ich habe eine Frage zu einer Lücke im Lebenslauf. Ende Juli dieses Jahres habe ich meine Masterarbeit eingereicht und damit mein Studium sehr erfolgreich abgeschlossen.
Leider ist meine Lebensgefährtin in der Zeit meiner Abschlussarbeit an einem bösartigen Tumor erkrankt. Ihre Familie und Freunde leben alle im Ausland, auch meine Lebensgefährtin lebt erst seit kurzem in Deutschland. Somit war ich der einzige, der sich in der Behandlungszeit (OP, Chemo, Bestrahlung etc.) um sie kümmern konnte. Daher hatte ich nach Abschluss meines Studiums nicht besonders viel Zeit und Nerven für Jobsuche und Bewerbungen… inzwischen klafft aber eine Lücke von fast vier Monaten in meinem Lebenslauf – nächste Woche habe ich wieder ein Vorstellungsgespräch.
Wie soll man die Frage nach dieser Zeit beantworten? Ist es O.K. zu sagen, dass man sich um einen kranken Angehörigen gekümmert hat oder wird so etwas als faule Ausrede interpretiert? Außerdem habe ich Angst, dass es falsch verstanden wird – so nach dem Motto ‚Der Job spielt ja bei dem sowieso nur die zweite Geige’… und nicht zuletzt: wer stellt schon gerne einen Mitarbeiter mit einer schwerkranken Partnerin ein?
wichtig ist, dass du rüberbringen kannst, dass das in Zukunft alles in geregelten Bahnen verläuft.
Auch wenn jemand schwer krank ist, sollte noch genug Platz da sein, die Zukunft zu planen.
Die Frage ist also nicht, warum du zur Zeit planlos herumhängst, sondern, wie das in Zukunft aussieht.
Wie soll man die Frage nach dieser Zeit beantworten? Ist es
O.K. zu sagen, dass man sich um einen kranken Angehörigen
gekümmert hat
Ja, immer die Wahrheit alles andere kommt früher oder später raus.
Außerdem sind Chefs oder Personaler keine Unmenschen und vier
Monate nicht übertrieben lang.
Aber wie Thomas schon schrieb, du mußt auf die Frage vorbereitet sein
wie das weiter gehen soll.
wer stellt
schon gerne einen Mitarbeiter mit einer schwerkranken
Partnerin ein?
Das kann durchaus ein Problem werden aber lügenschummeln hilft
auch nicht. Du mußt zeigen das du damit umgehen kannst und dies
deinen Job nichtkaum beeinflussen wird.
Bei lediglich vier Monaten würde ich persönlich gar nicht nachfragen,
also die Chancen sind gut das sie dich darauf gar nicht ansprechen.
nach einem Studium von zig Jahren und dem Stress einer Masterarbeit ist es doch voellig normal dass man sich mal eine „Orientierungsphase“ von ein paar Monaten goennt um einen Uberblick ueber den Arbeitsmarkt zu bekommen, in den Urlaub zu fahren, Verwandte in xy besuchen etc. Dass Du zu Hause solche Verpflichtungen hast geht den AG nichts an, wenn es sich nicht spaeter auf den Job auswirkt. Meine Meinung.
und nicht zuletzt: wer stellt schon gerne einen Mitarbeiter mit
einer schwerkranken Partnerin ein?
Und wer würde - nachdem er einen Master in einer hoffentlich nicht allzu abseitigen Studienrichtung gebaut und somit schon eine anspruchsvollere Qualifikation erworben hat - sich darauf einlassen wollen, für einen solchen Arbeitgeber zu arbeiten?
Sorry, aber wenn das ein solcher Stall ist, dass nicht einmal für Familie im Lebenslauf Platz ist, wenn gerade keine Prüfungen o.ä. anstehen, dann sollte man froh sein, da nicht hin zu müssen. So welche werden garantiert auch während eines bestehenden Arbeitsverhältnisses extrem kiebig - ich wäre froh, das ggf. an der Reaktion ablesen und so einen möglichst weiten Bogen um diesen Laden machen zu können.