Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer zu hoch!

Hallo

Wir haben folgendes Problem:

Vor kurzem haben wir in unseren Schlafzimmer in einer Ecke Schimmel endeckt, früh genug denn er war noch nicht stark ausgebreitet nur so kleine Punkte.

Ich habe Tagsüber die Heizung auf Stufe 2 stehen und abends nachdem ich nochmal gelüftet habe lasse ich sie das Schlazimmer nocheinmal ca. 15 minuten aufwärmen und vor dem schlafen gehen schalte ich sie aus. Wir schlafen bei geschlossener Tür zu zwei Personen im Schlafzimmer und morgens habe ich am unterem Rand der Fensterscheibe und der schwarzen Gummiabdichtung ständig Wasser, morgens nachdem ich gelüftet habe und die Heizung anschalte verschwindet das Wasser von alleine und kommt auch im laufe des Tages nicht mehr wieder erst am nächsten morgen nachdem wir wieder in dem Zimmer geschlafen haben. Ich mache 3 mal täglich eine Stoßlüftung in der gesamten Wohnung und habe das Problem auch nur im Schlazimmer. Ich trockne auch keine Wäsche im Schlazimmer und auch sonst halten wir uns nicht oft im Schlazimmer auf hauptsächlich zum schlafen. Ich habe ein Thermometer/Hygrometer angeschafft welches mir anzeigt das die Temperatur am Tage bei 17 °C und die Luftfeuchtigkeit bei 47 % liegt das erscheint mir ja als ganz normal aber in der Nacht lagen die Werte schon bei 19 °C und 59 % was doch zu viel ist oder??? Ich vermute das die luftfeuchtigkeit zu hoch ist in der Nacht. Könnte es daran liegen das wir bei geschlossener Tür schlafen? Sollte ich diese offen lassen oder das Fenster Nachts eienen Spalt öffnen? Ist es richtig die Heizung Nachts abzuschalten oder wäre ein Luftentfeuchter effektiv?

Bin für jede Antwort sehr dankbar!!!

LG Jenny(Sulaika)

Hallo,

Tür oder Fenster über Nacht offen lassen, müsste reichen um das beschlagene Fenster in den Griff zu kriegen.

Wo war denn der Schimmel?

Am Fenster oder wo anders?

grüsse
dragonkidd

Hallo Jenny,
eine der möglichen Lösungen:

Bettdecken zurückschlagen.

Schalfzimmerfenster und Türe vollständig öffenen und gegen zuschlagen (Stuhl, Papierkorb usw.)sichern.

Im Gegenüberliegenden Raum, Türe und Fenster vollständig öffenen und gegen zuschlagen (Stuhl, Papierkorb usw.)sichern.

Die Heizkörperventile müßen in beiden Räumen geschlossen sein!!!

Die kalte Luft sollte ca. 10 bis 20 Minuten durch das Schlafzimmer - pfeiffen !!!-

Türen und Fenster vollständig schließen.
Im Schlafzimmer, ab 16 Uhr die Heizkörperventile auf Stellung 2 öffnen.

Vor dem zu Bett gehen die Heizkörperventile zudrehen.

Schlafzimmerfenster kippen.

Am Morgen…Bettdecken zurückschlagen usw.

Alle 14 Tage Bettdecken / Kissen auch und gerade im Winter ins Freie oder im Raum über Stühle hängen,
Matratzen auf dem Bettrost hochgestellt mit durchpfeiffendem Wind mindesten 20 Minuten, lüften.

Bett, Nachtkästen und Schränke mit einem Abstand von ca.10 mm zur Wand aufstellen, damit die Luft zirkulieren kann.

Hallo,

Die kalte Luft sollte ca. 10 bis 20 Minuten durch das
Schlafzimmer - pfeiffen !!!-

das ist viel zu lange. Die Zimmer kühlen dadurch nur aus und die Tendenz, dass an den kalten Wänden Wasser kondensiert wird deutlich erhöht. Zumal die kalte Luft kaum in der Lage ist, Feuchtigkeit aufzunehmen.
Richtig ist, dass man möglichst quer lüften sollte. Es genügt aber, wenn die Luft komplett ausgetauscht wurde. Dann bleiben die Möbel und Wände warm. Die sich erwärmende Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Lieber öfter kurz lüften als einmal lang. Also zB gleich nach den Aufstehen einmal kurz, dann nochmal vorm Aus-Dem-Haus-Gehen. Abends ebenfalls 2 bis 3mal kurz lüften. Nachts Fenster gschlossen halten und kein zu großes Temperaturgefälle von Raum zu Raum.

