besonderen Art

Herbert Haag ist tot


1915 in der Ostschweiz geboren, 2001 in Luzern gestorben - das sind die äußeren Daten im Leben des Professors der Theologie Herbert Haag. Nach der Ausbildung in Feldkirch, Rom und Paris, in Jerusalem, Leiden und Boston war er Vikar im Bistum Basel, von 1948 bis 1960 war er Professor für alttestamentliche Wissenschaft, von 1960 bis 1980 an der Universität Tübingen. Danach hat er sich nach Luzern zurückgezogen.

Er war ein fachlich profilierter Theologe und dazu streitbar - er suchte die Herausforderung mit seiner Kirche. Die klerikale Oberkirche fühlte sich oft provoziert und strafte ihn ab. „Der Abschied vom Teufel“ heißt das Buch, das besondere Aufmerksamkeit erregte.
Mit 82 kam Haag nach Trier, wo er mit uns „30 Jahre imprimatur“ feierte.
Das Thema seines Vortrages:
„Abschied vom Klerus. Die Kirche der Zukunft ohne Priester?!“ mit der provokanten These: Jesus wollte keine Priester.
Mit unserer Zeitschrift fühlte er sich verbunden: „streitlustig, querköpfig, gut informiert und immer was zu lachen“.

Es passt zu ihm, dass er zu seinem 70. Geburtstag den „Herbert-Haag-Preis“ ins Leben rief Für Freiheit in der Kirche. Bis zuletzt schrieb er seine Gedanken nieder und kam zu der Schlussfolgerung: „In der jetzigen zentralistischen Form hat Kirche keine Zukunft“. Bei aller Kritik, die er äußerte war er kein verbissener Mensch, sondern optimistisch und humorvoll.

Die „Neue Züricher Zeitung“ schrieb am 27.08.01:
„So hinterlässt Herbert Haag ein doppeltes Lebenswerk: Erkenntnisse, Aufschlüsse, Revisionen, Deutungen in einem weitgespannten Fachbereich; und Beunruhigung, ein Lebenselexier - geistig und geistlich.“

Hier stehe ich! Ich kann nicht anders. Und ich brauche keine
Hilfe! :wink:
(War ^das^ jetzt Fritz, oder war’s Goethe? :wink:)

Das ist doch aus Beethovens „Kleiner Nachtmusik“. :wink:

Und dann lohnt es sich immer wieder die einschlägigen Kapitel in Thomas Manns „Joseph und seine Brüder“ nachzulesen.
Das ist auch so ein Buch, ohne dessen Lektüre man in Sachen Religion besser nicht mitredet.
Und ein Genuss beim Lesen!

Gruß & CU2

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Vielen Dank, Fritz!

Ich habe Dein Posting gerne gelesen.

Ein Theologe der besonderen Art
Herbert Haag ist tot

…kommt mir bekannt vor; ich habe damals (2001) von ihm, besser „über ihn“ gehört.

Hier stehe ich! Ich kann nicht anders. Und ich brauche keine
Hilfe! :wink:
(War ^das^ jetzt Fritz, oder war’s Goethe? :wink:)

Das ist doch aus Beethovens „Kleiner Nachtmusik“. :wink:

Ist das jetzt ein „Test“?
Ich bin in dieser Hinsicht halt ein richtiger Kulturbanause… obwohl ich mir durchaus den Spass mache, und nochmal meine „Maximen und Reflexionen“ von Goethe raushole.

Und dann lohnt es sich immer wieder die einschlägigen Kapitel
in Thomas Manns „Joseph und seine Brüder“ nachzulesen.
Das ist auch so ein Buch, ohne dessen Lektüre man in Sachen
Religion besser nicht mitredet.
Und ein Genuss beim Lesen!

Nun, glaube mir, das ist ziemliche Ansichtssache. Denn das Lesen solcher Bücher alleine führt nicht zur (Lebens-) Weisheit. Aber es kann sein, dass man mit manchen Menschen über Religio nicht redet, wenn man das ein oder andere Buch nicht gelesen hat oder auswendig kennt.

