Lügen-was dann ?

Hallo Leute!
Bei uns ist Fernsehen und Compi immer noch ein wenig geregelt und nicht wie bei anderen Bekannten eine Open End Veranstaltung wo die Eltern nicht wissen wann die Kids eigentlich den Fernseher ausgemacht haben des Nachts. Dadurch gibts natürlich Streß ohne Ende, mit dem Gipfel das der Schlüssel zum Wohnzimmer aufeinmal verschwunden war und keiner der beiden(11-14 J.) etwas wußte. Jetzt haben wir die beiden „überführt“ und wissen nicht mehr so recht was jetzt zu tun ist.Strafen -die gelegentlich auch mal ausgesprochen werden- haben so recht nicht gefruchtet, weil die Zeit ja schnell vorbei ist wo man ja wieder darf. Reden,
erklären usw. haben wir alles schon hinter uns, wir möchten aber auch jetzt nicht alles erlauben weil uns schon vorgeworfen wurde
der „Mangel an Fernsehen“ würde das ja auch auslösen.Vor allem der Große würde den ganzen Tag davor sitzen(Er ist ein sehr kontakt armer Vertreter, den man öfter mal an den Sauerstoff setzen muß, damit er weiß wo „Draußen“ ist.)
Ideen ?

Michael

mit dem Gipfel das der
Schlüssel zum Wohnzimmer aufeinmal verschwunden war und keiner
der beiden(11-14 J.) etwas wußte. Jetzt haben wir die beiden
„überführt“ und wissen nicht mehr so recht was jetzt zu tun ist.

Hallo, Michael,

Nicht ganz einfach, auf Deinen Bericht eine Antwort zu finden.
Zunächst einmal - wie haltet Ihr selbst - nein, nicht die Kids, sonder Du und Deine Frau - mit dem Fernsehen? Wird da alles mehr oder weniger Kommentarlos geschaut, oder eher einzelne, ausgewählte Sendungen? Läuft die Kiste den ganzen Abend oder wird da zwischendurch auch mal ausgeschaltet? Das sollte man zunächst einmal bedenken. Das Beispiel der Eltern, das „Ersatzangebot“ für Dauerglotzen (Gespräche, gemeinsame Spiele etc.) sollte man mal überlegen.

Zu der Schlüsselangelegenheit kann ich nicht viel sagen, höchstens soviel, bei uns gibt es an keiner Tür außer der Haustüre einen Schlüssel - wofür auch.

Dass die Kids - in die Enge getrieben - sich in Schutzbehauptungen oder Leugnen flüchten, wundert es? Ich würde keinen Staatsakt daraus machen, sondern versuchen auch den Kurzen die Chance zu geben, ihr Gesicht zu wahren.

In dem Alter meine ich, dass man Kindern auch in vernünftigenm Rahmen zugestehn sollte, ihr Verhalten selbst zu regeln. Da brauchen sie eigentlich weniger Anweisungen, Strafe und Sanktionen als Verständnis, das ständige Angebot des Gespräches und die Sicherheit, auch mal etwas „verbocken“ zu können, ohne gleich einen Kopf kürzer gemacht zu bekommen. Ein Gespräch über das Fehlverhalten - nicht von Vater zu Kind, sondern von Mensch mit mehr Erfahrung zu Mensch mit weniger Erfahrung - wird da wesentlich nachhaltiger Früchte tragen.

Grüße
Eckard.

Hallo Michael,

verstehe ich das richtig, daß Du fernsehsüchtige Kinder hast, die nachts allein bis in die Puppen vor der Flimmerkiste sitzen müssen, und sie widrigenfalls den Wohnzimmerschlüssel stehlen?

Falls ja: auch wenn das bei Euch besser läuft als bei Euren Bekannten, so läuft es doch trotzdem falsch, denn Deine Kinder sind in dem Alter, wo sie eigentlich bloß gelegentlich eine Sendung des Abendprogrammes anschauen dürfen sollten. Hier ist die Lösung einfach: alleine die Eltern haben den Schlüssel zu dem Kästlein, in dem das Koaxkabel aufbewahrt wird. Wenn die Eltern wenig fernsehen,leiden auch die Kinder nicht so leicht an Fernsehmangel.