Vor dem zu Bett gehen die Heizkörperventile zudrehen.
Schlafzimmerfenster kippen.

dadurch könnte an der Fensterlaibung Schimmel entstehen. Am gekippten Fenster kühlt die Wand stark ab. Kommt die warme Raumluft mit dieser Wand in Berührung, kann Wasser kondensieren.

Am Morgen…Bettdecken zurückschlagen usw.

korrekt

Alle 14 Tage Bettdecken / Kissen auch und gerade im Winter ins
Freie oder im Raum über Stühle hängen,
Matratzen auf dem Bettrost hochgestellt mit durchpfeiffendem
Wind mindesten 20 Minuten, lüften.

Dadurch wird die Matratze abgekühlt und kann sehr schnell klamm werden.

Bett, Nachtkästen und Schränke mit einem Abstand von ca.10 mm
zur Wand aufstellen, damit die Luft zirkulieren kann.

korrekt

Gruß, Niels

Vor kurzem haben wir in unseren Schlafzimmer in einer Ecke Schimmel endeckt, früh genug denn er war noch nicht stark ausgebreitet nur so kleine Punkte.

Erst einmal weiter beobachten.
Bei starker Beunruhigung: Sporen auf Schimmelsporen untersuchen lassen.

Ich habe Tagsüber die Heizung auf Stufe 2 stehen und abends nachdem ich nochmal gelüftet habe lasse ich sie das Schlafzimmer noch einmal ca. 15 minuten aufwärmen …

Dagegen ist nichts einzuwenden, wenn „der Rest stimmt“.

… bei geschlossener Tür zu zwei Personen im Schlafzimmer … und morgens … habe ich am … Rand der Fensterscheibe … ständig Wasser … Ich mache 3 mal täglich eine Stoßlüftung in der gesamten Wohnung und habe das Problem auch nur im Schlazimmer.

Die Stoßlüftung (für wie lange, mit Duchzug?) ist eine effektive, doch keine optimale Lüftung im Sinne des Feuchteaustausches (im Sinne der Minimierung von Wärmeverlusten schon!).
Ideal wäre mehrfaches Lüften pro Tag über jeweils ca. 15 Minuten.

Ich habe ein Thermometer/Hygrometer … welches mir … dass die Temperatur am Tage bei 17°C / LF 47% liegt das erscheint mir ja als ganz normal aber in der Nacht.

lagen die Werte schon bei 19 °C und 59 % was doch zu viel ist
oder???

Nein! Das kann -je nach Raumgröße durchaus unvermeidbar sein. Das ideale Raumklima liegt übrigens bei ca. 20°C/ 55% rel. Luftfeuchte.
Lassen wir dei Temperatur (hier: 20°C) einmal beiseite, dann können 59% rel. LF nicht schädlich oder ungewöhnlich bezeichnet werden.
Im Übrigen liegt zwischen dem letzten Wert (19°C / 59% LF rel.) und 17°C / 47% LF rel. nur eine marginale Differenz von 2,7 g Wasser pro Kubikmeter Raumluft. Das kann man vernachlässigen, das ist unvermeidbar!

Die Kondensation des in der Raumluft beinhalteten Wassers fällt unter den vorgenannten Bedingungen bei 8°C an.
An jeder Fläche, welche diese Temperatur erreicht oder unterschreitet, wird Wasser im Stadium „flüssig“ anfallen.
Nun stellt sich die Frage: ist das in einem Wohnobjekt normal, oder nicht?
Nun, die 8°C sollten bei einer modernen „Isolierverglasung“ nicht anfallen, auch nicht am Fensterrahmen.
Ich erinnere hier an eine der ersten Generationen von Doppelglasfenstern (ca. 1980), deren Fensterkorpus aus eloxiertem Aluminium (ohne wärmedämmenden Kern) bestanden.
An diesen Fensterrahmen kondensierte ebenfalls regelmäßig in den kalten Monaten das Wasser in erheblichen Mengen aus der Raumluft! (aber damals waren wir auch noch jünger …)

Könnte es daran liegen das wir bei geschlossener Tür schlafen? Sollte ich diese offen lassen oder das Fenster nachts einen Spalt öffnen?

Alles geht! Selbst ein kleiner Ventilator, der gegen die Scheiben bläst (ein äußerst ungewöhnlicher technischer Lösungsansatz, zugegegeben, doch wahrscheinlich zweckentsprechend: nicht ganz ernst gemeint…)

Ist es richtig die Heizung nachts abzuschalten oder wäre ein Luftentfeuchter effektiv?

