Luder

wollte ja vor kurzem noch jedes Promiweib zumindest gewesen sein. Wohl weil es den Marktwert erheblich erhöht.
Woher kommen eigentlich die „Luder“.
Aus dem Fischfang hat es die Bedeutung „(tote) Tiere als Lockspeise“.
Paßt ja zu „vernaschen“. Aber wer vernacht hier wen, „ludologisch“? Kluge sieht auch einen Zusammenhang zu latent´, verborgen. Klar, das sind die Kleider, die mehr zeigen als sie verbergen. Fragt sich, wie das Wort Luder´ zu seinem abwertenden Aspekt/Gebrauch gekommen ist. Scheint eher ne Aubwertung zu sein. Nur hinteran wills keine gewesen sein.
Denn Luder können sich ja auch von Schlechten zu Schlechtem benutzen lassen.
Meiner persönlichen humpelnden Opinion nach ist aber der Zusammenhang zu ludens, nach meiner Erinnerung spielen´(aber ist das nicht was mit gaudi´, Latiner? „Gaudi amus igitur“?), wie in homo ludens, viel sinntragender.
Ich bin nun besonders noigierig auf Beiträge von Frauen, die mit dem Gedanken schon gespielt haben. Aber mehr noch von erfahrenen Weibern.

Herzliche luderliche Krüße,
moin, manni

L-oder
kommt das vieleucht von Leute´(poln.: ludzie´, gesprochen „ludzsche“)?
Oder von `Louis´, die frz Bezeichnung für „armes Luder“?

Man weis es nicht.
Oder?

Und was ist ein `Lude´?
ich mein, wo er so hertreibt, etymologisch.

Nu mit ohe weitere Worte,
ciao, und moin, manni

Hallo, Manfred,
Luder ist die Bezeichnung für verwesendes Fleisch (Ein angeschossenes Reh, das nicht gefunden wird, macht, wenn es verludert durch seinen Geruch auf sich aufmerksam).
Luder also gleichbedeutend mit Aas.
Somit also nicht unbedingt ein „Titel“, den ich mir selbst zulegen möchte.
Ostergruß
Eckard

Stopp! Manni, mach mal Paues!
Sagen wir mal für zwei Wochen.
Das gibt den Leuten die Möglichkeit, den Stoff, den du hier reinschüttest zu begutachten oder -schlechtachten, Spreu von Weizen zu sondern. Und für die beantwortenswerten Stellen Antworten zu finden und zu schreiben.

Und das gibt dir die Möglichkeit, dich auf die Fragen zu konzentrieren, die wirklich relevant sind. Und du kannst dadurch deine wilden Assoziationsketten ein wenig kürzen.

Nicht jeder Gleichklang steht für eine sprachliche oder Bedeutungsverwandtschaft.

kommt das vieleucht von Leute´(poln.: ludzie´, gesprochen
„ludzsche“)?

Kann ich nicht beurteilen, halte es aber für unwahrscheinlich.

Oder von `Louis´, die frz Bezeichnung für „armes Luder“?

Kenn ich in dieser Bedeutung nicht.

Und was ist ein `Lude´?

Louis, Luigi, Ludwig, gekürzt Lude(wig), auch Luggi sind in der Tat „sprechende Namen“, wie wir sie auch schon hier gesammelt haben (siehe FAQ:962)

So wie „Detlef“ der Schwule, „Mamfred oder Manni“, den hyperintelligente Mantafahrer, „Ede“ den Gauner, „Fritzle“, den kleinen oft gebeutelten, aber auf seine Weise cleveren Knaben, „Klein-Erna“ das weiblich Pendant, meinen,

so ist Louis, Luigi, Ludwig, samt ihren Kurzformen in der Tat die Bezeichnung für Zuhälter geworden. Warum das so ist, lässt sich nicht sagen.

Dazu Kluge:

_ Lude
Substantiv Maskulinum „Zuhälter“ peripherer Wortschatz grupp. (20. Jh.)
Onomastische Bildung. Kurzform des Namens Ludwig, vgl. Louis in derselben Bedeutung._

Zu Luder hat dir Eckard schon richtig und ausreichend Bescheid gegeben. Aber auch hier der Kluge:

_ Luder
Substantiv Neutrum Standardwortschatz stilistisch (13. Jh.), mhd. luoder, mndd. loder „Lockspeise“ Stammwort. Herkunft unklar.
Vielleicht zur Wurzel (ig.) *lA- „verborgen sein“, das etwa in l. latere „verborgen sein, versteckt sein“ vorliegt (latent). Die ältere Bedeutung ist „Tierkadaver“. Der Übergang zum Schimpfwort wie bei Aas, Keib(e) u.ä._

Ein verborgen liegender Tierkadaver wird zu Aas, lockt andere Tiere an, die man dann bequem abschießen kann. Diese Jagdtechnik ist vermutlich so alt wie die Jagd selbst, sogar bei Vögeln hat man das beobachtet.