Eine Familie ist eine Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft ist, wenn man einander vertraut. Kindern steht das Recht auf Wohlwollen (bei der Strafzumessung) zu, wenn sie in der Familiengemeinschaft Sünden begehen, sei es aus Schwäche oder sogar böswillig, etwa um jemanden zu ärgern oder grundlos, denn die Kinder sind das, wofür die Familie überhaupt da ist.

Die Lüge zur Vertuschung von Sünden ist jedoch als Vertrauensbruch gegen die Existenz der Gemeinschaft gerichtet und muß deshalb (bei Kindern, die groß genug sind) mit voller Härte bestraft werden.

Zum Thema „Kontaktarmer 14-jähriger“ würde ich sagen, da kannst Du als Papa überhaupt nichts mehr machen, aber das renkt sich dann schon ein mit der Zeit.

Gruß,

Wolfgang Berger

stellt die Kiste weg
Hallo Michael,

eine Idee hätte ich ja schon, aber sie wird Dir vielleicht nicht gefallen:
stellt den Fernseher für 4 Wochen in den Keller, möglichst schwer zugänglich.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das Fernsehen manchmal ein richtiger Herrscher über alle Familienmitglieder gleichzeitig sein kann: kein Reden miteinander, weil gerade „die“ Sendung läuft, „nö, ich kann jetzt nicht aufräumen, gerade läuft meine Lieblingssendung“, Verabredungen werden nach irgendwelchen Programmen gerichtet.
Wir haben die Kiste einfach weggestellt, und das ist hart für alle.
Aber warum sollten einem die Kinder glauben, dass das Fernsehschauen eines der letzten Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung sein sollte, wenn man selbst für das Gegenteil das Vorbild ist.

Wenn Fernsehen für die Kinder so wichtig ist, dass sie sogar gegen Eltern vorgehen, dann kann man sie am besten beeindrucken, indem man ihnen beweist, dass die Unabhängigkeit vom Fernsehen auch für Eltern möglich ist, dass das nicht nur Worte von Eltern zu Kindern sind, wenn sie irgendwann auf den Knopf drücken müssen.
Und je besser sich die Großen ohne Fernsehen amüsieren, desto mehr geraten sie unter Druck, etwas für sich einfallen zu lassen, wie man die „öde“ Zeit verbringen könnte.

Das Verschwinden des Schlüssels war wohl so eine Art Machtkampf. Und jetzt ist es an der Zeit sich nicht in Kleinkram (Fernsehverbot, Programmreglementierung, Strafen bei Zuwiderhandlung) zu verlieren, sondern die Diszipliniertheit der Erwachsenen unter Beweis zu stellen, und durch bewußtes Wegstellen des Fernsehns den Kindern zeigen, dass das Zusammensein in der Familie sich auch anders gestalten läßt.

viele Grüße
Claudia

Logisch…
Hallo Michael,
wenn Kinder lügen (und es nicht gerade chronisch bei ihnen ist), dann selbstverständlich nur deshalb, weil sie dazu gezwungen werden (Angst vor Strafe, Liebesentzug etc.). Lügen bedeutet immer, nicht so leben zu dürfen wie man es gern möchte.

Ich persönlich finde, daß man mit 14 schon fast erwachsen ist (in vielen Kulturen auch faktisch) und selbst entscheiden sollte, wie man seinen Tag verbringt.

Die „Kontaktarmut“ Deines Sohnes KÖNNTE daher rühren, daß er eben selten fernsehen darf. Wir wissen wahrscheinlich alle, wie grausam Kinder untereinander sein können, und es passiert leicht, daß jemand, der bei den „angesagten“ Sendungen nicht mitreden kann, schnell zum Außenseiter wird. Andererseits scheint aus Deiner Visitenkarte hervorzugehen, daß sich Dein Leben in erster Linie ums Fahrradfahren dreht. Das könnte natürlich auch ein Grund der „Naturflucht“ Deines Sohnes sein: alles, ws Eltern übertreiben, schreckt die Kinder eher ab.

