Ich hab seid einer guten Woche ziemlich Probleme mit der Luft. So arg sorgar, dass ich am letzten Mittwoch im Geschäft auf der Ambulanz gelandet bin.
Es ist so:
Ich habe das Gefühl nicht richtig ausatmen zu können. Das Gefühl kommt eigentlich eher aus dem linken Nasenflügel als aus der Lunge, dennoch breitet sich das Gefühl auch auf diesen aus.
Die Sanitäter, die mich am Mittwoch behandelt haben (sowie mein Hausarzt am folgenden Morgen) haben allerdings festgestellt, dass der Sauerstoffgehalt im Blut mehr als ausreichend ist. Daher kam es am Mittwoch zum hyperventilieren, was ziemlichen Schwindel zur Folge hatte.
Dazu kommt oftmal auch noch eine gewisse Übelkeit (allerdings muss ich dazu sagen, dass ich sowieso einen nervösen Magen habe). Ich trinke genug und ernähre mich anständig. Mein Hausarzt hat mir jetzt ein Antidepressivum verschrieben. Alle sind der Meinung, ich bräuchte nur ein wenig Erholung. Allerdings fühle ich mich nicht gestresst. Davon abgesehen, kann ich es mir beruflich nicht leisten auszufallen.
Danke für die Antwort. Ich traue meinem Hausarzt schon. Allerdings hab ich die Wahl zwischen jetzt mal ein paar Tage ausspannen oder wieder arbeitslos sein!
Für was würdest du dich entscheiden?
Außerdem hört man ja so im Volksmund nichts wirklich Gutes über Antidepressiva.
Danke für die Antwort. Ich traue meinem Hausarzt schon.
Allerdings hab ich die Wahl zwischen jetzt mal ein paar Tage
ausspannen oder wieder arbeitslos sein!
bist du noch in der Probezeit oder wie kommst du darauf ?
Für was würdest du dich entscheiden?
für meine gesundheit
Außerdem hört man ja so im Volksmund nichts wirklich Gutes
über Antidepressiva.
dann solltest du weniger auf den Volksmund sondern lieber auf den Expertenrat hören, die kennen sich meist besser aus
Nur weil ein paar Dumpfbacken (die durchaus vollkommen unkritisch auch massig Kopfschmerztabletten gegen ihren Supfkopf nehmen) mit einem IQ kurz über dem Gefrierpunkt AD verteufeln, sind ADs für viele Menschen (und evtl. auch für dich) die einzige Möglichkeit arbeitsfähig zu sein und ihr Leben soweit in den Griff zu bekommen, dass sie genauso leben können wie „die anderen“
AD sind wie eine Gehhilfe für eine gebrochene Seele - wenn man sein Bein gebrochen hat bekommt man Krücken um das Bein zu entlasten, bis der Bruch verheilt ist - ist der Bruch verheilt, braucht man sie nicht mehr …
Das kann nur jemand sagen, der noch nie am Hungertuch genagt hat.
AD sind wie eine Gehhilfe für eine gebrochene Seele - wenn man
sein Bein gebrochen hat bekommt man Krücken um das Bein zu
entlasten, bis der Bruch verheilt ist - ist der Bruch
verheilt, braucht man sie nicht mehr …
aber sie sind nur eine Gehhilfe !!
Bei diesem Gleichnis stimme ich dir voll zu.
Nur finde ich, daß der Bedarf an Krücken oft etwas zu großzügig eingeschätzt wird. Ein stützender Arm wäre manchmal angebrachter.
AD sind wie eine Gehhilfe für eine gebrochene Seele - wenn man
sein Bein gebrochen hat bekommt man Krücken um das Bein zu
entlasten, bis der Bruch verheilt ist - ist der Bruch
verheilt, braucht man sie nicht mehr …
Schoen gesagt! Aber…
Mal so interessehalber: Ist es normal dass AD so 1 2 3 vom Hausarzt vorgeschrieben werden? Sollte dieser nicht wenn er schon die Diagnose Depression stellt eine Ueberweisung zu einem Fachmann ausschreiben?
Mal so interessehalber: Ist es normal dass AD so 1 2 3 vom
Hausarzt vorgeschrieben werden? Sollte dieser nicht wenn er
schon die Diagnose Depression stellt eine Ueberweisung zu
einem Fachmann ausschreiben?
Ja der Meinung bin ich auch ! Ein Hausarzt darf zwar AD verschreiben, aber ich lass ja auch keine gynäkologische Untersuchung / Behandlung von meinen Hausarzt machen auch wenn er die Pille verschreiben darf …
Ich hörte über meinen Bekanntenkreis aber schon von einigen Hausärzten, die sich selber für kompetent genug halten - nur denke ICH, dass wenn AD verschrieben werden sollen, eine Erkrankung besteht , die von einem Spezialisten behandelt werden sollte und nicht vom Allgemeinmediziner - nur mit Chemie zu therapieren genügt nicht - sie sind wie gesagt nur eine Gehhilfe …
Der gereichte Arm, von dem Steffi richtigerweise sprach, muss vom Arzt kommen - und dafür hat der Hausarzt meist nicht die richtige Ausbildung
Ok, danke fuer die Antwort. Sei froh dass du nicht in Holland wohnst , hier ist das normal. Gynaekologen mit eigener Praxis gibts nicht, Pille verschreibt der Hausarzt (Routinekontrolle Gebarmutterhalskrebs auch) , wenns was ernsteres ist muss man zu einem Gynaekologen im Krankenhaus.
