Hallo,
Nein, wie schon geschrieben macht es keinen Sinn, mehr als einen ::kompletten Luftaustausch beim Lüften zu realisieren.
Doch, das macht durchaus Sinn. Denn durch nur schnelles,
kurzes Lüften wird die Raumluft, welche sich mit Feuchtigkeit
angereichert hatte, ausgetauscht. Nun wird das Fenster wieder
geschlossen, doch die Feuchtigkeit hockt ja nicht nur in der
Luft, sondern in allen hygroskopischen Teilen. Also Matratzen,
dem Wandputz, den Decken etc.
(Stichwort: Sorptionsisotherme, siehe dort)
Na und? Auf Grund der nun trockenen (warmen) Luft wird die Feuchte
auch wieder abgegeben, was natürlich einige Zeit braucht.
Deswegen die ganze Zeit das Fenster offen stehen zu lassen
ist kontraproduktiv. Je kälter es wird, desto höher bleibt die
rel. Feuchte und umso weniger wird getrocknet.
Und diese zunächst festgehaltene Feuchtigkeit wird nach dem
Lüften an die „frische Raumluft“ abgegeben - damit diese durch
erneutes Lüften wieder abgeführt werden kann.
Ja eben! Und wozu muß die Hütte dann ewig lange abkühlen ?
Häufiges Lüften über 15min, so wie du das als angeblich optimal
bezeichnest, bedeutet in Klartext mehr als eine Stunde am Tag die
Fenster offen zu lassen. Das ist reine Energieverschwendung.
In der Zeit werden dann tatsächlich die inneren Wärmekapazitäten
deutlich abgekühlt.
Das ist tatsächlich so! Lüften ist mehr als nur "die Fenster
aufreißen!!
Und was ist es mehr?
Alles darüber kühlt nur aus und verstärkt das Problem.
Ich schrieb (nur zur Erinnerung: „Ideal wäre mehrfaches Lüften
pro Tag über jeweils ca. 15 Minuten“.
Und ich sage nochmal, das ist Unsinn!
Gerade im Winter erfolgt auf Grund der hohen Temperaturgrdienten
der Luftaustausch sehr schnell.
In dieser Zeit kühlt der Raum nur unmerklich ab, da die
(ausgetauschte) Luft kaum über eine nennenswerte
Wärmekapazität verfügt.
Auf Grund des hohen Wärmegradienten zwischen kalter Luft und
warmen Oberflächen und der sehr großen wirksamen Oberfläche
werden erhebliche Wärmeleistungen umgesetzt und durch’s offene
Fenster wegtransportiert.
Beispiel: Zimmer mit ca. 16m² Grundläche hat ca. 80m² wirksame
Oberfläche (mit Möbeln eher noch mehr).
Pro 1m² und 1 grd werden ca. 6…10W an Wärmeleistung von glatten
Oberflächen abgegeben.
Macht bei 20grd. Temperaturdifferenz eine Wärmeleistung von
ca. 10kW! die da durchs Fenster die Gegend heizen (und das
nur für ein kleines Zimmer!).
Und das soll mehrmals am Tage über jeweils mind. 15min passieren ?
Sowas ist absoluter Nonsens!
Wenn Luft über keine „nennenswerte Wärmekapazität“ verfügen
würde, dann könnten nicht mit rel. kleinen Kühlkörpern Leistungen
im 100W-Bereich abgeführt werden, wie das z.B. bei PC üblich ist.
Was hier wirkt, sind die großen Luftmengen, die bei offenen
Fenstern umgewälzt werden.
Mit jedem Luftaustausch wird trockene Luft ins Zimmer geholt, die bei Aufwärmen wieder ordentlich Feuchte aufnehmen kann.
Dagegen wäre auch nichts einzuwenden. Doch wir sind hier nicht
im Stadium der Bautrocknung!
Ah ja ??? Und wo ist der Unterschied oder das Problem ?
Ist die Feuchte bei der Bautrocknung eine andere ?