Einer der wichtigsten Vorteile unserer Zeit (neben diversen Nachteilen) ist ja gerade die Möglichkeit, sich schnell und umfassend über das zu informieren, was auf der Welt (und darüber hinaus) vorgeht. Kinder von Wissen abzuschneiden kann nie wirklich gut sein (Früher gab es schon solche Diskussionen mit Comicheften und Groschenromanen, aber selbst Kritiker mußten zugeben, daß sich die Rechtschreibung durch „Trivialkonsum“ verbesserte). Ohne Computer- und Internetzugang sind Kinder wissensmäßig heute sehr benachteiligt und werden trotz späterer Begeisterung mit den immer wichtiger werdenden Medien nicht 100%ig vertraut sein (das ist wie als Kind nicht Fahrrad fahren zu lernen). Wenn man seinem Kind nur 50 Cent Taschengeld im Monat gibt, kann man auch nicht erwarten, daß es später routiniert mit Geld umgehen kann.

Alles, was wir Kindern verbieten (oder zu sehr einschrenken), werden sie (natürlich) ausleben, sobald sie 18 sind: wer kein Kriegsspielzeug zuläßt, muß zusehen, wie plötzlich echte Waffen gesammelt werden. Wer Sex totschweigt, produziert Erwachsene, die an nichts anderes mehr denken können. Wer Fernsehen verbietet, erschafft fernsehsüchtige Menschen mit drei Fernsehern.

Ich habe von Menschen gehört, die ihren Kühlschrank abschließen, damit ihre Kinder nicht heimlich essen!

Mein Vorschlag: Mit 14 ist man auf jeden Fall alt genug, selbst zu entscheiden. Und mit 11 sollte man es langsam lernen…

Mit freundlichen Grüßen

Uwe

… mit voller Härte???

Wenn die
Eltern wenig fernsehen,leiden auch die Kinder nicht so leicht
an Fernsehmangel.

Hallo, Wolfgang,
dieses Fazit ist richtig, wenn ich auch den gedanklichen Weg auf dem Du zu ihm gelangst absolut nicht nachvollziehen kann.
Mit „Wegschließen“ (=mangelndes Vertrauen) wird man Vertrauen nicht erreichen können.

Eine Familie ist eine Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft ist,
wenn man einander vertraut.

Eben! Aber Vertrauen schafft man nicht mit Repressalien.

sei es aus Schwäche oder
sogar böswillig, etwa um jemanden zu ärgern oder grundlos,

Kinder tun nichts „grundlos“. Jedes Verhalten hat seine Ursachen und Wurzeln, die es zu erkennen gilt. Nur wenn daran gearbeitet wird, wird sich unerwünschtes Verhalten ändern.

denn die Kinder sind das, wofür die Familie überhaupt da ist.

Da bin ich wieder bei Dir. Familie ist ohne Kinder keine.

Die Lüge zur Vertuschung von Sünden ist jedoch als
Vertrauensbruch gegen die Existenz der Gemeinschaft gerichtet

soweit nicht abzustreiten, aber s.o: grundlos ist kein Verhalten, und meist liegen die Gründe bei denen, die es eigentlich besser wissen müßten, den Eltern

und muß deshalb (bei Kindern, die groß genug sind) mit voller
Härte bestraft werden.

Hier ist es Auslegungssache, was „volle Härte“ bedeutet. Für mich wäre die äußerste Härte, im (sachlichen, ruhigen und liebevollen) Gespräch mit dem Kind die Ursache des Fehlverhaltens zu ermitteln und diese Ursache - bei wem auch immer sie liegt - abzustellen.
Und das kann auch durchaus darin bestehen, dass der Erwachsene sich bei dem Kind entschuldigt und sein eigenes Verhalten ändert.

Wie schon in anderen Postings zum Thma gesagt wurde, ist Beispiel, nicht Zwang, Ermunterung nicht Druck der richtige Weg. Erziehung bedeutet für Eltern zunächst einmal Erziehung an sich selbst. Wasser predigen und Wein trinken ist ganz sicher der falsche Weg.

Vertrauen der Kinder in die Eltern kann sich nur auf der Basis des Vertrauens der Eltern in die Kinder entwickeln.