Beides wäre denkbar. Der Einsatz eines Luftentfeuchters würde allerdings in die gleiche Kategorie fallen, wie „mein Fensterventilator“.
Nachts die Heizung anzustellen ist nicht unbedingt ratsam. Dadurch, dass die nun wärmere Raumluft noch mehr Feuchtigkeit aufzunehmen in der Lage ist, könnte es sein, dass der Taupunkt unbeabsichtigt auf 12°C angehoben wird.
Das führte dann nur zu einer nicht gewünschten Geschwindigkeitserhöhung der Kondensatbildung…
-.-.-.-.-.-
mfg - Klaus -

Bett, Nachtkästen und Schränke mit einem Abstand von ca.10 mm
zur Wand aufstellen, damit die Luft zirkulieren kann.

korrekt

Aber hierzu gibt es ein interessantes Gerichtsurteil vom 04.07.2005 vom Amtsgericht Osnabrück (Geschäfts-Nr.: 14 C 385/04 (XXI). Unter anderem steht dort: " Der Mieter muss die Möglichkeit haben, seine Möbel grundsätzlich an jedem beliebigen Platz in der Wohnung nahe der Wand aufzustellen. Denn es gehört zur Gebrauchstauglichkeit eines Wohnraums, dass er in üblicher Art mit Möbeln eingerichtet werden kann. Es ist für den Mieter daher unzumutbar, große Möbelstücke 10 cm von der Wand abzurücken oder an bestimmten Wänden überhaupt keine Möbelstücke aufzustellen. Daher liegt jedenfalls ein Mangel vor, wenn der Mieter bei Anmietung der Wohnung nicht darüber aufgeklärt wurde, dass wegen drohender Feuchtigkeit die Möbel nur an bestimmten stellen und deutlich von der Wand abgerückt aufgestellt werden dürfen (vgl. Schmidt-Futterer, Mietrecht, 8. Aufl., § 536, Rdnr.200)."

Ich glaube kaum, dass ein Vermieter daruf aufmerksam macht, da er die Wohnung ja los werden will bzw. wenn er es tut jemand dort einzieht. Dann kommt wieder wie bei mir das alte „Besser-Lüften-Argument“.

Hallo,

Erst einmal weiter beobachten.
Bei starker Beunruhigung: Sporen auf Schimmelsporen
untersuchen lassen.

Wozu soll das gut sein? Ein ganz offensichtliches Problem muß
man sich nicht vom Fachmann bestätigen lassen.
Wenn da Schimmel sichtbar ist, dann bilden sind da auch Sporen!

Die Stoßlüftung (für wie lange, mit Duchzug?) ist eine
effektive, doch keine optimale Lüftung im Sinne des
Feuchteaustausches (im Sinne der Minimierung von
Wärmeverlusten schon!).
Ideal wäre mehrfaches Lüften pro Tag über jeweils ca. 15
Minuten.

Nein, wie schon geschrieben macht es keinen Sinn, mehr als
einen kompletten Luftaustausch beim Lüften zu realisieren.
Alles darüber kühlt nur aus und verstärkt das Problem.
Dann lieber noch öfter (kurz) lüften.
Mit jedem Luftaustausch wird trockene Luft ins Zimmer geholt,
die bei Aufwärmen wieder ordentlich Feuchte aufnehmen kann.

lagen die Werte schon bei 19 °C und 59 % was doch zu viel ist
oder???

Nein! Das kann -je nach Raumgröße durchaus unvermeidbar sein.
Das ideale Raumklima liegt übrigens bei ca. 20°C/ 55% rel.
Luftfeuchte.

Hier ging es aber Schlafraum und da werden eher 16…19°C als
optimal angesehen.

Könnte es daran liegen das wir bei geschlossener Tür schlafen? ::Sollte ich diese offen lassen oder das Fenster nachts einen Spalt ::öffnen?

Alles geht!

Dauerlüften kann nicht wirklich ein guter Vorschlag sein.
Da kühlt man z.B. die Fensterlaibungen systematisch ab und
hat dann das Problem woanders.

Selbst ein kleiner Ventilator, der gegen die
Scheiben bläst (ein äußerst ungewöhnlicher technischer
Lösungsansatz, zugegegeben, doch wahrscheinlich
zweckentsprechend: nicht ganz ernst gemeint…)

Noch mehr Feuchte am Fenster auskondensieren ?
Gut, das könnte durchaus einen Effekt haben.

Nachts die Heizung anzustellen ist nicht unbedingt ratsam.

Ja, aber nicht mit deiner Begründung.

Dadurch, dass die nun wärmere Raumluft noch mehr Feuchtigkeit
aufzunehmen in der Lage ist, könnte es sein, dass der Taupunkt
unbeabsichtigt auf 12°C angehoben wird.
Das führte dann nur zu einer nicht gewünschten
Geschwindigkeitserhöhung der Kondensatbildung…

Hä, wenn der Taupunkt höher liegt, dann bildet sich Kondensat
noch schneller? Das ist nicht einzusehen.

