Lügende Sparkassenmitarbeiter

Hallo Experten,

Meine Schwiegermutter ist Gehbehindert und hat kein Online-Banking.
Sie bezieht neben der normalen Rente, welche meistens am Monatsletzten eingeht, auch noch eine Zusatzrente und Pflegegeld, welche Normalerweise um den 27sten eingehen.
Da sie also nicht zur Spk laufen kann, um Auszüge zu ziehen, ist sie darauf angewiesen, bei Ihrer Filiale anzurufen und zu fragen, ob Geld eingegangen ist.
Da wir für sie einkaufen gehen, aber am anderen Ende der Stadt wohnen, wäre es Blödsinn, wenn wir zu ihr fahren, die Kontokarte nehmen, zur Filiale düsen, Auszüge ziehen, und dann feststellen, daß noch kein Geld da ist.
Nun ist es in der Vergangenheit schon mehrmals passiert, daß sie am 27sten ca 15 Min. vor Filialschließung angerufen hat und gefragt hat, ob schon Geld eingegangen sei. Dies wurde dann immer von einundderselben Mitarbeiterin verneint. Am 28sten hat sie dann nochmal angerufen und erfahren, daß mitlerweile Geldeingänge verbucht seien, und uns Bescheid gesagt. Als wir dann Auszüge holten, sahen wir, daß bereits am 27sten, manchmal sogar am 26sten Geld eingegangen ist.
Meine Frage ist nun, wo kann Sie sich beschweren? Beim Filialleiter oder lieber direkt beim „Obermacker“ der Stadtsparkasse? Welche Konsequenzen könnte eine solche Beschwerde für die betreffende lügende Mitarbeiterin haben?

Gruß
Sticky

Hi,

Stadtsparkasse? Welche Konsequenzen könnte eine solche
Beschwerde für die betreffende lügende Mitarbeiterin haben?

das muß nicht zwangsläufig mit lügen etwas zu tun haben, sondern kann auch auf eine beschissene EDV-Landschaft zurückzuführen sein.

Gruß,
Christian

Hi Christian,

das muß nicht zwangsläufig mit lügen etwas zu tun haben,
sondern kann auch auf eine beschissene EDV-Landschaft
zurückzuführen sein.

Danke für die schnelle Antwort. Werde mal meine Schwiegermutter dazu überreden, uns nächsten Monat die Karte mitzugeben, damit wir dann bei unserer Filiale Auszüge ziehen können.

Gruß*
Sticky

Hallo,

das kann (neben dem schon genannten) 2 Ursachen haben.

  1. Buchungstechnisch wird unterschieden zwischen dem Buchungstag und dem Valutatag. Die Rentenversicherungträger liefern die Buchungen einige Tage vor Monatsende, geben aber die Valuta Monatsende vor. Daher könnte die Bank diese Eingänge bereits ab Buchungsdatum auf dem Kontoauszug, am Automaten oder auf telefonische Anfrage zeigen.

Jetzt gibt es aber Rechtsprechung, dass die Bank sich schadensersatzpflichtig macht, wenn sie dem Kunden eingegangene Beträge, die erst in Zukunft valutarisch gutgeschrieben werden, zeigt, dieser dann die Gelder verfügt und damit das Konto valutarisch ins Soll gerät.

Die Bank würde sich (der kruden Logik der Rechtsprechung folgend) also korrekt verhalten, wenn sie den (buchungstechnischen) Eingang des Geldes dem Kunden bis zur valutarischen Gutschrift verschweigt. Geldautomaten sind gemäß dieser Logik umprogrammiert worden.

2)Es gibt eine bestimmte Klientel von Bankkunden, die ihr Konto immer am Limit disponieren und daher am Monatsende klam sind und die Bank dann täglich anrufen, um zu fragen, ob das Geld da ist. Auf diese Fragen reagieren die Bankmitarbeiter dann leicht genervt und ich möchte nicht ausschliessen, dass es Mitarbeiter gibt, die dann ohne nachzuschauen den Kunden gleich abwimmeln.

Hallo Sticky,

zwar kein Experte kann ich aber folgendes beitragen: auf dem Auszug erscheinen Buchungen oft erst einen Tag später. Wenn man sicher gehen will, muss man den Kontostand am Automaten abfragen, der ist auf dem neuesten Stand.

Viele Grüße,
Andreas

Hallo,

zwar kein Experte kann ich aber folgendes beitragen: auf dem
Auszug erscheinen Buchungen oft erst einen Tag später. Wenn
man sicher gehen will, muss man den Kontostand am Automaten
abfragen, der ist auf dem neuesten Stand.

nicht zwangsläufig. Genauer gesagt, tragen manche Geldautomaten sogar den Hinweis, daß der ausgewiesene Saldo nicht zwangsläufig der aktuelle ist.

Gruß,
Christian