Für den Rest kann man nicht oft genug Pestalozzi zitieren: Beispiel ist alles!

Gruß
Eckard

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Hallo Leute!
Erst einmal vorausgeschickt:Wir sind keine Dauerfernseher und suchen uns schon sehr genau aus was wir und die Kinder sehen(Es kommt vor das die Glotze auch mal Tage aus bleibt wenn das Wetter gut ist).Sie dürfen sehr wohl auch Sendungen sehen wo wir nicht unbedingt begeistert sind(Haben wir ja auch mal alle gesehen vor langer Zeit).Aber darf man nicht entäuscht sein wenn die kleinen Abmachungen und Aufgaben die für eine Familie auch wichtig sind(Wie z.B. Spülmaschiene ausräumen,etc.)nicht eingehalten werden, nur weil man jede Minute versucht vor die Glotze zu kommen? Dann auch noch lügt das sich die Balken biegen!
Wir haben und bieten auch heute viele Alternativen an-doch gehen die Interessen nun mal auseinander und sie dürfen auch machen was sie möchten.Sie müssen schon lange nicht mehr mit Papa u. Mama.Ist die Alternative: So lange alles erlauben bis die lieben Kleinen alles langweilig finden, die bessere ? Grenzen- hört man heute immer mehr von allen Seiten -sind doch so wichtig!

Ach wir könnten noch dreißig Seiten schreiben

Michael( Der gelegentlich auch mal Rad fährt und das sehr gerne)

Hallo Eckard,

mit Verlaub antworte ich Dir bloß stichwortartig. Über die partnerschaftliche Erziehung habe ich hier schon viel geschrieben.

Mit „Wegschließen“ (=mangelndes Vertrauen) wird man Vertrauen
nicht erreichen können.

Das Vertrauen des Kindes bekommt man bei dessen Geburt geschenkt. Ist es später verlorengegangen, so kostet es Kraft, dieses Vertrauen zurückzuerlangen. Das von den Eltern in das Kind gesetzte Vertrauen ist auf das Wissen um seine Unzulänglichkeiten angewiesen.

Eine Familie ist eine Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft ist,
wenn man einander vertraut.

Eben! Aber Vertrauen schafft man nicht mit Repressalien.

Diese gehören in der Kindererziehung dazu. Und sie bilden, wenn richtig gewählt, Vertrauen.

sei es aus Schwäche oder
sogar böswillig, etwa um jemanden zu ärgern oder grundlos,

Kinder tun nichts „grundlos“. Jedes Verhalten hat seine
Ursachen und Wurzeln, die es zu erkennen gilt. Nur wenn daran
gearbeitet wird, wird sich unerwEschtes Verhalten ändern.

Nein! Kinder sind keine rationalen Wesen, nicht einmal Erwachsene sind das. Kinder tun vieles grundlos und manche manches auch böswillig. Und die Ursachen und Wurzeln sind zumeist uninteressant. Kinder sind Kinder und keine Psychiatriepatienten.

denn die Kinder sind das, wofE die Familie Eerhaupt da ist.

Da bin ich wieder bei Dir. Familie ist ohne Kinder keine.

Die Kinder sind nicht nur konstitutiv für die Familie sondern überhaupt ihr Wesenszweck.

Die LEe zur Vertuschung von Snden ist jedoch als
Vertrauensbruch gegen die Existenz der Gemeinschaft gerichtet

soweit nicht abzustreiten, aber s.o: grundlos ist kein
Verhalten, und meist liegen die GrEde bei denen, die es
eigentlich besser wissen mEten, den Eltern

Solange ein Kind nicht manifest geisteskrank ist, kann es als seelisch gesund gelten. Und wenn es mal was böses macht, dann hat es überhaupt keinen Sinn, die Schuld dafür bei den Eltern zu verorten. Ein Kind verliert das Vertrauen in seine Eltern, wenn es bös ist, und sich die Eltern daran selbst die Schuld geben, weil sie meinen, diese Idiotie sei politisches Ideal.