Die Wirkmechanismen sind doch wohl die gleichen.
Dauerlüften kann nicht wirklich ein guter Vorschlag sein. Da kühlt ::man z.B. die Fensterlaibungen systematisch ab und hat dann das :
roblem woanders.
Keine wirklich nachvollziehbare Antwort. Das Problem liegt
nicht in den Fensterlaibungen. Die können abkühlen, wie sie
wollen. Wenn der Verbraucher/Nutzer bei offenem Fenster auch
in den Wintermonaten schlafen möchte, kann ihm das keiner
verwehren. Auch von der Energiebilanz her gesehen unbedeutend,
da ja nicht geheizt würde.
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
Evtl. denkst du mal drüber nach, wie bei Frost eine Innentemp.
von 16…20°C gehalten werden soll !?
Was erreicht wird, ist vielmehr, dass permanent kühle frische
Luft in den Raum und verbrauchte (feuchtebelastete) Luft
hinausgetrieben würde. (Frische Luft soll dem Volksmund nach,
welchen ich gerne auch an dieser Stelle bemühe, nicht schaden)
Und das wird demnächst überall so publiziert?
Heizungen abstellen und auf -15°C Schlaftemperatur abhärten 
Selbst ein kleiner Ventilator, der gegen die Scheiben bläst (ein :::äußerst ungewöhnlicher technischer Lösungsansatz, zugegegeben,
doch wahrscheinlich zweckentsprechend: nicht ganz ernst gemeint…)
Noch mehr Feuchte am Fenster auskondensieren ?
Wieder falsch! Nicht alleine der Feuchteinhalt der Luft ist
bedeutsam, sondern auch die Luftumwälzung.
Auch Luft mit geringfügig geringerem Feuchtegehalt kann trocknend
wirken, wenn denn eine Umwälzung bei geringer Kontaktzeit
ermöglicht wird.
Bla bla. Auch wenn sich das toll anhört, steckt wenig Sinn dahinter.
Entweder der Taupunkt wird unterschritten oder nicht.
Alles andere ist spekulatives Geschwätz, egal ob nur geringe
Kontaktzeit oder nicht.
Dadurch, dass … nun wärmere Raumluft noch mehr Feuchtigkeit
aufzunehmen in der Lage ist, … dass der Taupunkt unbeabsichtigt
auf 12°C angehoben wird. Das führte dann nur zu einer nicht
gewünschten Geschwindigkeitserhöhung der Kondensatbildung…
Eine umwerfende Logik. Demnach sollte man am besten gar nicht
heizen. Das hat auch den riesigen Vorteil, daß bei Frost sich
der Schimmelpilz eh schlecht entwickelt.
Hä, wenn der Taupunkt höher liegt, dann bildet sich Kondensat
noch schneller? Das ist nicht einzusehen.
Dann versuche ich es gerne hiermit:
Würde sich unter den ursprünglich angenommenen Bedingungen das
erste Kondensat erst ab 8°C bilden, wären mit der Anhebung des
Taupunktes nun bereits auch solche Flächen als kritisch im
Sinne einer Kondensatbildung anzusehen, welche über einen
wesentlich höheren Energieinhalt verfügen (nämlich 12°C).
Nun liefe der armen Jenny beim Absenken der nächtlichen
Raumtemperatur bereits ab 12°C das Wasser unter den
Nachtschemel…
Das ist einfach nur Unsinn. Der Feuchteeintrag durch die Atemluft
und Schwitzen bleibt annähernd konstant. Durch mehr heizen
wird die rel. Feuchte reduziert und damit der Abstand zum
Taupunkt größer.
Die allg. bekannte Methode, bei Feuchteproblemen mehr zu heizen,
wird von dir hier ad absurdum geführt. Diese Argumentation ist
„echte Hausfrauenphysuk“.
Durch mehr heizen wird das Temperaturniveau aller Flächen
angehoben und nicht nur solche, die dir gefallen.
Gruß Uwi