Mit AD habe ich bisher noch keine Erfahrungen, aber ich kann mir schon vorstellen das auch sowas die Hausaerzte machen.
Ciao,
Salma
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Der gereichte Arm, von dem Steffi richtigerweise sprach, muss
vom Arzt kommen - und dafür hat der Hausarzt meist nicht die
richtige Ausbildung
Gruß H.
Theorie und Praxis. Die Fachleute tragen in erster Linie einen gestärkten Kittel und leben an der Realität vorbei. Die Masse darf der Hausarzt behandeln, da die Wartezeiten beim „Experten“ Monate bis Jahre betragen.
Wie soll denn dem Poster möglichst schnell und wirkungsvoll aus der akuten Situation herausgeholfen werden?
Klar es müsste alles ganz anders sein… und wir bräuchten… ja nee - is klar. Nur wir müssen mit der heutigen Realität leben.
ich möchte dir gerne mal von meiner Geschichte erzählen. Nach zwei sehr komplizierten Schwangerschaften, mit jeweils stationären Aufenthalten im Krankenhaus und ein Kind das dazu noch eine komplexe Entwicklungsstörung hat, wurde ich einfach aus der Bahn geworfen.
Meine Sympthome, undefinierte Angstzustände, Luftknappheit und Antriebslosigkeit. Da ich auch Mensch bin, der vielleicht gottseidank vieles über den Verstand regeln kann, habe ich meinen Alltag immer gerade so hingkriegt. Dann habe ich aber einen Kreislaufkollaps erlitten, bin einfach ohnmächtig geworden.Danach habe ich beschlossen: SO KANN ES NICHT MEHR WEITERGEHEN! Ich habe zwei kleine Kinder zu versorgen, die noch nicht einmal in der Lage sind Hilfe zu holen,
wenn`s mich aus den Latschen kippt.
Ich bin dann auch zu meinem Hausarzt, der mir auch zu einem Antideprissva (Serotioninwiederaufnahmehemmer) geraten hat. Ich war natürlich zuerst auch sehr skeptisch zu solchen Mittenln zu greifen. Es hat dann längere Zeit gedauert, bis ich richtig eingestellt war. Ein Präparat hatte ich nicht vertragen. Beim nächsten hat es einfach sehr lange gedauert bis es überhaupt eine Wirkung hatte. Ich hatte schon sehr an den Medikamenten und an meinem Hausarrzt gezweifelt. Ich habe ihm das gesagt und ich bestand auf eine Überweisung zu einem Facharzt. Ich war dann bei einer Psychologin, die mir aber erklärte, so wie das der Hausarzt gemacht hat wäre es völlig in Ordnung, man muss einfach viel Geduld aufbringen. Wegen meiner Angstzustände riet sie mir zu einer Therapie, die sie aber selber nicht durchführt, da sie nur die Medikamenteneinstellung macht. Also den Weg hätte ich mir eigentlich sparen können. Sie gab mir dann eine Liste mit vielen Telefonnummern. Ich habe es bei einigen probiert, worauf sich jedesmal eine nette Stimme auf dem AB gemeldet hat:
Wir sind erreichbar von … in dringenden Fällen hinterlassen sie mir bitte eine Nachricht. Da ich wie gesagt zwei kleine Kinder zu versorgen verging mir einfach die Lust. Ich dachte mir, entweder bin ich bis dahin völlig übergeschnappt oder habe mir selber geholfen. Ich habe mich zweiteres entschieden.
Lange Rede kurzer Sinn.
Ich habe die Pillchen ca. 9 Monate genommen und habe es NICHT BEREUT. Mein Kopf hatte endlich die nötige Pause erhalten, die er so dringend gebraucht hat. Nicht immer die selben Gedanken, die sich vorher ewig im Kreis gedreht hatten. Auch körplich konnte ich mich endlich erholen. Ich mache jetzt wieder Hatha Yoga(hatte ich schon mal gemacht und leider wieder aufgehört) , progessive Muskelentspannung, und Atemübungen. Versuche überhaupt viel Sport zu machen. Ich konnte insgesamt eine viel positivere Lebenseinstellung gewinnen und nehme nicht mehr alles so tragisch.
Von anfang an war es mein Ziel wieder ohne die Pillchen aus zu kommen, aber ohne sie hätte ich es vielleicht nicht geschafft irgendwann wieder ohne sie aus zu kommen. Ich glaube trotzallem, dass man selbst der Schlüssel zum Glück ist.
Alles Gute
m
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