Luftwärmepumpe Aufbau

Moin auch,

die Niederdruckseite einer Luftwärmepumpe ist ja die kalte Seite verglichen zur Hochdruckseite. Erste Frage: Wo verlaufen die Rohre der Niederdruckseite? einfach innerhalb des „Kastens“ in den die Pumpe eingebaut ist?
Und dann: Bei tiefen Aussentemperaturen ist die Arbeitszahl einer Luftwärmepumpe bescheiden, weil die Niederdruckseite nicht aufgewärmt werden kann. Wäre es dann nicht sinnvoll, die Verrohrung der Niederdruckseite wie bei einer Wohnraumbelüftung 30 m lang ca. 2 m unter die Erde zu legen, da dort die Temperatur nie unter 10°C sinkt und also die Arbeitszahl hoch gehalten werden kann?

fragende Grüße,

Ralph

die Niederdruckseite einer Luftwärmepumpe ist ja die kalte
Seite verglichen zur Hochdruckseite. Erste Frage: Wo verlaufen
die Rohre der Niederdruckseite? einfach innerhalb des
„Kastens“ in den die Pumpe eingebaut ist?

Da gibt es einen Wärmetauscher, die Leitungsführung müsste man eigentlich erkennen können.

Und dann: Bei tiefen Aussentemperaturen ist die Arbeitszahl
einer Luftwärmepumpe bescheiden, weil die Niederdruckseite
nicht aufgewärmt werden kann. Wäre es dann nicht sinnvoll, die
Verrohrung der Niederdruckseite wie bei einer
Wohnraumbelüftung 30 m lang ca. 2 m unter die Erde zu legen,
da dort die Temperatur nie unter 10°C sinkt und also die
Arbeitszahl hoch gehalten werden kann?

Du hast soeben die Erwärmepumpe erfunden :wink:
Allerdings sollte der Flächenwärmetauscher schon etwas tiefer liegen.
Vor allem muss das umgebende Erdreich eine gute Wärmeleitfähigkeit haben, also unter dem Grundwasserspiegel liegen.

Ich vermute, Du gehörst zu den vielen Besitzern von Luft-Wasser Wärmepumpen, die mit der Jahresarbeitszahl unzufrieden sind.
Tja, ne Bohrung kostet halt ein paar Tausend Euro.
Egal, was Du selber machen willst:
Lass den Kältemittelkreislauf in Ruhe, niemals würde man den unter die Erde legen.
Evtl. könnte ein Fachmann einen Wärmetauscher in den Kreislauf vor dem Luftwärmetauscher integrieren, an den Du dann einen sekundären Kreislauf mit einem geeigneten Medium anschließen kannst. Das muss dann aber tiefe Temperaturen aushalten, also Wasser mit ordentlich Frostschutz drin.

fragende Grüße,

Ralph

Hallo xstrom,

Da gibt es einen Wärmetauscher, die Leitungsführung müsste man
eigentlich erkennen können.

Und gegen was wird hier Wärme getauscht?

Du hast soeben die Erwärmepumpe erfunden :wink:

Ich dachte, eine Erdwärmepumpe holt sich die Wärme aus einer Tiefe von 60-100 m, das ist doch viel effektiver.

Vor allem muss das umgebende Erdreich eine gute
Wärmeleitfähigkeit haben, also unter dem Grundwasserspiegel
liegen.

Schtümmt, da habe ich nicht daran gedacht.

Ich vermute, Du gehörst zu den vielen Besitzern von
Luft-Wasser Wärmepumpen, die mit der Jahresarbeitszahl
unzufrieden sind.

Nö, aber ich bin im Begriff, mir eine zuzulegen.

Tja, ne Bohrung kostet halt ein paar Tausend Euro.

Eigentlich nicht. Im Angebot von einem Haushersteller (Fertighaus) kostet die Erdwärmepumpe schlappe 2000 Euronen mehr als die Luftwärmepumpe, inkl. Bohrungen.
:Lass den Kältemittelkreislauf in Ruhe, niemals würde man den

unter die Erde legen.

OK, war ja nur ne Frage.

Ralph

hi ralph,
eine luftwärmepumpe läuft mit einem sehr schlechten wirkungsgrad. die herstellerangaben kannst du vergessen. bei ganz tiefen temperaturen wird eine elektrische zusatzheizung zugeschaltet. dann ist der wirkungsgrad ganz im keller.
wenn die möglichkeit besteht würde ich immer eine sole oder grundwasserwärmepumpe nehmen. die arbeitszahlen sind ok.
meine anlage läuft seit 29 jahren mit einem 14 mtr. tiefen saaugbrunnen und einem 10 mtr. tiefen schluckbrunnen.
eine 100 mtr. tiefe erdsondenbohrung kostet ca. 5.000,00 euro.
mit einer kommt man meistens nicht aus. kommt auf das haus drauf an.

gruss gert

Hallo xstrom,

Da gibt es einen Wärmetauscher, die Leitungsführung müsste man
eigentlich erkennen können.

Und gegen was wird hier Wärme getauscht?

Kältemittel gegen Umgebungsluft, die mittels Gebläse da durch gejagt wird.

Du hast soeben die Erwärmepumpe erfunden :wink:

Ich dachte, eine Erdwärmepumpe holt sich die Wärme aus einer
Tiefe von 60-100 m, das ist doch viel effektiver.

Und wie. Aber es gibt eben auch Varianten mit Flächenwärmetauscher.
Wenn man sowie sein Grundstück (Altlasten?) tief ausbuddelt, durchaus möglich.

Vor allem muss das umgebende Erdreich eine gute
Wärmeleitfähigkeit haben, also unter dem Grundwasserspiegel
liegen.

Schtümmt, da habe ich nicht daran gedacht.

Ich vermute, Du gehörst zu den vielen Besitzern von
Luft-Wasser Wärmepumpen, die mit der Jahresarbeitszahl
unzufrieden sind.

Nö, aber ich bin im Begriff, mir eine zuzulegen.

Finger weg.
Oder - auch eine Möglichkeit - sich eine Jahresarbeitszahl schriftlich garantieren lassen und für den Fall der Nichteinhaltung Schadnersatzregelungen treffen. Musterverträge -> Verbraucherzentrale.

Tja, ne Bohrung kostet halt ein paar Tausend Euro.

Eigentlich nicht. Im Angebot von einem Haushersteller
(Fertighaus) kostet die Erdwärmepumpe schlappe 2000 Euronen
mehr als die Luftwärmepumpe, inkl. Bohrungen.

Dann überlege keine Sekunde mehr. Dazu noch Solarunterstützung für Trinkwassererwärmung. Man kann auch über Nacherwärmung des Heißwassers durch sog. „solartaugliche“ Durchlauferhitzer nachdenken.
Dann fällt die Zirkulation ersatzlos weg und man muss mit der WP im tiefen Winter nicht mit übelsten Wirkungsgraden hundert Liter 60°C heißes Wasser erhitzen, heißhalten und -wegen Zirkulation - nacherwärmen.

Denke dran: Wärmepumpenstrom wird von vielen Netzbetreibern vergünstigt abgegeben, das geht nur, wenn für die WP auch ein eigener Zähler installiert wird. Das wird gerne mal „vergessen“.
Als Elektriker empfehle ich Dir zusätzlich die Lektüre der Mindestausstattungrichtlinie:

http://www.elektro-plus.com/elektroinstallation_rech…