Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung Nilan

Hallo,

wir planen den Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung in unser Einfamilienhaus (Neubau, noch nicht fertiggestellt, Gas-Brennwertheizung, 210 m² Wohnfläche und KfW 55-Standard). Unser Bauträger hat den Einbau einer Helios Lüftungsanlage KWL 300 Eco vorgeschlagen. Nun wurden wir auf die o.g. NILAN-Lüftungsanlagen aufmerksam, an der wir die Möglichkeit interessant finden, das Haus im Sommer durch Umschalten der (Kleinst-)Wärmepumpe zu kühlen.

Hat jemand Erfahrungen mit diesen Lüftungsanlagen? Ergibt sich tatsächlich ein nennenswerter Kühleffekt? Und hat die Anlage im Vergleich mit der Helios-Lüftungsanlage eine ähnliche Wärmerückgewinnung (da wir eine kommunale Förderung in Anspruch nehmen wollen, sind mindestens 75% erforderlich)? Außerdem habe ich gehört, dass die Anlage nur rd. 2.000,- Euro teurer ist als die Helios-Anlage, trifft dies zu (Frage deshalb, weil wir bislang Kostenangebote nur über den Bauträger eingeholt haben)?

Sind für alle einschlägigen Anregungen, Erfahrungen etc. dankbar.

Gruß,

Alexis

Hallo,

wir planen den Einbau einer Lüftungsanlage mit
Wärmerückgewinnung in unser Einfamilienhaus (Neubau, noch
nicht fertiggestellt, Gas-Brennwertheizung, 210 m² Wohnfläche
und KfW 55-Standard).

Ich bewohne ein EFH mit ca. 120m² Wohnfläche, das bei ca. 600-700m³
pro Jahr für Heizung in etwa gleiches Niveau hat, allerdings noch ohne
jegliche weitere Massnahmen wie Solarpanels oder Wärmerückgewinnung.

Unser Bauträger hat den Einbau einer
Helios Lüftungsanlage KWL 300 Eco vorgeschlagen. Nun wurden
wir auf die o.g. NILAN-Lüftungsanlagen aufmerksam, an der wir
die Möglichkeit interessant finden, das Haus im Sommer durch
Umschalten der (Kleinst-)Wärmepumpe zu kühlen.

Für eine Kühlung im Sommer ist aber eine normales Klimagerät sinnvoller.
Warum sollte man ständig heiße Luft von außen ansaugen, um diese
abzukühlen und damit die Innentemperatur zu senken?
Da macht es viel mehr Sinn, die Luft im Innern über das Kühlaggregat
umzuwälzen.

Ich habe mir eine Klimasplittgerät zentral im Haus installiert
und betreibe das bei richtige Hitze ca. 2…4 h am Tag.
Die Kühlleistung beträgt dabei ca. 3kW.

Mein Klimamgerät könnte ich auch invers als Wärmepumpe nutzen, aber
das sehe ich als wenig sinnvoll an, weil der Gasbrenner das besser
und preiswerter kann.

Hat jemand Erfahrungen mit diesen Lüftungsanlagen?

Eine Lüftungsanlage habe ich noch nicht, denke aber schon darüber nach.
Hauptsächlich wegen der Wärmerückgewinnung, aber auch für die Kühlung
im Sommmer. Dann aber nur passiv (Erklärung siehe unten).

Ergibt sich tatsächlich ein nennenswerter Kühleffekt?

Nun ja, ein Haus mit sehr guter Wärmedämmung im Winter hat auch
den Vorteil, dass im Sommer wenig Wärme durch die Wände reinkommt.
Allerdings ist dafür eine effektive Abschattung gegen direkte Sonnen-
einstrahlung notwendig. Bei mir werden also auf der Sonnenseite
systematisch die Außenjalousien herunter gelassen, wenn die Sonne brennt.
Ansonsten kommen auf der Südseite einige 100W pro m² Fensterfläche herein.
Mit effektiver AbschaDann heizt sich das Haus also wenig auf.

Und hat die Anlage im Vergleich mit der Helios-Lüftungsanlage eine
ähnliche Wärmerückgewinnung (da wir eine kommunale Förderung in
Anspruch nehmen wollen, sind mindestens 75% erforderlich)?

Ich weiß ehrlich nicht, wie diese angeblichen Wirkungsgrade gemessen
bzw. definiert sein sollen. Mir scheint, das man da einige Werbeaussage
abläßt, die keine physikalischen Wert haben. Das scheint im Bereich von
Heizung, Lüftung, Klima ganz üblich zu sein, dass man den Kunden mit
physikalischem Nonsens verblöden will.
Die Helios-Seite macht dagegen eine recht seriösen Eindruck und versucht
nicht den Kunden mit Ängsten und unhaltbaren Versprechungen zu ködern.

Fakt ist jedoch, das man mit einem sinnvollen Lüftungsmanagement auch im
Sommer für angenehme Temp. im Haus sorgen kann, wenn nämlich genau zu
den Zeiten forciert gelüftet wird, wenn die Außentemp. niedriger als
die Innentemp. ist (also z.B. nachts).
Dann hat das Haus früh eine angenehm niedrige Temp. und sofern die
Lüftung Tagsüber auf Minimum läuft und die Abschattung effektiv wirkt,
wird die Temp. bis zum Abend nur gering ansteigen, weil die Wärmekapazität
der Innenflächen (Wände,Boden, Decke) das verhindert.
Viele Leute reißen aber im Sommer bei 35°C im Schatten den ganzen Tag
über die Fenster auf, was natürlich reiner Blödsinn ist. Dann muß man
sich nicht wundern, wenn nachts die Hütte unerträglich warm ist.

Man kann mit einer automatischen Lüftung also eine Klimaanlage quasi
überflüssig machen, was sonst schlecht geht, weil man Nachts meist alle
Fenster aus Sicherheitsgründen verschließen wird.

Außerdem habe ich gehört, dass die Anlage nur rd. 2.000,- Euro
teurer ist als die Helios-Anlage, trifft dies zu (Frage
deshalb, weil wir bislang Kostenangebote nur über den
Bauträger eingeholt haben)?
Sind für alle einschlägigen Anregungen, Erfahrungen etc. dankbar.

Nicht nur vom Preis leiten lassen, sondern tatsächlich die techn.
Daten genau bewerten und sich nicht von sinnlosen Werbeaussage
veräppeln lassen.
Gruß Uwi

Hallo!

…an der wir die Möglichkeit interessant finden, das Haus im Sommer durch Umschalten der (Kleinst-)Wärmepumpe zu kühlen.

Was für eine aberwitzig aufwendige und energiefressende Technik!

Sowas realisiert man mit einem simplen Erdboden-Wärmetauscher.
Dabei wurd die frische Luft dann auf der anderen Seite des Gartens angesaugt und in etwa 2 m Tiefe durch ein langes Rohr (rund 30-40 m) ins Haus geführt.

Dasbei wird die Luft im Sommer auf ca. 10-12°C abgekühlt (daher muss die Leitung Gefälle und am Ende einen kleinen Pumpensumpf haben, da kondensiert Luftfeuchtigkeit aus), im Winter wird auf 6-10°C vorgewärmt (muss man, denn sonst könnte der Wärmetauscher, über den die Wärme aus der Abluft zurückgewonnen wird, einfrieren!)

Einfach, simpel, sparsam.

lg, mabuse