Gruß Uwi

Hallo,

Schimmel endeckt, früh genug denn er war noch nicht stark
ausgebreitet nur so kleine Punkte.

erstmal keine Panik, aber weiter beobachten.

Ich habe Tagsüber die Heizung auf Stufe 2 stehen und abends
nachdem ich nochmal gelüftet habe lasse ich sie das
Schlazimmer nocheinmal ca. 15 minuten aufwärmen und vor dem
schlafen gehen schalte ich sie aus.

Wie kalt wird es dann bis zum Morgen?
Ganz ausschalten ist wahrscheinlich nicht zweckmäßig.
Ich würde sie so einstellen, daß auf ca.16-18°C ausgeregelt wird.

Wir schlafen bei geschlossener Tür zu zwei Personen im
Schlafzimmer

Das Luftvolumen in einem geschlossenen Zimmer kann natürlich
nicht soviel Feuchte aufnehemen. Bei offener Tür könnte sich
die Atemfeuchte auf ein größeren Volumen verteilen.

und morgens habe ich am unterem Rand der Fensterscheibe und
der schwarzen Gummiabdichtung ständig Wasser,

Das Fenster ist die kälteste Stelle und wirkt offenbar prima
als Kondensatabscheider. Früh trocken wischen und gut ist es.
Das ist viel besser am Fenster als die Feuchte an den Wänden
und hinter den Möbeln.

morgens nachdem ich gelüftet
habe und die Heizung anschalte verschwindet das Wasser von
alleine und kommt auch im laufe des Tages nicht mehr wieder
erst am nächsten morgen nachdem wir wieder in dem Zimmer
geschlafen haben.

Normal, nachts wird die Temp. abgesenkt und durchs Atmen kommt
ordentlich Feuchte in den Raum. Wenn dann irgendwo kalte
Stellen sind, kondensiert die Feuchte aus.

Ich habe ein
Thermometer/Hygrometer angeschafft welches mir anzeigt das die
Temperatur am Tage bei 17 °C und die Luftfeuchtigkeit bei 47 %
liegt das erscheint mir ja als ganz normal aber in der Nacht
lagen die Werte schon bei 19 °C und 59 % was doch zu viel ist
oder???

Nein. aber wieso ist es Nachts bei abgestellter Heizung wärmer?

Ich vermute das die luftfeuchtigkeit zu hoch ist in
der Nacht. Könnte es daran liegen das wir bei geschlossener
Tür schlafen?

Ja, auch das.
Ansonsten tagsüber etwas mehr heizen und noch öfter Stoßlüften.
Nachts nehmen die Oberflächen (Wände, Möbel, Bettzeug) die erhöhte
Feuchte (Atmung und Schwitzen) auf und diese muß Tagsüber wieder
abgegeben werden. Das passiert am besten bei höherer Temp.
und trockener Luft (von draußen).

Sollte ich diese offen lassen oder das Fenster
Nachts eienen Spalt öffnen? Ist es richtig die Heizung Nachts
abzuschalten oder wäre ein Luftentfeuchter effektiv?

Fenster nicht auf Dauerlüftung. das ist Energieverschwendung.

Erstmal passive Varianten probieren.
Erst gut Heizen und dann die warme Luft, welche viel Feuchte
aufgenommen hat, einfach rauslüften und gegen trockene Luft
von außen tauschen, ist eine sehr effektive Variante.

Das Problem scheint Grenzwertig zu sein, so daß du nicht
sehr viel machen müßt, um es in den Griff zu bekommen.

Gruß Uwi

Erst einmal weiter beobachten. Bei starker Beunruhigung: Sporen auf Schimmelsporen untersuchen lassen.

Wozu soll das gut sein? Ein ganz offensichtliches Problem muß man sich nicht vom Fachmann bestätigen lassen.

Dann werde ich mich hier einmal deutlicher bzw. verständlicher ausdrücken!
Offensichtlich war im Falle der Fragestellerin garnichts! Diese hatte „kleine Punkte“ an der Innenwand festgestellt und Schimmel vermutet.

Im Leitfaden der LGA 1 mit dem Titel
„Wesentliche Inhalte der Leitfäden zu Schimmelpilzen in Innenräumen des Landesgesundheitsamtes Baden-Würtemberg und des Umweltbundesamtes (UBA 1, UBA 2)“
wird die Minimierung der Exposition gefordert.

Das heißt zunächst, dass unvermeidbare (aber als Pilzsporen nachgewiesene!!) Quellen beseitigt werden sollen. (Anm.: nicht MÜSSEN)

Da nun aber Mikroorganismen, speziell Schimmelpilze und deren Sporen, überall auftreten, d.h. je nach Witterung und Umgebung mehr oder weniger stark in jeder normalen Außenluft vorhanden sind, und die Gegenwart von Schimmelpilzsporen allein in der Regel nicht zu gesundheitlichen Beschwerden führt, wird darauf hingewiesen, dass die Exposition im Rahmen der üblichen Hintergrundwerte liegen sollte, aber nicht NULL sein KANN!

