Luftangriffe auf Haifa/Tel Aviv 1940

Hi!

Ich habe eben in einer Buchrezension (Mallmann/Cüppers, Halbmond und Hakenkreuz, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 2006) gelesen, dass die deutsche und italienische Luftwaffe ab 1940 Luftangriffe gegen Haifa und Tel Aviv geflogen haben.

Kann mir jemand mehr dazu sagen?

Grüße
Heinrich

Hi!

Servus

Ich habe eben in einer Buchrezension (Mallmann/Cüppers,
Halbmond und Hakenkreuz, Wissenschaftliche Buchgesellschaft
Darmstadt, 2006) gelesen, dass die deutsche und italienische
Luftwaffe ab 1940 Luftangriffe gegen Haifa und Tel Aviv
geflogen haben.

Kann mir jemand mehr dazu sagen?

Das Gebiet war zu dem Zeitpunkt britisch und zumindest Haifa war mit seinem modernen Tiefwasserhafen und dem Erdölverkehr sicher ein recht brauchbares Ziel. Von daher finde ich es nicht verwunderlich dass auch dort Ziele bombardiert wurden…

Grüße
Heinrich

MfG
Christoph

Nachdem das Afrikacorps in Richtung Ägypten vorgstoßen ist war es schon fest eingeplant auch den Nahen Osten insbesondere Jerusalem einzunehmen. Kann sich dabei ja schon um vorbereitende Bombardements gehalten haben um Versorgungswege zu stören.

Nachdem das Afrikacorps in Richtung Ägypten vorgstoßen ist war
es schon fest eingeplant auch den Nahen Osten insbesondere
Jerusalem einzunehmen. Kann sich dabei ja schon um
vorbereitende Bombardements gehalten haben um Versorgungswege
zu stören.

In der Rezensione war die Rede von Bombenangriffen auf Tel Aviv und Haifa im Jahre 1940. Griechenland, d.h. Kreta oder Rhodos standen als Ausgangsbasis zur damaligen Zeit noch gar nicht zur Verfügung. Also bleibt nur die Cyrenaika/Libyen mit den dortigen Flugplätzen. Das sind Luftlinie etwa 1.000 km, also 2.000 km hin und zurück. Das aber auch nur, wenn man der Küstenlinie Ägyptens folgt.

Frage also: Waren Flugzeuge der Luftwaffe bereits 1940 in Nordafrika (welche Staffel, welches Geschwader)? Und wie haben die das mit der Reichweite hinbekommen (ein He-111 Version 1940 hat vollbeladen eine Reichweite von 1.200 km, leer 2.400 km) - und durch die Offensive unter Auchinleck wurde die Distanz ja auch nicht kleiner.

Grüße
Heinrich