Hallo,
hier drunter habe ich vorhin auf eine Frage zur Höhenkrankheit Rückfragen gestellt. Ich war mehrere Monate in Peru, habe Höhen häufig gewechselt, mal schneller, mal langsamer, und werde Stellung nehmen, wenn ich weiß, was die Anfragende vorhat.
Im Nachhinein kam mir aber folgende Frage in den Sinn:
Wenn man in einem Flugzeug Langstrecken zurücklegt, fliegen die Maschinen in der Regel in 10.000 m Höhe. Grund ist, dass dort aufgrund der geringeren Luftdichte der Luftwiderstand geringer ist als weiter unten, also Kraftstoff gespart wird. Die Tragfähigkeit der Luft ist gerade noch akzeptabel, denn da ein Flugzeug sozusagen auf der Luft schwimmt, würde ihm noch weiter oben der Schwimmuntergrund ausgehen.
10.000 m sind aber eine Höhe, in der selbst Reinhold Messmer nicht lange durchhalten würde. Deshalb wird in Flugzeugen ein höherer Luftdruck erzeugt und konstant gehalten. Wie hoch aber, und das kommt mir trotz vielfältiger Langstreckenflugerfahrungen erst jetzt in den Sinn, ist dieser Luftdruck?
Standardluftdruck in der Fliegerei sind 1013 mb, Luftdruck auf Meereshöhe. Er dient als Vergleichswert zur Einstellung der Höhenmesser - aber wer startet schon auf dieser Höhe? In Deutschland wären das allenfalls Hamburg und Bremen (bitte jetzt nicht um einzelne Meter streiten!). Was aber, wenn die Maschine nach Kathmandu (1.500m), Mexico-Stadt (2.250m) oder Quito (3.200m) fliegt? Halten die den Luftdruck, der beim Ablug herrschte, oder passt man ihn nach und nach an das Zielgebiet an? Was ist bei umgekehrter Flugrichtung, was bei einem Flug von Mexico nach Quito?
Machen das, was jetzt evtl. als Antwort kommt, alle Fluggesellschaften, oder gibt es Unterschiede zwichen den kleinen (möglicherweise unerfahrenen) und den großen?
Jetzt bin ich gespannt, ob Antworten kommen.
Ich vermute aber, ich muss mal bei der Lufthansa oder IATA oder der Flugsicherung anfragen. Oder?
Gespannt
Peter