Damit nicht jeder kleinste Schimmelfleck zu blindem Aktionismus (wie nun befürchtet) führt, wird dort gleichsam betont, dass das Minimierungsgebot insbesondere für Personen mit einer bestehenden Schimmelpilz-Erkrankung und für Risikogruppen gilt.

Ich denke, das dürfte bis hierhin nun klar(er) sein.

Nur und ausschließlich vor diesem Hintergrund auch meine nun gerügte bzw. mit Unterton hinterfragte Empfehlung. „Erst einmal weiter beobachten“.

Die Stoßlüftung … ist eine effektive, doch keine optimale Lüftung im Sinne des Feuchteaustausches … Ideal wäre mehrfaches Lüften pro Tag über jeweils ca. 15 Minuten.

Nein, wie schon geschrieben macht es keinen Sinn, mehr als einen kompletten Luftaustausch beim Lüften zu realisieren.

Doch, das macht durchaus Sinn. Denn durch nur schnelles, kurzes Lüften wird die Raumluft, welche sich mit Feuchtigkeit angereichert hatte, ausgetauscht. Nun wird das Fenster wieder geschlossen, doch die Feuchtigkeit hockt ja nicht nur in der Luft, sondern in allen hygroskopischen Teilen. Also Matratzen, dem Wandputz, den Decken etc.
(Stichwort: Sorptionsisotherme, siehe dort)

Und diese zunächst festgehaltene Feuchtigkeit wird nach dem Lüften an die „frische Raumluft“ abgegeben - damit diese durch erneutes Lüften wieder abgeführt werden kann.
Das ist tatsächlich so! Lüften ist mehr als nur "die Fenster aufreißen!!

Alles darüber kühlt nur aus und verstärkt das Problem.

Ich schrieb (nur zur Erinnerung: „Ideal wäre mehrfaches Lüften pro Tag über jeweils ca. 15 Minuten“.
In dieser Zeit kühlt der Raum nur unmerklich ab, da die (ausgetauschte) Luft kaum über eine nennenswerte Wärmekapazität verfügt. Das Mobiliar und Interieur dagegen schon. Doch das ist in dem Schlafraum eh´ unbedeutend, da nicht in dem Maße gefordert, wie in einem Wohnraum.

Mit jedem Luftaustausch wird trockene Luft ins Zimmer geholt, die bei Aufwärmen wieder ordentlich Feuchte aufnehmen kann.

Dagegen wäre auch nichts einzuwenden. Doch wir sind hier nicht im Stadium der Bautrocknung!

Könnte es daran liegen das wir bei geschlossener Tür schlafen? Sollte ich diese offen lassen oder das Fenster nachts einen Spalt öffnen?

Dauerlüften kann nicht wirklich ein guter Vorschlag sein. Da kühlt man z.B. die Fensterlaibungen systematisch ab und hat dann das Problem woanders.

Keine wirklich nachvollziehbare Antwort. Das Problem liegt nicht in den Fensterlaibungen. Die können abkühlen, wie sie wollen. Wenn der Verbraucher/Nutzer bei offenem Fenster auch in den Wintermonaten schlafen möchte, kann ihm das keiner verwehren. Auch von der Energiebilanz her gesehen unbedeutend, da ja nicht geheizt würde.

Was erreicht wird, ist vielmehr, dass permanent kühle frische Luft in den Raum und verbrauchte (feuchtebelastete) Luft hinausgetrieben würde. (Frische Luft soll dem Volksmund nach, welchen ich gerne auch an dieser Stelle bemühe, nicht schaden)

Selbst ein kleiner Ventilator, der gegen die Scheiben bläst (ein äußerst ungewöhnlicher technischer Lösungsansatz, zugegegeben, doch wahrscheinlich zweckentsprechend: nicht ganz ernst gemeint…)

Noch mehr Feuchte am Fenster auskondensieren ?

Wieder falsch! Nicht alleine der Feuchteinhalt der Luft ist bedeutsam, sondern auch die Luftumwälzung. Auch Luft mit geringfügig geringerem Feuchtegehalt kann trocknend wirken, wenn denn eine Umwälzung bei geringer Kontaktzeit ermöglicht wird.

Dieses mein Beispiel war aber eher nicht ernst gemeint, für den aufmerksamen Leser allerdings erkennbar…

Nachts die Heizung anzustellen ist nicht unbedingt ratsam. Ja, aber nicht mit deiner Begründung.