Hier ist es Auslegungssache, was „volle Härte“ bedeutet. FE

„Volle Härte“ bedeutet die in der Familie gültige Höchststrafe für Kinder.

mich wäre die äußerste Härte, im (sachlichen, ruhigen und
liebevollen) Gespräch mit dem Kind die Ursache des
Fehlverhaltens zu ermitteln und diese Ursache - bei wem auch
immer sie liegt - abzustellen.

Nein, ein sachliches Verhör, um den Sachverhalt festzustellen. Lügen, um eine Straftat zu vertuschen oder um einem anderen Kind zu schaden … wenn das nicht, was würdest Du denn dann bestrafen?

Und das kann auch durchaus darin bestehen, dass der Erwachsene
sich bei dem Kind entschuldigt und sein eigenes
Verhalten ändert.

Natürlich kann ein Erwachsener ein Kind um Verzeihung für eigenes Tun bitten, wenn das Kind reif genug dafür, also fast schon erwachsen ist. Bei der Entschuldigungerei bin ich allgemein sehr skeptisch, denn sie läuft darauf hinaus, daß eine Emotion befohlen oder eingefordert wird. Solche Spielchen sollte man aus der Kindererziehung besser heraushalten.

Wie schon in anderen Postings zum Thma gesagt wurde, ist
Beispiel, nicht Zwang, Ermunterung nicht Druck der richtige
Weg. Erziehung bedeutet fE Eltern zunächst einmal Erziehung
an sich selbst. Wasser predigen und Wein trinken ist ganz
sicher der falsche Weg.

Nein, Eltern sind auch nur Menschen. Wein zu trinken und dem Kind nur Milch zu gönnen ist völlig OK. Die Eltern sind natürlicherweise Vorbild der Kinder, aber hierfür brauchen sie nicht irgendeinem irrealen Idealbild nachzurennen.

Überhaupt ist die Vorstellung unsinnig, die Erziehung geistesgesunder Kinder in einer intakten Familie sei eine furchtbar schwierige und problematische Angelegenheit.

Gruß,

Wolfgang Berger

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Von der Verharmlosung von Lügen.
Hallo Uwe,

wenn Kinder lügen (und es nicht gerade chronisch bei ihnen
ist), dann selbstverständlich nur deshalb, weil sie dazu
gezwungen werden (Angst vor Strafe, Liebesentzug etc.). Lügen
bedeutet immer, nicht so leben zu dürfen wie man es gern
möchte.

Das sehe ich ein wenig anders. Menschen lügen, um negativen Konsequenzen zu entgehen und sich Vorteile zu erschleichen.
NIEMAND ist gezwungen zu lügen. Es gibt praktisch keine Notlügen.
(Ich spreche jetzt nicht von einem Verhör durch den Sicherheitsdienst in einem Unrechtsregime).

In unserer Gesellschaft wird viel gelogen. Wenn man aber an der falschen Stelle erwischt wird, kann dies drastische Konsequenzen bedeuten; in einer Beziehung, vor Gericht, beim Arbeitgeber, beim Bauamt, bei einem Geschäft usw…

Letztendlich handelt es sich hier um einen ethisch-moralischen Aspekt, der durch Erziehung vermittelt wird. Es soll ja Eltern geben, die kein Problem damit haben, dass ihre Kinder dur Diebstahl ihre materiellen Wünsche erfüllen. Mansche Eltern setzen ihre ethischen Maßstäbe eben höher.

Ich persönlich finde, daß man mit 14 schon fast erwachsen ist
(in vielen Kulturen auch faktisch) und selbst entscheiden
sollte, wie man seinen Tag verbringt.

In diesen Kulturen übernehmen die Jugendlichen auch die volle Verantwortung und tregen die gleiche Konsequenzen wie ein Erwachsener. Wir leben nun aber im westlichen Kulturkreis, wo ein 14jähriger nicht mündig ist und noch der Erziehung der Eltern unterliegt.

Mein Vorschlag: Mit 14 ist man auf jeden Fall alt genug,
selbst zu entscheiden. Und mit 11 sollte man es langsam
lernen…

Wenn die Eltern der Meinung sind, dem Fernsehkonsum Grenzen zu setzen ist es nicht nur ihr gutes Recht, sondern auch die bessere Einsicht, die sie als Eltern haben.

Gruß
Carlos

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