Meist ist Schweigen und Licht/Liebe senden besser, als auch nur einen Ton von sich zu geben. Denn es bewirkt so mehr. (Das ist meine Erfahrung. :wink:)

Nun, genug für heute morgen.

Grüsse durch’s Netz der Netze

DannyFox64

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Hier stehe ich …
Guten Morgen, Danny!

Kannst du schon auf sein?
Es war ja spät bzw. früh, als du zuletzt postetest.

Hier stehe ich! Ich kann nicht anders. Und ich brauche keine
Hilfe! :wink:
(War ^das^ jetzt Fritz, oder war’s Goethe? :wink:)

Das ist doch aus Beethovens „Kleiner Nachtmusik“. :wink:

Ist das jetzt ein „Test“?

Nein nicht doch. Als du Goethe ins Spiel brachtest, hörte ich schon ironischen Spott; darum spann ich den Faden weiter.

Das geht wie bei dem Witz:
A: Do you know Schiller?
B: O yeah, Skilla, yes of cause; but we call him Gouthi, a famous German composer. Hier wrote: Da klaine Nacktmusik" dadadadaaaaa; dadadadaaaaa.

Das Zitat:
Hier stehe ich; ich kann nicht anders! Gott helfe mir!/So wahr mir Gott helfe!
aber wird Martin Luther als Abschluss seiner Verteidungsrede seiner Thesen vor dem Wormer Reichstag untergeschoben.

In den selbigen Protokollen findet sich diese Worte zwar nicht. Aber Luther hat, wenn er später davon berichtete, wohl gedacht: Das wäre ein toller Schluss meiner Rede gewesen! und wie oft wurde aus einem irrealen Wunsch der Verganegenheit bei jedem Erzählen mehr und mehr Realität. Am Ende hat er wohl selber geglaubt, dass es den Satz gesagt häbe!

Fritz

1 „Gefällt mir“

Guten Tag, Fritz!

Guten Morgen, Danny!

Kannst du schon auf sein?
Es war ja spät bzw. früh, als du zuletzt postetest.

Nein, ich habe einen anderen Lebensrhythmus als die meisten anderen Menschen. (Das kann durchaus für Verwirrung sorgen. *g)

Ist das jetzt ein „Test“?

Nein nicht doch. Als du Goethe ins Spiel brachtest, hörte ich
schon ironischen Spott; darum spann ich den Faden weiter.

Nun, manchesmal frage ich so. Eher selten, dass ich bei Sachverhalten ironisch bin, und ganz, ganz selten, dass ich spotte.

Ich habe einfach nur gemerkt, dass diese Aussage (oder der Aus-/Spruch) etwas zu bedeuten hat; wusste aber nicht konkret, wer es gesagt haben sollte. So könnte es Goethe durch den Faustus gewesen sein. – Aber Du löstest es ja auf…

Das geht wie bei dem Witz:
A: Do you know Schiller?
B: O yeah, Skilla, yes of cause; but we call him Gouthi, a
famous German composer. Hier wrote: Da klaine Nacktmusik"
dadadadaaaaa;
dadadadaaaaa.

Oh’ der ist gut! (Aber es könnte auch ein Japaner gewesen sein! :smile: )

Das Zitat:
Hier stehe ich; ich kann nicht anders! Gott helfe mir!/So
wahr mir Gott helfe!

aber wird Martin Luther als Abschluss seiner Verteidungsrede
seiner Thesen vor dem Wormer Reichstag untergeschoben.

In den selbigen Protokollen findet sich diese Worte zwar
nicht. Aber Luther hat, wenn er später davon berichtete, wohl
gedacht: Das wäre ein toller Schluss meiner Rede gewesen! und
wie oft wurde aus einem irrealen Wunsch der Verganegenheit bei
jedem Erzählen mehr und mehr Realität. Am Ende hat er wohl
selber geglaubt, dass es den Satz gesagt häbe!

Ja, Gedanken und Gefühle sind meist viel stärker als Worte! Und manchesmal kommt beim Gegenüber der unausgesprochene Gedanke an.

Danke… CU DannyFox64