Dadurch, dass … nun wärmere Raumluft noch mehr Feuchtigkeit aufzunehmen in der Lage ist, … dass der Taupunkt unbeabsichtigt auf 12°C angehoben wird. Das führte dann nur zu einer nicht gewünschten Geschwindigkeitserhöhung der Kondensatbildung…

Hä, wenn der Taupunkt höher liegt, dann bildet sich Kondensat noch schneller? Das ist nicht einzusehen.

Dann versuche ich es gerne hiermit:
Würde sich unter den ursprünglich angenommenen Bedingungen das erste Kondensat erst ab 8°C bilden, wären mit der Anhebung des Taupunktes nun bereits auch solche Flächen als kritisch im Sinne einer Kondensatbildung anzusehen, welche über einen wesentlich höheren Energieinhalt verfügen (nämlich 12°C).
Nun liefe der armen Jenny beim Absenken der nächtlichen Raumtemperatur bereits ab 12°C das Wasser unter den Nachtschemel…

mfg - Klaus -

Hallo,

Nein, wie schon geschrieben macht es keinen Sinn, mehr als einen ::kompletten Luftaustausch beim Lüften zu realisieren.

Doch, das macht durchaus Sinn. Denn durch nur schnelles,
kurzes Lüften wird die Raumluft, welche sich mit Feuchtigkeit
angereichert hatte, ausgetauscht. Nun wird das Fenster wieder
geschlossen, doch die Feuchtigkeit hockt ja nicht nur in der
Luft, sondern in allen hygroskopischen Teilen. Also Matratzen,
dem Wandputz, den Decken etc.
(Stichwort: Sorptionsisotherme, siehe dort)

Na und? Auf Grund der nun trockenen (warmen) Luft wird die Feuchte
auch wieder abgegeben, was natürlich einige Zeit braucht.
Deswegen die ganze Zeit das Fenster offen stehen zu lassen
ist kontraproduktiv. Je kälter es wird, desto höher bleibt die
rel. Feuchte und umso weniger wird getrocknet.

Und diese zunächst festgehaltene Feuchtigkeit wird nach dem
Lüften an die „frische Raumluft“ abgegeben - damit diese durch
erneutes Lüften wieder abgeführt werden kann.

Ja eben! Und wozu muß die Hütte dann ewig lange abkühlen ?
Häufiges Lüften über 15min, so wie du das als angeblich optimal
bezeichnest, bedeutet in Klartext mehr als eine Stunde am Tag die
Fenster offen zu lassen. Das ist reine Energieverschwendung.
In der Zeit werden dann tatsächlich die inneren Wärmekapazitäten
deutlich abgekühlt.

Das ist tatsächlich so! Lüften ist mehr als nur "die Fenster
aufreißen!!

Und was ist es mehr?

Alles darüber kühlt nur aus und verstärkt das Problem.

Ich schrieb (nur zur Erinnerung: „Ideal wäre mehrfaches Lüften
pro Tag über jeweils ca. 15 Minuten“.

Und ich sage nochmal, das ist Unsinn!
Gerade im Winter erfolgt auf Grund der hohen Temperaturgrdienten
der Luftaustausch sehr schnell.

In dieser Zeit kühlt der Raum nur unmerklich ab, da die
(ausgetauschte) Luft kaum über eine nennenswerte
Wärmekapazität verfügt.

Auf Grund des hohen Wärmegradienten zwischen kalter Luft und
warmen Oberflächen und der sehr großen wirksamen Oberfläche
werden erhebliche Wärmeleistungen umgesetzt und durch’s offene
Fenster wegtransportiert.
Beispiel: Zimmer mit ca. 16m² Grundläche hat ca. 80m² wirksame
Oberfläche (mit Möbeln eher noch mehr).
Pro 1m² und 1 grd werden ca. 6…10W an Wärmeleistung von glatten
Oberflächen abgegeben.
Macht bei 20grd. Temperaturdifferenz eine Wärmeleistung von
ca. 10kW! die da durchs Fenster die Gegend heizen (und das
nur für ein kleines Zimmer!).
Und das soll mehrmals am Tage über jeweils mind. 15min passieren ?
Sowas ist absoluter Nonsens!

Wenn Luft über keine „nennenswerte Wärmekapazität“ verfügen
würde, dann könnten nicht mit rel. kleinen Kühlkörpern Leistungen
im 100W-Bereich abgeführt werden, wie das z.B. bei PC üblich ist.
Was hier wirkt, sind die großen Luftmengen, die bei offenen
Fenstern umgewälzt werden.

Mit jedem Luftaustausch wird trockene Luft ins Zimmer geholt, die bei Aufwärmen wieder ordentlich Feuchte aufnehmen kann.

Dagegen wäre auch nichts einzuwenden. Doch wir sind hier nicht
im Stadium der Bautrocknung!