Mag am Anfang das Luder also wirklich etwas unapetitt lich gewesen sein, so hat sich in der Geschichte der Menschheit gezeigt, dass als „Lockmittel“ auch Gold und Geld und eben auch schöne Frauen und auch knusprige Knaben eingesetzt wurden.
Daher die Übertragung auf die heutigen Ludser, die ja immer wieder erfolgreich sind, für sich und ihre Manager. Ich will jetzt keine Namen nennen, sie geistern durch TV und Presse zu Hauf.

Und wie gesagt: duzement*! Wie es im Schwabenland heißt!

Beste Grüße
Fritz
als Privatier* und auch als MOD.

*Bitte keine Nachfragen hierzu!

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Uppercunt
Hallo, Eckard, hassu noch nie geboxt?
Was setzen dies Luder einglich für Gerüche oder moderierende Metten ein? Hattat watt mit Miss zu tun, inner messe jenfalls? „Ich bin ein Aas!“ isscha hoide auch schon kein Diminuitivum mehr. Man stelle sich vor: wir Menschen sind Aasfresser! Bis auf die Eskimos.
They eat kimos, no?
Oder ist Luder´ die Steigerung von Lude´? Also gewisserweise ein Louisdor? Issas der Lui dooärr?

Kann mir ein Latiner helfen: was heißt denn nun „homo ludens“?
Der spielende, oder der helle?

Und wie `macht´ nun ein Reh auf sich aufmerksam, wenn es doch tot ist? Eine merkwürdige Redewendung, meinstu nicht? Aber auch Blumen machen auf sich aufmerksam.
Blumen? B-lumen? F-lowers, b-lossoms…
Bloß ma so am Rande…

Grüße, manni

Are you trying to be funny??/Versuchen Sie witzig zu sein?

Siân

A joke
down there anywhere?

Mäandermanni

Dear SiÃn?

Have a look in stories, please!

Höchste Zeit für den Zwischenruf…
Hallo Fritz

Für deinen Zwischenruf war es höchste Zeit. Den bisher gehegten, gepflegten und interessanten Brettern „Sprachwissenschaften“ darf nicht das gleiche Schicksal beschieden sein wie den „Politik“-Brettern – nur noch Spielwiese und Tummelfeld für pathologische Profilneurotiker.
„Dilda“ als Autor eines Postings wirkt bei mir wie eine rote Ampel, ich lese ihn schon gar nicht mehr. Dies in allen Brettern, in denen er sich breit macht, als eine Art Krebsgeschwür meine ich. Und solche sind bekanntlich mehr als unerwünscht…

Gruss
Mäni

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Vitalia
Ist keine Anspielung aud Doktor Klatschko,

gr. `italos´, junges Rind

Meine patologische Profilneurose ist die von sehr b(e)reiten Krebsen, und ich schwöre jedem (nur dir nicht), jede scheinbar alltägliche Offensichtlichkeit über die ich zufällig krabbeln tue, hänge ich hier an die große Klogge.
Tummeln sich ja soviele studierte Kroßklöggner hier herum. Ich will mich aber doch sehr bemühen, mein Pfoten erstmal etwas mehr im Zaum zu halten. ItumaliebädieMohren
aber was kann ich anfangen mit daß ich wiedermal was finde beim Flug übere Alpen: „Italien“ > gr. italos´, lt. vitulus´, aber wenn schon Schwund-v, warum dann nicht auch von vitalis´??? Sind doch sehr vital, die da südlich der Alpen. Paßte nicht Augustus als Mehrer´ ausgezeichnet zu Rinderherden? Wahrscheinlich vermehrte er ja eine Menge jungen. Merkwürdich, daß uns aus dem Geschichtsunterricht darüber nichts übergekommen ist!
Und, al´occasione: Kann mir jemand in kurzen Worten die Riesenlücke zwischen dem unitalienischen´ Rom´ und dem romanischen Italien´ erklären? In kurzen Worten, also bitte keine (sinistren) links! Auch wenn Italien so lang ist und sehr stief(el)mütterlich. Wie sind also die Römer´ auf den Rind gekommen?
Andale andale!
So, nun können Sie diesen Artikel wiedermal, wie gewohnt, überlesen. Klar, ich würde mich selbst überlesen können!

Adesso, io me ne vado