ich mache mir große Sorgen um meine Freundin, die in letzter Zeit vermehrt über Luftnot klagt.
Sie ist 46 Jahre alt, Raucherin und ziemlich unsportlich. Ihr Gewicht ist allerdings normal und sie ernährt sich auch relativ ausgewogen.
Nun verhält es sich so, dass sie bei körperlicher Anstrengung wie z.B. Fahrradfahren oder Treppensteigen, doch öfters ein wenig Luftnot hat. Nicht wirklich dramatisch, aber doch auffällig. Neulich war es sogar so, dass sie beim Geschlechtsverkehr schlecht Luft bekam und auch das Gefühl hatte Herzrhytmusstörungen zu haben.
Ich muss dazu sagen, dass sie vor gut einem Jahr beim Kardiologen deswegen war und beim Lungenfacharzt. Kardiologisch war alles Ok, nur beim Lungenfacharzt wurde festgestellt, dass sie ein Emphysem hat, allerdings im Anfangsstadium.
Kann es denn jetzt sein, dass ein Emphysem so schnell voranschreitet und sich die Symptome so schnell entwickeln können?
Ich sorge mich wirklich doll um meine Freundin, zumal sie momentan einfach noch nicht zum Arzt will.
Vielleicht finde ich ja hier ein paar Antworten, wäre wirklich fein.
deine Freundin sollte sich schnellstmöglich noch einmal einem Lungenfacharzt vorstellen, denn viele Lungenkrankheiten entwickeln sich schleichend.
Wenn so massive Probleme auftauchen, ist es höchste Zeit. Denn Lungenkrankheiten sind nicht heilbar, können lediglich aufgehalten und gelindert werden.
Am aller, aller, allerwichtigsten ist aber: Sofort weg mit den Zigaretten!!! Denn sonst läuft jede Therapie ins leere.
Ich wünsche dir viel Kraft und deiner Freundin alles Gute!
Uta
Kann es denn jetzt sein, dass ein Emphysem so schnell
voranschreitet und sich die Symptome so schnell entwickeln
können?
Natürlich kann das. Wer mit Lungenempyhsem noch weiter raucht und dann auch noch den Arztbesuch verweigert, gehört zu der ganz hart gesottenen Gruppe.
Was du ihr sagen kannst: hier ist wirklich Härte gefragt! Das, was sie macht (weiter rauchen) und das, was sie unterlässt (den Arztbesuch), führt sehr sicher und sicher auch in nicht allzu ferner Zukunft zu richtig unangenehmen Beschwerden. Sie wird immer weniger können und am Ende steht wirklich das Ende, ein sehr unschönes zudem, weil es angenehmere Zustände gibt als Luftnot!
Wenn sie bereits mit Mitte 40 so schlecht dran ist, dann senkt das die Prognose für hohes Lebensalter selbst mit Optimismus drastisch. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht: Selbst in fortgeschrittenem Stadium kann man mit Rauchstopp, Medizin und Bewegung wieder ein gutes Stück Lebensqualität zurückholen. Allerdings: Je später man damit anfängt, desto weniger ist machbar.
Also: Sofort zum Arzt und Rauchstopp!
Das ist alternativlos, wenn sie noch ein paar Jahre von ihrem Leben haben will.
nur beim Lungenfacharzt wurde
festgestellt, dass sie ein Emphysem hat, allerdings im
Anfangsstadium.
es gibt Lungensportgruppen, die ich Deiner Freundin aus eigener Erfahrung wirklich sehr empfehlen kann, Antragsformular (hat entweder der Facharzt od. die Krankenkasse) ausfüllen und bei der KK einreichen, die z.T. auch die Kosten übernimmt.
Je eher Deine Freundin etwas unternimmt, umso mehr kann ihr geholfen werden, ‚gesund‘ wird sie leider nicht mehr werden, gerade Bewegung und richtige Atem- und Entspannungstechniken sind wichtig um der Krankeheit paroli zu bieten.