Ah ja ??? Und wo ist der Unterschied oder das Problem ?
Ist die Feuchte bei der Bautrocknung eine andere ?
Die Wirkmechanismen sind doch wohl die gleichen.

Dauerlüften kann nicht wirklich ein guter Vorschlag sein. Da kühlt ::man z.B. die Fensterlaibungen systematisch ab und hat dann das ::stuck_out_tongue:roblem woanders.

Keine wirklich nachvollziehbare Antwort. Das Problem liegt
nicht in den Fensterlaibungen. Die können abkühlen, wie sie
wollen. Wenn der Verbraucher/Nutzer bei offenem Fenster auch
in den Wintermonaten schlafen möchte, kann ihm das keiner
verwehren. Auch von der Energiebilanz her gesehen unbedeutend,
da ja nicht geheizt würde.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
Evtl. denkst du mal drüber nach, wie bei Frost eine Innentemp.
von 16…20°C gehalten werden soll !?

Was erreicht wird, ist vielmehr, dass permanent kühle frische
Luft in den Raum und verbrauchte (feuchtebelastete) Luft
hinausgetrieben würde. (Frische Luft soll dem Volksmund nach,
welchen ich gerne auch an dieser Stelle bemühe, nicht schaden)

Und das wird demnächst überall so publiziert?
Heizungen abstellen und auf -15°C Schlaftemperatur abhärten :wink:

Selbst ein kleiner Ventilator, der gegen die Scheiben bläst (ein :::äußerst ungewöhnlicher technischer Lösungsansatz, zugegegeben,
doch wahrscheinlich zweckentsprechend: nicht ganz ernst gemeint…)

Noch mehr Feuchte am Fenster auskondensieren ?

Wieder falsch! Nicht alleine der Feuchteinhalt der Luft ist
bedeutsam, sondern auch die Luftumwälzung.
Auch Luft mit geringfügig geringerem Feuchtegehalt kann trocknend
wirken, wenn denn eine Umwälzung bei geringer Kontaktzeit
ermöglicht wird.

Bla bla. Auch wenn sich das toll anhört, steckt wenig Sinn dahinter.
Entweder der Taupunkt wird unterschritten oder nicht.
Alles andere ist spekulatives Geschwätz, egal ob nur geringe
Kontaktzeit oder nicht.

Dadurch, dass … nun wärmere Raumluft noch mehr Feuchtigkeit
aufzunehmen in der Lage ist, … dass der Taupunkt unbeabsichtigt
auf 12°C angehoben wird. Das führte dann nur zu einer nicht
gewünschten Geschwindigkeitserhöhung der Kondensatbildung…

Eine umwerfende Logik. Demnach sollte man am besten gar nicht
heizen. Das hat auch den riesigen Vorteil, daß bei Frost sich
der Schimmelpilz eh schlecht entwickelt.

Hä, wenn der Taupunkt höher liegt, dann bildet sich Kondensat
noch schneller? Das ist nicht einzusehen.

Dann versuche ich es gerne hiermit:
Würde sich unter den ursprünglich angenommenen Bedingungen das
erste Kondensat erst ab 8°C bilden, wären mit der Anhebung des
Taupunktes nun bereits auch solche Flächen als kritisch im
Sinne einer Kondensatbildung anzusehen, welche über einen
wesentlich höheren Energieinhalt verfügen (nämlich 12°C).
Nun liefe der armen Jenny beim Absenken der nächtlichen
Raumtemperatur bereits ab 12°C das Wasser unter den
Nachtschemel…

Das ist einfach nur Unsinn. Der Feuchteeintrag durch die Atemluft
und Schwitzen bleibt annähernd konstant. Durch mehr heizen
wird die rel. Feuchte reduziert und damit der Abstand zum
Taupunkt größer.
Die allg. bekannte Methode, bei Feuchteproblemen mehr zu heizen,
wird von dir hier ad absurdum geführt. Diese Argumentation ist
„echte Hausfrauenphysuk“.
Durch mehr heizen wird das Temperaturniveau aller Flächen
angehoben und nicht nur solche, die dir gefallen.

Gruß Uwi

Hallo,
fällt dir was auf:

Bett, Nachtkästen und Schränke mit einem Abstand von ca.10 mm
zur Wand aufstellen,

Es ist
für den Mieter daher unzumutbar, große Möbelstücke 10 cm von
der Wand abzurücken

Gruß, Niels

Hier kann man nur die Diskussion aufgeben; missionarische Aufgaben gegen nicht angewandte Intelligenz haben wir hier im Forum nicht zu erfüllen!

Die Kenntnisse der Grundregeln der Physik zumindest sollten (können aber offensichtlich nicht) bei derartigen Diskussionen unterstellt werden. Und „marktschreierisch verbales Getöse“ darf nicht den guten Ton ersetzen!

Wenn im Vortext unverständlicherweise eine geringe Wärmekapazität von Luft (c= 1,005 kJ/kg K dem gegenüber Wasser: c= 4,18 kJ/kg K oder Holzwerkstoffe: ca. 2,3 kJ/kg K) anzweifelt, dem gegenüber ein Lüfter eines PC (ungeachtet des hierdurch bewirkten Luftvolumens) für die Kühlung der Technik hervorgehoben und das Ganze mit weiterem Halbwissen gut durchgeschüttelt wird, dann soll das halt im Einzelfall so sein. Einredungen hiergegen dürften als reine Zeitverluste zu bewerten sein.

Auch in Amerikas Süden wird derzeit aktuell die Darwinsche Evolutionstheorie zugunsten der kirchlichen Schöpfungsgeschichte verworfen.
Auch das soll dann wohl so (richtig?) sein.

totale Ahnungslosigkeit ?
Hallo,

Hier kann man nur die Diskussion aufgeben; missionarische
Aufgaben gegen nicht angewandte Intelligenz haben wir hier im
Forum nicht zu erfüllen!

Ganz meine Meinung!

Die Kenntnisse der Grundregeln der Physik zumindest sollten
(können aber offensichtlich nicht) bei derartigen Diskussionen
unterstellt werden. Und „marktschreierisch verbales Getöse“
darf nicht den guten Ton ersetzen!

Eben, und von dir kamen bis jetzt kaum handfeste Argumente,
die irgendwie mit physikalischen Wissen hinterlegt wären.

Wenn im Vortext unverständlicherweise eine geringe
Wärmekapazität von Luft (c= 1,005 kJ/kg K dem gegenüber
Wasser: c= 4,18 kJ/kg K oder Holzwerkstoffe: ca. 2,3 kJ/kg K)
anzweifelt.

Und wer Sinn verdrehen will, tut das am besten mit schwülstigen
Reden. Immerhin, das kannst du gut. Ist wahrscheinlich auch
zweckmäßig, beim Verfassen von Gutachten, wenn man sonst wenig
Ahnung hat.
So wird aus „keine nennenswerte Wärmekap.“ jetzt doch immerhin
schon eine „geringe Wärmepapazität“. Aber wer hat das angezweifelt?

dem gegenüber ein Lüfter eines PC (ungeachtet des
hierdurch bewirkten Luftvolumens) für die Kühlung der Technik
hervorgehoben

Und durch’s Fenster kommt natürlich weitaus weniger Luft, oder was?
Deine Ahnungslosigkeit ist tatsächlich berauschend angesichts des
hohen Anspruchs, der hinter dem hochgestochenen Geschwafel steht.

Nur mal so zum Nachdenken:
Ein üblicher 120mm-Lüfter für’n PC hat bei Nennspannung einen Leerlaufdurchsatz von ca. 120m³/h.
http://www.ebmpapst.com/index/sid/6D4DBC3E-E5A7-4AAE…

Bei reduzierter Drehzahl (wegen Lärmbelastung im PC runtergeregelt)
und unvermeidlichen Strömungswiderstand durch die Lüftungsgitter
und Luftschlitze bleibt in der Regel nur noch ein Volumenstrom
von ca. 50…80m³/h.
Um damit also einen Rauminhalt einmal umzuwälzen, benötigt
solch ein Lüfter fast eine 1h oder noch länger.

Dagegen kommen bei einem freien Wirkquerschnitt von 0,5m² durch’s
Fenster beim Lüften locker 10…30m³ Luft pro Minute rein und raus.
Nach wenigen Min. ist die Luft allemal ausgetauscht, und das
auch noch ohne Durchzug zu machen!

Wenn diese Luftmenge an den Oberflächen um 20grd erwärmt wird,
entspricht das einer Wärmeleistung von ca. 5…15kW Wärmeleistung.
Damit sind wir wieder in der gleichen Größenordnung wie schon
im vorherigen Posting anhand der Wärmeübergänge im Raum abgeschätzt.

und das Ganze mit weiterem Halbwissen gut durchgeschüttelt wird,
dann soll das halt im Einzelfall so sein. Einredungen hiergegen
dürften als reine Zeitverluste zu bewerten sein.

Bis jetzt kamen von dir keine physikalischen Begründungen,
die man hätte nachvollziehen können. Statt dessen reichlich
Beweise für Unwissenheit.

Auch in Amerikas Süden wird derzeit aktuell die Darwinsche
Evolutionstheorie zugunsten der kirchlichen
Schöpfungsgeschichte verworfen.
Auch das soll dann wohl so (richtig?) sein.

Ja, wieder fein am Thema vorbeigeschwurbelt :frowning:

Gruß Uwi